Slowenien Tourismusausblick

Slowenien: Tourismusausblick

April/Mai 2021: schrittweise Öffnung – BIP-Plus 2021 erwartet – Sport im Freien noch wichtiger im Urlaub – zukunftsgerichtete Kommunikation

Erste Lockerungen

Nach einem aus präventiven Gründen eingeführten strengen Lockdown zwischen 1. und 11. April 2021 lockerte Slowenien am 12. April 2021 die geltenden Bestimmungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. So entfällt die Maßnahme, dass die Bürger ihre jeweilige Region nur mit einer Ausnahmegenehmigung verlassen dürfen. Die nächtliche Ausgangssperre wurde aufgehoben. Kindergärten und Volksschulen, Galerien und Museen öffnen wieder. Auch gewisse Geschäfte und Dienstleistungen wie Friseursalons und Kfz-Werkstätten stehen wieder zur Verfügung. Die Terrassen werden zwischen 7-19 Uhr geöffnet.

Die vorbeugende Maßnahme des Selbsttests für Schüler und Grundschüler wird überlegt. Die Regierung wird versuchen, die Impfungen so umfassend wie möglich durchzuführen, um die Ungleichheiten in Bezug auf die Impfung vor den Ferien auszugleichen, wenn die Menschen wieder auf Reisen gehen. Zwei weitere Impfstoffe werden bei der Einreise akzeptiert: Sputnik V und Janssen.

Das Gesundheitsministerium bereitet zwei Apps vor. Die erste ging am 15. April 2021 in Betrieb und bietet Impfstellen, die Impfungen durchführen, administrative Unterstützung. Die zweite wird dazu beitragen, Transparenz bei der Umsetzung der Impfstrategie zu gewährleisten, und wird Ende April fertig sein. Aktuell befinden sich alle Bundesländer Österreichs − mit Ausnahme Vorarlberg − auf der „roten Liste“.

Allen Reisenden, unabhängig von der Staatsbürgerschaft, die aus Österreich (ohne Vorarlberg) nach Slowenien einreisen, wird eine zehntägige Quarantäne verordnet. Personen aus Vorarlberg können ohne Test und Quarantäne einreisen. Von der Quarantäne befreit sind Personen, die folgende Tests bzw. Dokumente vorweisen können:

  • ein negativer PCR-Covid-19-Test, nicht älter als 48 Stunden
  • einen Nachweis über einen auf SARS-CoV-2 positiven Befund (PCR-Test), der älter als 21 Tage, aber nicht älter als 6 Monate ist, oder ein ärztliches Attest, dass die Person eine COVID-19-Erkrankung überstanden hat und seit Ausbruch der Symptome höchstens 6 Monate vergangen sind
  • einen Nachweis, dass sie gegen COVID-19 geimpft wurden und dass seit der zweiten Verabreichung des Impfstoffes des Herstellers BioNTech/Pfizer mindestens sieben Tage, des Herstellers Moderna mindestens 14 Tage bzw. seit der ersten Verabreichung des Impfstoffes des Herstellers AstraZeneca mindestens 21 Tage vergangen sind.

Es werden grundsätzlich Test- und Impfnachweise anerkannt, die in einem EU- oder Schengen-Staat ausgestellt wurden.

Plus für 2021 erwartet

Das Statistikamt in Ljubljana meldete für 2020 einen realen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 5,5 %, saisonbereinigt sogar von 6,1 %. Am stärksten unter der Krise gelitten hat 2020 der private Verbrauch. Die Investitionen und die Warenausfuhren haben sich dagegen ab dem vierten Quartal 2020 wieder günstiger entwickelt. Die Europäische Kommission geht bereits für das laufende Jahr von einer konjunkturellen Erholung aus. Für 2021 prognostiziert sie ein reales BIP-Wachstum von 4,7 % und für 2022 von 5,2 %. Starke Impulse sollten vom Wiederaufbaufonds der EU kommen, aus dem Slowenien zwischen 2021 und 2027 Mittel in Höhe von 5,2 Milliarden Euro abrufen kann. Die Coronavirus-Krise zwang die Regierung zu einer finanziellen Unterstützung der Wirtschaft und der Gesellschaft. Bis Mitte Februar 2021 wurden acht Anti-Corona-Hilfspakete für insgesamt 8 Milliarden Euro auf den Weg gebracht.

Zuerst leicht erreichbare Destinationen

Die Slowenen haben vor der Pandemie eine sehr hohe Reiseintensität gezeigt. Die Sehnsucht nach Reisen besteht weiterhin, aber die aktuelle Lage erlaubt es nicht. Nach einer möglichen Öffnung werden die Slowenen im ersten Schritt leicht erreichbare Destinationen besuchen, die man in erster Linie mit Auto erreichen kann. Kurzfristige Entscheidungen werden in den ersten Monaten charakteristisch sein, sportliche Aktivitäten im Freien waren auch vorher sehr beliebt, jetzt werden diese noch bedeutender.

Individuelle Aktivitäten gefragter

Österreich hat ein sehr gutes Image, das Land wird ganz vorne auf der Urlaubsliste der Slowenen stehen. Die Slowenen werden in Österreich alles finden, was ihnen nach der Pandemie wichtig ist: unberührte Natur, saubere Umgebung, strikte Hygienemaßnahmen, vielfältiges Aktivangebot, Kultur und hervorragende Küche.

Inspirierende Inhalte mit Fakten

Die Slowenen wünschen sich eine sanfte Kommunikation mit inspirierenden Inhalten, aber kombiniert mit jeweils aktuellen Fakten. Langsam werden konkrete Angebote gewünscht, die Vorplanung beginnt bereits. Flexible Stornobedingungen sind ein Muss. Wichtig ist eine zukunftsorientierte Kommunikation.