Slowenien Tourismusausblick

Slowenien: Tourismusausblick

Juli 2021: langsam kommt die „Normalität“ zurück – Dienstleistungssektor hat höchste Arbeitslosenrate – Sport im Freien noch wichtiger im Urlaub – Urlaubsplanung beginnt bereits

Umfangreiche Lockerungen

Die slowenische Regierung hat am 15. Juni den Notstand aufgehoben. Reisen ist wieder ohne Einschränkungen möglich: Seit 19. Juni befindet sich ganz Österreich bei der Einreise nach Slowenien auf der „grünen Liste“. Personen mit Wohnsitz in Österreich (die beweisen können, dass sie sich die letzten fünf Tage ununterbrochen in Österreich aufgehalten haben) können ohne weitere Auflagen (PCR-Test, Quarantäne oder Impfung) nach Slowenien einreisen. Seit 10. Juni ist eine Registrierung („Pre-Travel Clearance“) bei der Einreise aus Slowenien nach Österreich nicht mehr notwendig, wenn ein 3-G-Nachweis vorgelegt werden kann. In Slowenien wurden bislang 257 001 COVID-19-Infektionen erfasst, bei 4 415 coronabedingten Todesfällen (Stand: 22. Juni 2021). Dies entspricht einer Infektionsrate von 12,36 % sowie einer Todesrate von 1,7 %. Im Durchschnitt der letzten sieben Tage wurden 76 Neuinfektionen pro Tag erfasst. Innerhalb der letzten Woche wurden in Slowenien 25,7 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner*innen gemeldet (7-Tages-Inzidenz). In Slowenien wurden bislang 799 225 COVID-19-Erstimpfungen durchgeführt (Stand: 20. Juni 2021). Dies entspricht einer Impfquote bei den Erstimpfungen von 38,44 %. Vollständig geimpft sind 28,61 % der Bevölkerung. Obwohl der Notstand aufgehoben wurde, wurden einige Corona-Restriktionen verlängert: Es gilt Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen. Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe, alle Geschäfte sowie Museen, Galerien, Kinos, sonstige kulturelle Einrichtungen und touristische Sehenswürdigkeiten dürfen landesweit geöffnet sein. Es gilt eine maximale Auslastung von 75 % der Kapazitäten bei kulturellen und sportlichen Veranstaltungen im Innen- und Außenbereich, in Casinos und bei Kongressen. Das Leben kehrt zu der Normalität zurück, die Bevölkerung ist diesbezüglich positiv gestimmt.

Konjunkturelle Wiederbelebung

Die Corona-Pandemie hat die mehrjährige Phase kräftigen Wirtschaftswachstums in Slowenien beendet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging 2020 real um 5,5 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Die konjunkturelle Wiederbelebung wird in Slowenien 2021 und 2022 mit 4,9 und 5,1 % kräftiger ausfallen als im Euroraum (4,3 und 4,4 %). Für 2021 und 2022 erwartet die Europäische Kommission einen kräftigen Anstieg des privaten Verbrauchs um 4,4 beziehungsweise 5,6 %. Die Pandemie hat den Konsum stark sinken lassen. Dazu haben auch die Einschränkungen im öffentlichen Bereich beigetragen, die den Handel schwer getroffen haben. Sloweniens Arbeitslosenquote belief sich im Dezember 2020 auf 5,1 %. Dank der Maßnahmen, die die Regierung für den Arbeitsmarkt setzte, allen voran Kurzarbeit und Arbeitsfreistellung, konnten 300 000 Arbeitsplätze gerettet werden. Aufgrund der Kosten der Anti-Corona-Hilfspakete wuchs das Haushaltsdefizit und dürfte für 2020 bei rund 3,5 Milliarden Euro (9,3 %) liegen. Die Gesamteinnahmen des slowenischen Staates betrugen 9 Milliarden Euro (+10 %), während sich die Gesamtausgaben auf 12,6 Milliarden (+27 %) erhöhten. Die Staatsverschuldung stieg dadurch auf 37,7 Milliarden Euro bzw. 82,4 % des BIP an. Die Bonität des Landes leidet nicht unter dieser Entwicklung: Moody’s bewertet Slowenien seit Februar 2020 mit A3, Fitch seit Juli 2019 mit A und S&P seit Juni 2019 mit AA-. Somit ist es der Regierung möglich, weiterhin Staatsanleihen zu günstigen Konditionen auf dem Finanzmarkt zu platzieren.

Zuerst leicht erreichbare Destinationen

Zuerst leicht erreichbare Destinationen Die Slowen*innen haben vor der Pandemie eine sehr hohe Reiseintensität gezeigt. Die Sehnsucht nach Reisen besteht weiterhin. Nach der Öffnung werden die Slowen*innen im ersten Schritt leicht erreichbare Destinationen besuchen, die man in erster Linie mit Auto erreichen kann. Kurzfristige Entscheidungen werden in den ersten Monaten charakteristisch sein. Sportliche Aktivitäten im Freien waren schon vor der Pandemie sehr beliebt, jetzt werden diese noch bedeutender.

Individuelle Aktivitäten gefragter

Österreich hat ein sehr gutes Image, das Land wird ganz vorne auf der Urlaubsliste der Slowen*innen stehen. Die Slowen*innen werden in Österreich alles finden, was ihnen nach der Pandemie wichtig ist: unberührte Natur, saubere Umgebung, strikte Hygienemaßnahmen, vielfältiges Aktivangebot, Kultur und hervorragende Küche.

Inspirierende Inhalte mit Fakten

Die Slowen*innen wünschen sich eine sanfte Kommunikation mit inspirierenden Inhalten, aber kombiniert mit jeweils aktuellen Fakten. Jetzt werden auch konkrete Angebote gewünscht, die Reisetätigkeit beginnt bereits. Flexible Stornobedingungen sind ein Muss.