Tourismusforschung

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Aufgabe der Tourismusforschung ist es, das Wissen über Märkte und (potenzielle) Urlauber auf Basis professioneller Marktforschung zu sichern und weiter auszubauen. Um dies zu erreichen, führen wir eigene Studienreihen wie T-MONA oder Länderstudien durch, beteiligen uns an etablierten Umfragen (z.B. Deutsche Reiseanalyse), analysieren Statistiken zum nationalen und internationalen Tourismus, führen Ad-Hoc-Forschungsprojekte (Spezialstudien) durch und beschäftigen uns mit den Auswirkungen gesellschaftlicher Trends auf den Tourismus.

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Pro & Contra im April: Postkarte statt WhatsApp

Die Älteren unter uns können sich noch an die bunten Karten erinnern, die man selber gerne aus dem Urlaub geschrieben bzw. als Daheimgebliebener erhalten hat. Sind Sie für ein Revival der Postkarten?

Pro

„Liebe Ursula, liebe Grüße vom Wörthersee. Das Wetter ist toll, sieben Tage Sonne. Die Kinder haben Spaß beim Baden und wandern waren wir auch schon. Hoffe wir sehen uns bald wieder. Alles Liebe.“ Zugegeben, der Informationsgehalt ist nicht unbedingt höher als bei einer WhatsApp Mitteilung, aber darum geht es ja nicht. Es geht um viel mehr, nämlich um Aufmerksamkeit, ein schwindendes Gut in der heutigen Zeit. Eine Postkarte zu schreiben bedeutet, dass man sehr bewusst an jemanden denkt und sich die Zeit nimmt. 

Man denke allein an die Zeit, die man braucht, um die Adressen der Bekannten und Freunde parat zu haben. Postkartenmotive wollen gut ausgewählt sein. Es darf ruhig einen gewissen Retro-Charme haben mit einem Augenzwinkern, aber auch wieder nicht zu kitschig. Textlich muss man sich zielgruppenadäquat ausrichten. Der Stammtischbruder bekommt aus Mallorca wahrscheinlich eine andere Version als die Mama. Und eine kleine Zeichnung ist noch einmal das i-Tüpfelchen auf dem literarischen Erguss. Und man denke nur einmal an den umgekehrten Fall. Wie sehr freut man sich, wenn man von Freunde, Bekannten oder Familie eine Postkarte bekommt.

Der Fall ist also ziemlich klar: Postkarten sollten dringend ein Revival bekommen. Hört bitte auf Statusmeldungen auf Facebook zu schreiben oder Urlaubs-Smileys via WhatsApp zu schicken und schreibt wieder Postkarten! hs

Contra

Nostalgie ist was Schönes, weil sie einen an die unbeschwerte Zeit der Kindheit erinnert und man sich im Digitalisierungszeitalter gerne an analogen, haptischen und einfachen Dingen erfreut. Aber Postkarten? Muss das sein? Mir sind diese schon als Kind auf die Nerven gegangen. „Und schick´ mir eine schöne Karte vom Schulskikurs!“ Ich kann mich immer noch an die Worte meiner Mutter erinnern und an meinen Unmut, meine erste elternfreie Zeit mit der Suche nach Postkarte, Briefmarke und Postkasten zu verbringen und dann so tolle Sätze wie „Mir geht es gut. Alles Liebe.“ draufzuschreiben. Und das hat sich auch die nächsten zig Urlaube bis zum Smartphone-Zeitalter nicht geändert.

Auch das Erhalten von Postkarten war immer nur ein kurzer Quell der Freude. Was tut man damit? Sammeln? Selbst hatte man ja keinen Bezug zum Reiseziel. Gleich wegschmeißen? Das ging moralisch nicht, weil man ja wertschätzte, dass der andere an einen gedacht hatte. Also sind die Karten in eine Lade gewandert, bis sie letztendlich doch weggeworfen wurden.

Ich liebe alte Dinge, aber bitte die Postkarte kann bleiben, was sie ist: Ein liebenswertes Relikt der Vergangenheit. Foto machen, ein paar Worte dazu, mit WhatsApp (gleich an mehrere) schicken – herrlich. Das kostet wenig Zeit, ist dennoch persönlich und wenn ich Lust habe, melde ich mich gerne mehrmals, damit sich die Daheimgebliebenen keine Sorgen machen und gleichzeitig an meinen Erlebnissen teilhaben können. mm

 

Pro
67 %
Contra
33 %

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