Tourismusforschung

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Aufgabe der Tourismusforschung ist es, das Wissen über Märkte und (potenzielle) Urlauber auf Basis professioneller Marktforschung zu sichern und weiter auszubauen. Um dies zu erreichen, führen wir eigene Studienreihen wie T-MONA oder Länderstudien durch, beteiligen uns an etablierten Umfragen (z.B. Deutsche Reiseanalyse), analysieren Statistiken zum nationalen und internationalen Tourismus, führen Ad-Hoc-Forschungsprojekte (Spezialstudien) durch und beschäftigen uns mit den Auswirkungen gesellschaftlicher Trends auf den Tourismus.

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Pro & Contra im Oktober: Erlebniswelten in der Natur
Immer öfter werden Wanderwege mit künstlich geschaffenen Erlebniswelten (etwa Märchen- oder Wasserwelten) "aufgepeppt". Eine willkommene Abwechslung oder unnötig?

Pro

Als Kind war ich oft wandern, ach war ich oft wandern. Jedes Wochenende musste ich in der freien Natur verbringen. Ich kenne alle möglichen Wiesenblumen, zig Schwammerlarten, kann Nadelbäume unterscheiden und weiß mich im Wald behände zu bewegen ohne Tieren oder Pflanzen Leid zuzufügen. Ich kann mit Worten wie Baumgrenze etwas anfangen und weiß wie das Wetter wird, wenn der Gipfel einen Hut hat. Und ich hab‘ so genug davon!

Ich weiß gar nicht, wie ich diese unendliche Langeweile, die sich über mein Gemüt stülpt, beschreiben kann, damit irgendein anderer Mensch verstehen kann, was ich empfinde, wenn es heißt: „Wir gehen in die Natur:“ Das erste Mal einen Herrenpilz finden, war super, das zweite Mal auch noch und dann …. Langeweile!

Und nun kommen die Erlebniswelten daher und ich muss sagen, diese bringen sogar einen Natur-aversen Menschen wie mich wieder in die Berge und an die frische Luft. Denn ich kenne sie noch nicht. Sie sind großteils ganz erfrischend gestaltet, bieten Abwechslung, stellen themenabhängig auch Informationen bereit, bieten Gelegenheit Neues auszuprobieren, sind kindersicher angelegt und trotzdem so weitläufig, dass man nicht aufeinander klebt. Aus natürlichen Materialien gestaltet, der Umgebung angepasste Wege und Attraktionen, ruhige Orte zum Entspannen und Beobachten und außerdem immer auch Hütten und Restaurants, sodass man sich um die Verpflegung im Vorhinein nicht zu kümmern braucht. So eine Erlebniswelt ist für mich wie die Karotte für den Esel beim Aufstieg. Nur habe ich den Vorteil, dass ich die Erlebniswelt dann auch gleich genießen kann, sobald ich sie erreicht habe. rr

Contra

Eine Erinnerung an meine Kindheit: Es war Sonntag, endlich ausschlafen! Weit gefehlt. Die Familie beschloss, einen Berg zu erklimmen und das selbstverständlich im Morgengrauen. Sie wissen schon „Im Frühtau zu Berge…“. Die Begeisterung war nachvollziehbarer Weise gedämpft, aber kein Jammern half. Die Brote wurden geschmiert und in den Rucksack meines Vaters gemeinsam mit Wasserflasche und Flachmann (von dem ich wenig hatte) gestopft. Und los ging es! Die erste halbe Stunde war ich nicht ansprechbar, aber bald schon zeigte die frische Luft ihre Wirkung. Und mein Vater, ein Kind der Berge, verstand es meisterlich, uns mit Geschichten aus der Natur abzulenken. Ich erinnere mich an vielzählige Wunder, die er uns bei unseren Wanderungen zeigte. Wie man aus Kleeblüten Honigähnliches heraussaugen konnte, wie Sauerampfer schmeckte, wie man auf Grashalmen Melodien blies und in den Pausen Staudämme an Bächen baute. Das alles hat ausgereicht, um uns stundenlange Wanderungen zu versüßen und heute als Mutter von zwei Kindern profitiere ich immer noch von diesem Wissen.

Zugegebenermaßen ist die Wander-Motivation meiner Kinder enden wollend und aussichtsreiche Anwärter auf die goldene Wandernadel sind sie sicher nicht, aber wenn mir ab und zu etwas einfällt, was mir mein Vater damals gezeigt hat, so sehe ich in staunende Gesichter und freue mich an ihrem Entdeckungsgeist. Ich gestehe, auch ich war mit meinen Kindern auf Märchenwegen und Heidialmen unterwegs und sie haben durchaus ihre Berechtigung, aber die Natur ist so ein wunderschöner Spielplatz. Und vielleicht können wir dies unseren Kindern auch vermitteln. gw

Pro
57 %
Contra
43 %

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