Tourismusforschung

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Aufgabe der Tourismusforschung ist es, das Wissen über Märkte und (potenzielle) Urlauber auf Basis professioneller Marktforschung zu sichern und weiter auszubauen. Um dies zu erreichen, führen wir eigene Studienreihen wie T-MONA oder Länderstudien durch, beteiligen uns an etablierten Umfragen (z.B. Deutsche Reiseanalyse), analysieren Statistiken zum nationalen und internationalen Tourismus, führen Ad-Hoc-Forschungsprojekte (Spezialstudien) durch und beschäftigen uns mit den Auswirkungen gesellschaftlicher Trends auf den Tourismus.

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Pro & Contra im September: Events auf den Bergen

Egal ob im Sommer oder Winter - die Berge fungieren immer öfter als Event Locations und Kunsträume. Eine bereichernde Entwicklung oder entbehrlich?

Pro

Wenn ich mir einen klassischen Urlaub in den Bergen vorstelle, denke ich sofort an die gute Luft,  die Kühe, die Brettljause auf einer gemütlichen Almhütte und an das Wandern. Eine für mich erholsame Vorstellung von Urlaub, für andere jedoch nicht.  Dies gilt insbesondere für die jüngeren Zielgruppen.

Wenn ich mir heute die Generation Y (geboren zwischen 1980 und 2000) und Z (geboren zwischen 1995 und 2010) anschaue, glaube ich, dass ein Bergurlaub spannende Veränderungen braucht, um für diese Generationen abseits des Wintersports attraktiv zu sein und zu bleiben. Warum? Weil diese großen Wert auf soziale Netzwerke und persönliche Entwicklung legen. Zudem sind sie es schon von klein auf gewöhnt, immer wieder neue Eindrücke und Unterhaltung geboten zu bekommen. Gerade für diese Gruppe wären daher Events auf den Bergen genau das Richtige, um diese anzusprechen. Aber auch Musik- oder Kunstliebhaber, die vielleicht sonst nur wenig mit Bergurlaub anfangen können, könnte man mit entsprechenden Events in die Berge locken. Die Berge würden dadurch nicht mehr nur mit Kühen, Wandern, Wintersport und Alpenjause assoziiert, sondern bekämen ein neues Image als Event Locations oder Kunsträume. Das Image der Tourismusorte würde damit offener, moderner, vielfältiger und spannender werden.

Und das hat natürlich Vorteile für alle: Der Gast hat mehr Abwechslung, die Tourismusbranche profitiert von steigenden Nächtigungen in den Hotels, mehr Gästen in den Restaurants und auch mehr Umsatz für Klein-Unternehmer im Tourismus. Eine  win-win-Situation für alle. vcf

 

 

Contra

Es gab mal eine Zeit, da war man als Österreicher in der privilegierten Lage in der Vorsaison die Skier zu packen und auf leeren Pisten die ersten Spuren in den herrlichen Pulverschnee zu ziehen. Die Lifte und Hütten hatten gerade erst aufgesperrt und die Saison begann gemächlich anzulaufen. Alles strahlte eine gewisse Ruhe aus, bevor der erste Gästeansturm zu Weihnachten kam.

Seit einigen Jahren hat sich das Bild meiner Jugend drastisch verändert. Skiopening heißt das Zauberwort und ohne einen Top-Act aus der Welt des Pop oder Rock geht es gar nicht mehr. Und dabei spielt es mittlerweile keine Rolle mehr, ob Frau Holle überhaupt ihren Job erledigt hat, denn immer öfter finden diese Events bereits im Oktober oder November auf grünen oder meist braunen Pisten statt. Der Winter hält sich einfach nicht an die Eventkalender mancher Skiorte und das Skifahren wird zur Nebensache. Im Sommer macht sich ein anderer Trend auf den Berggipfeln bemerkbar: Kunstobjekte am Berg, sogenannte Kunsträume entstehen und ich frage mich dabei immer: Ist unsere Bergwelt nicht Kunst genug? Können wir nicht mehr staunend die Einzigartigkeit unserer Alpen bewundern? Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin kein Kunstbanause und schaue mir gerne entsprechende Exponate in dafür vorgesehenen Räumlichkeiten an.

Auf einem Berg brauche ich keinen Mehrwert. Inszenierung und Belebung der Vorsaison haben aus touristischer Sicht ihre Berechtigung, aber warum genügt uns Konsumenten nicht mehr das, was von Natur aus vorhanden ist? Unsere Bergwelt ist an sich das aufregendste Event und das größte Kunstwerk – lassen wir es dabei. gw

Pro
59 %
Contra
41 %

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