Tourismusforschung

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Aufgabe der Tourismusforschung ist es, das Wissen über Märkte und (potenzielle) Urlauber auf Basis professioneller Marktforschung zu sichern und weiter auszubauen. Um dies zu erreichen, führen wir eigene Studienreihen wie T-MONA oder Länderstudien durch, beteiligen uns an etablierten Umfragen (z.B. Deutsche Reiseanalyse), analysieren Statistiken zum nationalen und internationalen Tourismus, führen Ad-Hoc-Forschungsprojekte (Spezialstudien) durch und beschäftigen uns mit den Auswirkungen gesellschaftlicher Trends auf den Tourismus.

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Pro & Contra im Juni: Für Wanderwege zahlen

An Parkeintrittsgebühren haben wir uns gewöhnt. Jetzt gibt es aber auch immer mehr Wanderwege, für die ein kleiner Obolus zu bezahlen ist. Nötig oder entbehrlich? Wie sehen Sie das?

Pro

Als Kind war ich davon überzeugt, dass die Schilder bei den Wanderwegen und die bunten Markierungen von anderen, freundlichen Wanderern gemacht wurden, die den Unwissenden unter den Wanderern die Suche nach dem Weg erleichtern wollten.

Von dieser Vorstellung habe ich mich verabschiedet. Mittlerweile weiß ich, dass es extra dafür Menschen gibt, die sich darum zu kümmern haben. Auch die Pflege der Wege übernimmt nicht die Natur, denn die Natur selbst braucht auch Pflege, wofür wiederum andere Menschen zuständig sind. Kurzum, es sind viele Menschen damit beschäftigt, dass wir Wanderer sicher von A nach B in wohlgesonnener Natur kommen.

Ich finde, dass wir für diese Arbeit auch ruhig zahlen können. Es kommt eher auf die Organisation an. Was mir widerstrebt, wäre bei jedem Wegerl extra ein paar Euros hergeben zu müssen. Lieber wären mir ein paar offizielle „Eingänge“ in ein Naturareal, in dem man sich dann frei bewegen kann und nicht anfängt zu überlegen, ob man aus Kostengründen lieber nicht die Route wechselt. Ich will aber nicht verhehlen, dass ich mir dann auch Service bei den Eingangsbereichen erwarten würde: Sanitäranlagen, Versorgungsmöglichkeit mit Proviant und all der Dinge, die man vergessen kann oder auch immer schon gesucht hat. Und ich würde mir eine Fülle an Informationen über das Gebiet, die Besonderheiten, über Verhaltensregeln in der freien Natur, über die Vorsichtsmaßahmen und diverse Notrufmöglichkeiten wünschen. Genauso wie ich vor Ort das Angebot zu geführten Wanderungen vorfinden möchte.

Sonst glaube ich lieber wieder an die anderen freundlichen Wanderer, die die Bäume so hübsch bunt anmalen. rr

 

Contra

Prinzipiell habe nichts dagegen, einen kleinen Obolus für Wanderwege zu bezahlen. Für Strecken, die schwer zu bewirtschaften sind und Steighilfen, Geländer oder sonstige Sicherheitsvorkehrungen aufweisen, finde ich es fair, hier etwas zu verlangen. Aber für eine Wander-, Spazier- oder Laufstrecke zu bezahlen, nur weil sie sich in der Natur/im Wald befindet? Das wirkt auf mich so, als würde man für das Betreten der Natur Eintrittsgeld bezahlen. Ein befremdlicher Gedanke. Das Bewegen in der Natur (das uns ja die Ärzte und auch die Psychologen empfehlen, damit wir Körper und Geist gesund halten) wird damit zu einer kostenpflichtigen Freizeitbeschäftigung und für so manche mehrköpfige Familie auch schnell zu einem Kostenfaktor.

Auch die Umsetzung derartiger Kassiereinrichtungen macht mir Sorgen. Steht dann am Anfang eines jeden Weges ein Hüttchen mit einem Kassier, der das Geld entgegennimmt? Besteht dann nicht die Gefahr, dass sich auch gleich ein Lebensmittelkiosk und ein Getränkewagen dazu gesellen? Vielleicht auch noch ein Souvenirladen? Und wenn kein Mensch vor Ort ist, säumen dann metallene Drehkreuze oder Gebührenautomaten unsere Wanderwege? Oder wird die Strecke dann ab 17:00 Uhr gesperrt? Klingt alles etwas absurd.

Bei Wanderungen denke ich an Natur, Bäume, Almen, Wiesen, Blumen, Tiere und schöne Picknick-Plätze zum Rasten (gerne auf der Wiese). Drehkreuze, Kassierhäuschen, Automaten und Kioske kommen in meinem Bild nicht vor. Und ich hoffe das bleibt so, damit sich auch künftige Generationen an der Natur pur erfreuen können – und das kostenfrei wann immer und so oft sie möchten. mm

 

 

 

Pro
33 %
Contra
67 %

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