Taiwan Tourismusausblick

Taiwan: Tourismusausblick

Juli 2021: Anstieg lokaler Cluster – momentan kein Tourismus – negative Entwicklungen vor Ort überschatten alles – Kontakt zur Reisebranche vor Ort halten

Strenge Aus- und Einreiserestriktionen bleiben

Taiwans Central Epidemic Command Center (CECC) verkündete, dass die landesweite Warnstufe 3 bis 12. Juli verlängert wird. Die strengen Aus- und Einreiserestriktionen bleiben bis zu diesem Datum aufrecht. Die aktuelle höchste Warnstufe beinhaltet folgende Regeln: 1) Erziehungs- sowie Unterhaltungseinrichtungen in Taipei und New Taipei bleiben weiterhin geschlossen. 2) Masken müssen auch draußen getragen werden. 3) Nicht notwendige Versammlungen, Treffen und Reisen sollen vermieden werden. 4) Versammlungen von mehr als fünf Personen in Gebäuden und zehn Personen draußen sind verboten. 5) Wenn Homeoffice nicht möglich ist, müssen Firmen die Pandemie-Präventionsmaßnahmen befolgen. 6) Restaurants und Cafés sind weiterhin geschlossen, nur Take-away ist gestattet. Transitreisenden und Reisenden ohne gültiges Aufenthaltsdokument ist die Einreise weiterhin nicht gestattet. Durch die Hilfe anderer Länder und die Spenden von Impfdosen wurden die Impfungen nun bereits auf die acht wichtigsten Gruppen ausgedehnt. Die Zahlen der lokalen Neuinfektionen sind nun zwar rückläufig, allerdings noch zu hoch, um Entwarnung zu geben. Die Stimmung der Taiwanes*innen ist vorsichtig optimistisch, die plötzlich so sprunghaft ansteigenden Infektionszahlen nach monatelanger perfekter Kontrolle der Pandemie stimmt viele Taiwanes*innen jedoch ängstlich.

Strenge Restriktionen und die Wirtschaft

Aufgrund der raschen Reaktion nach dem Ausbruch des Coronavirus Anfang 2020 konnte die Ausbreitung vorerst verhindert werden. 2020 verzeichnete Taiwan das stärkste Wirtschaftswachstum der vier asiatischen Tigerstaaten. Trotz Einbruch des internationalen Tourismus konnten taiwanesische Betriebe weiter wie gewohnt operieren, da es keine Lockdowns gab. Die Prognosen für 2021 waren dadurch auch weiterhin sehr positiv, wobei vor allem die Halbleiter- und Elektronikindustrie, die E-Commerce-, Gaming-, Pharma- und Life-Science-Industrien profitierten. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der aktuell so strengen Restriktionen sind noch nicht absehbar. Die Zentralbank Taiwans verleiht ca. 6 Milliarden Euro an taiwanesische Banken zu Niedrigzinssätzen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Der Leitzinssatz wurde um 0,25 Prozentpunkte gesenkt, um Investitionen attraktiver zu gestalten und günstige Kredite zu ermöglichen. (Quelle: WKO Taipei)

Auch Inlandstourismus stockt

Da sich Taiwan aktuell noch immer in der Warnstufe 3 befindet, ist selbst der Inlandstourismus zum Erliegen gekommen. Es wird bereits über Lockerungen diskutiert, allerdings ist man diesbezüglich noch vorsichtig. Auslandsreisen sind weiterhin nicht möglich, die bereits etablierten „Travel Bubbles“ wurden wieder gestoppt.

Österreich-Reise bleibt Wunsch

Die Informationen zu den Öffnungsschritten in Österreich wurden auf Facebook sehr positiv angenommen, allerdings überschattet von den negativen Entwicklungen im eigenen Land. Da sich die Situation weiterhin nicht beruhigt, ist das Thema Auslandsreisen für die Reiseindustrie noch von geringer Relevanz.

Öffnungsschritte in Österreich als positiv wahrgenommen

Gerade noch vor den negativen Entwicklungen in Taiwan und den verstärkten Sicherheitsmaßnahmen führte die ÖW Tokio in Kooperation mit der Wirtschaftskammer in Taipei ein Dinner mit elf Gästen aus der Reisebranche durch. Die Teilnehmer*innen waren sehr begeistert von den zahlreichen Grußworten der österreichischen Partner*innen, die im Rahmen eines Grußvideos an die Teilnehmer*innen der Veranstaltung gerichtet wurden. Auch wenn die Reiseindustrie aktuell nach wie vor mehr auf Inlandsreisen fokussiert, steht Österreich für zukünftige Reisen hoch im Kurs. Der regelmäßige Kontakt zur Branche wird empfohlen, die Informationen zu den Öffnungsschritten in Österreich wurden sehr positiv aufgenommen.