Tourismusforschung

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Aufgabe der Tourismusforschung ist es, das Wissen über Märkte und (potenzielle) Urlauber auf Basis professioneller Marktforschung zu sichern und weiter auszubauen. Um dies zu erreichen, führen wir eigene Studienreihen wie T-MONA oder Länderstudien durch, beteiligen uns an etablierten Umfragen (z.B. Deutsche Reiseanalyse), analysieren Statistiken zum nationalen und internationalen Tourismus, führen Ad-Hoc-Forschungsprojekte (Spezialstudien) durch und beschäftigen uns mit den Auswirkungen gesellschaftlicher Trends auf den Tourismus.

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Pro & Contra im Juni: Mit Flipflops auf den Gipfel

"Nur mit trittsicherem Schuhwerk!" Diese oder ähnliche Warnungen findet man bei so mancher Wanderroute angemerkt. Übertrieben oder ein absolutes Muss, um unsere Gäste vor ihrem eigenen Leichtsinn zu schützen?

Pro

Ich finde: übertrieben. Mein Argument: Mündigkeit. Es gibt natürlich Menschen, die nicht mündig sind und die man schützen muss. Kinder zum Beispiel. Es muss eine Pflicht für Kindersitze in Autos geben. Dieser Leichtsinn ist nicht Privatsache. Auch überall wo der Leichtsinn nicht mit gesundem Menschenverstand ersichtlich ist, soll es Pflichten geben. Oder wo der eigene Leichtsinn große Auswirkungen auf andere hat. Die Pflicht zum Halten vor roten Ampeln ist solch ein Beispiel. Aber mit Flipflops auf den Gipfel? Jeder Mensch weiß, dass das leichtsinnig, riskant, ja sogar blödsinnig ist. Deshalb wird es auch niemand tun. Und wenn der Surfer Phil aus Australien trotzdem mit Flipflops hinauf will, weil die Flipflops mit ihm quasi schon verwachsen sind, dann darf er das. Er wird ohnehin den Aufstieg nicht schaffen. Wir haben keinen Erziehungsauftrag für erwachsene Surfer. Wenn er unbedingt will, darf er sogar barfuß auf den Gipfel.

Ich erinnere mich an den Aufstieg zum Teide auf Teneriffa, dem höchsten Berg Spaniens. Minusgrade. Von weitem war der Schnee erkennbar. Hinter uns eine kleine Gruppe Amerikaner. Achtung Klischeealarm: Kurze Hose, T-Shirt, Sandalen. Wir haben geschmunzelt, sie haben gezittert. Jeder um eine Urlaubserfahrung reicher.

Und noch eine ganz prinzipielle Gesellschaftskritik: Die stetig steigende Tendenz, erwachsene Menschen vor sich selbst schützen zu müssen, halte ich für fragwürdig und falsch. hs

 

Contra

Was mir von einem Urlaub auf Madeira vor einigen Jahren sehr eindrücklich in Erinnerung blieb, war eine Wanderung im Gebirge. Leider nicht aufgrund der eindrucksvollen Landschaft, sondern weil mir dort eine Gruppe asiatischer Touristinnen entgegen kam, von denen der Großteil mit völlig unpassendem Schuhwerk unterwegs war. Mit ihren paillettenbesetzten Stöckel-Flipflops hatten die Damen durchaus ihre Probleme, auf dem steinigen Untergrund Halt zu finden. Dass keine von ihnen eine Verletzung davon trug, war wohl nur dem geringen Schwierigkeitsgrad des Wanderwegs und einer Portion Glück zu verdanken.

In anderen Fällen geht es leider nicht so glimpflich aus. Oft genug lesen wir von Rettungseinsätzen, die erforderlich waren, weil Wanderer sich überschätzten oder mit unzureichender Ausrüstung unterwegs waren. Diese gefährden durch ihr Verhalten nicht nur sich selbst, sondern auch das Leben der Bergretter, die oftmals unter widrigen Bedingungen ausrücken müssen – ganz zu schweigen von den Kosten, die für diese Rettungseinsätze anfallen.

Für einen derartigen Leichtsinn fehlt mir absolut das Verständnis – vor allem, weil sich diese Zwischenfälle meistens sehr einfach vermeiden ließen. Die Rahmenbedingungen wären dafür geschaffen: mit einer guten Beschilderung, dem Angebot von geführten Wanderungen, Gastgebern, die gerne über die Verhältnisse auf dem Berg Auskunft geben und dem Sportfachhandel, mittels dem man vor Ort notfalls nachrüsten kann. Unsere Gäste hätten eigentlich nichts weiter zu tun, als diese Angebote anzunehmen. In diesem Fall geht Sicherheit einfach vor – ausnahmslos. ap

Pro
42 %
Contra
58 %

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