Tourismusforschung

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Aufgabe der Tourismusforschung ist es, das Wissen über Märkte und (potenzielle) Urlauber auf Basis professioneller Marktforschung zu sichern und weiter auszubauen. Um dies zu erreichen, führen wir eigene Studienreihen wie T-MONA oder Länderstudien durch, beteiligen uns an etablierten Umfragen (z.B. Deutsche Reiseanalyse), analysieren Statistiken zum nationalen und internationalen Tourismus, führen Ad-Hoc-Forschungsprojekte (Spezialstudien) durch und beschäftigen uns mit den Auswirkungen gesellschaftlicher Trends auf den Tourismus.

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Pro & Contra im Februar: Stornokosten für nicht genutzte Restauranttische

Immer öfter kommt es vor, dass reservierte Tische im Restaurant leer bleiben. Die Gastronomiebetriebe wollen daher Stornokosten einheben. Verständlich oder eine Frechheit?

Pro

Klar – es kann natürlich vorkommen, dass man einen geplanten Restaurantbesuch kurzfristig und unverschuldet nicht realisieren kann. Nachdem ich allerdings nicht davon ausgehe, dass die Anzahl der plötzlichen Erkrankungen, unvorhersehbaren Notfälle oder ähnlichem in den letzten Jahren drastisch zugenommen hat, muss es also eine andere Erklärung für den Anstieg an „No-Shows“ geben, der offenbar so deutlich ist, dass immer mehr Gastronomen Konsequenzen daraus ziehen und Stornogebühren für nicht genutzte Tische einführen.

Die Ursache dafür ist für mich in einer gesellschaftlichen Entwicklung zu finden: Wir leben momentan in einer Kultur der Unverbindlichkeit. Entscheidungen zu treffen, ist gerade nicht im Trend. Niemand will sich festlegen, alle Optionen werden bis zuletzt offen gehalten. Noch dazu sind wir ständig auf der Suche nach dem Perfekten. Also werden sicherheitshalber gleich mehrere Tische in verschiedenen Lokalen reserviert, denn man weiß ja nie, wonach die eigenen Befindlichkeiten am betreffenden Tag kurzfristig verlangen. Was oftmals mit „Der Kunde ist König“ gerechtfertigt wird, ist in Wahrheit nichts Anderes als purer Egoismus. Dass eine derartige Haltung vor allem für kleine Betriebe existenzbedrohende Ausmaße annehmen kann, ist vielen nicht bewusst oder auch einfach egal.

Auch in der Gastronomie eine (angemessene) Gebühr einzuheben, wenn die Reservierung nicht wahrgenommen oder zumindest nicht innerhalb einer bestimmten Frist storniert wird, ist daher aus meiner Sicht gerechtfertigt und in anderen Branchen bereits gang und gäbe. ap

Contra

Stellen Sie sich vor: Sie planen ein romantisches Essen für zwei in einem feinen Restaurant. Zwei Wochen davor reservieren Sie einen Tisch, da das Restaurant sehr begehrt ist. Dann passiert folgendes: Sie wachen genau an diesem Tag mit Fieber, Husten und Gliederschmerzen auf. Von wegen romantisches Essen! Doch da Sie verantwortungsbewusst sind, rufen sie beim Restaurant an um abzusagen. Aber – und jetzt kommt’s – sie müssen dennoch Stornokosten zahlen! Warum? Weil sie nicht 24 Stunden im Voraus wussten, dass sie krank werden. Können Sie sich das vorstellen? Für etwas bezahlen, das Sie gar nicht in Anspruch genommen haben?

Ein anderes Beispiel: Sie und Ihre ArbeitskollegInnen wollen sich am Abend verabreden. Sie reservieren einen Tisch für sechs Personen. Zwei Personen sagen dann kurzfristig ab. Und sie – als Organisatorin – dürfen die Rechnung für diese zwei Personen zahlen. Wie soll das gehen? Wie kann ein Restaurant so mit seinen Gästen umgehen? Kann der Tisch nicht nachbesetzt werden? Und sogar in diesem Falle - sollte das nicht unter „unternehmerisches Risiko“ fallen?

Wenn es um eine Feier für eine größere Gruppe ginge, würde ich es verstehen. Das kann man aber vertraglich regeln und die Stornokosten im Vorfeld definieren. Dann ist es nämlich ein Geschäft, das von beiden Seiten ausgehandelt und akzeptiert wurde. Ansonsten finde ich es unverschämt, für einzelne Reservierungen bei - vielleicht nicht ganz fristgerechter - Absage Stornokosten zu verlangen. vcf

 

Pro
88 %
Contra
12 %

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