Tourismusforschung

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Um dies zu erreichen, führen wir eigene Studienreihen wie T-MONA oder Länderstudien durch, beteiligen uns an etablierten Umfragen (z.B. Deutsche Reiseanalyse), analysieren Statistiken zum nationalen und internationalen Tourismus, führen Ad-Hoc-Forschungsprojekte (Spezialstudien) durch und beschäftigen uns mit den Auswirkungen gesellschaftlicher Trends auf den Tourismus.

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Pro & Contra im April: Lärm am Urlaubsort
Unsere Welt ist eine laute und die Lärmresilienz des einzelnen wird tagtäglich auf die Probe gestellt. Der Urlaub soll daher für viele auch zur Lärmauszeit werden. Wird dem Ruhewunsch der Gäste ausreichend Rechnung getragen?

Pro

Lärm – Wer mag das schon? Straßenlärm, Baulärm, der Beat aus dem Kopfhörer des Sitznachbarn im Bus, das Gebell des Nachbarhundes. Diese Liste könnte man noch ewig fortsetzen. Niemand mag Lärm im Alltag.

Aber Ruhe und Stille im Urlaub? Natürlich bin ich nicht begeistert, wenn das Nachbarzimmer gerade renoviert wird und mich die Stemmarbeiten quasi aus dem Bett befördern. Aber ich denke auch daran, wie ich die halbe Zeit damit beschäftigt wäre meine Kinder zu ermahnen. „Nicht so laut bitte. Ja, ich weiß, du singst gerne. Aber du weißt schon, die anderen Gäste. Du sollst doch nicht über den Gang galoppieren." Gleichzeitig erinnere ich mich an meine eigene Kindheit, wenn wir ganz besonders leise sein mussten. Ach du meine Güte war das langweilig! Und wie unglaublich schön war die Freiheit im Urlaub zu singen, richtig laut zu lachen, weil man den großen Bruder mit der Wasserbombe getroffen hat und vor Freude jauchzend in den See zu springen. Und was wäre ein Volksfest ohne anständige Kapelle? Ich habe so viele wunderschöne Urlaubserinnerungen. In manchen war es tatsächlich ruhig, aber die meisten sind erfüllt von ganz wundervollem Lärm. Nämlich Lachen, Musik oder auch das Tosen eines Wasserfalls.

Ruhigere Momente ergeben sich meiner Meinung nach ganz von allein. Aber für totale Ruhe sollte man wohl eher ein Schweige-Retreat in Betracht ziehen, dann braucht man sich nicht über zu Lärm ärgern, während andere fröhlich „Lärm“ machen können und die Freiheit und Freude ihres Urlaubes genießen. Also wenn Sie mich fragen: Ja bitte, nur her mit all dem wunderbaren, erfüllenden Lärm im Urlaub. ta

 

Contra

Vor Jahrzehnten habe ich einen Sprachkurs in New York besucht. Das war herrlich und die permanente Geräuschkulisse der Stadt war für mich wie Musik, genauer wie Hintergrundmusik – immer vorhanden, aber nie störend. Es gehörte für mich zum Flair der Stadt. Anders empfand dies ein Schweizer Kollege. Gefragt nach seinen stetig stärker werdenden Augenringen, monierte er, dass er bei diesem Lärm in der Nacht nicht schlafen könne, denn er wäre die Ruhe der Berge gewöhnt. Dies mag jetzt etwas hart klingen, doch, wenn man nur bei absoluter Stille schlafen kann, sollte man keine Großstadt besuchen. Die Wahrscheinlichkeit in vollkommener Ruhe Schlaf zu finden ist verschwindend gering.

Anders hingegen ist es bei einem Urlaub auf dem Lande. Dem Landleben schreibt man eine gewisse Beschaulichkeit und Ruhe zu und man darf sie im Urlaub auch erwarten. Der Verkehrslärm ist geringer, es gibt weniger Menschen und die Natur ringsum schluckt die restlichen Geräusche. So das Durchschnittssetting am Lande. Umso schwerwiegender empfinde ich dann Störungen dieser Ruheidylle: den Zug, der zwar ungesehen, allerdings nicht ungehört in einiger Entfernung vorbeifährt, überraschender Flugzeuglärm, enervierende Baustellen mit Beginn um 6:30 Früh, ein lustiges Volksfest, das bis in die frühen Morgenstunden wachhält, … und am allerallergrauslichsten sind die Autos, die in unregelmäßigen Abständen am Zimmerfenster vorbeibrausen. Diese Einzelgeräusche stechen viel mehr hervor, als wenn sie in einem Geräuschteppich eingebettet wären. Ich ertrage mit Gleichmut die Geräusche der Natur, jedoch ein beschaulicher Teich mit quakenden Fröschen geht schon wieder in Richtung Zumutung. Denn wenn man sich endlich an das Gequake gewöhnt hat, reist man meistens schon wieder ab. Vielleicht mache ich hauptsächlich deswegen in Österreich ausschließlich Urlaub im Winter – da sind alle Geräusche schneegedämpft. rr

 

Pro
76 %
Contra
24 %

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