Slowenien Tourismusausblick

Slowenien: Tourismusausblick

Nov./Dez. 2021: weitere Verschärfungen – Wirtschaftswachstum erwartet – Skifahren und „sanfte“ Aktivitäten – durch Bekanntgabe der Maßnahmen in Österreich kann geplant werden, trotzdem kurzfristige Buchungen erwartbar – flexible Stornobedingungen immer noch Thema

3-G-Regel in Kraft – weitere Verschärfungen

Am 15. September 2021 traten umfangreiche Änderungen der Verordnung zur Einschränkung der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie in Kraft, welche die 3-G-Regel (geimpft, getestet, genesen) im gesamten öffentlichen Leben des Landes einführten. Die 3-G-Regel gilt für alle Arbeitnehmer*innen, Selbstständige, Dienstleister*innen und Nutzer*innen von Dienstleistungen sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln und Einkaufszentren, in Banken, Postämtern, Tankstellen etc. Es gilt ein allgemeines Verbot von Versammlungen (inklusive Festen, Feiern, Hochzeiten, Kundgebungen), mit Ausnahme von Treffen im engsten Familienkreis bzw. von Angehörigen eines gemeinsamen Haushaltes. Öffentliche Kulturveranstaltungen sowie Sportveranstaltungen sind ausschließlich unter Einhaltung der 3-G-Regel und der Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen mit festen Sitzplätzen erlaubt, wobei zwischen den Besucher*innen ein Sitzplatz frei sein muss. Stoffmasken gelten nicht mehr als ausreichender Mund-Nasen-Schutz. Es muss eine OP- oder FFP2-Maske verwendet werden. Maskenpflicht gilt in allen geschlossenen öffentlichen Räumen wie auch in freien öffentlichen Plätzen, wenn der Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen Personen nicht eingehalten werden kann.

Die Bedingungen für die Einreise nach Slowenien wurden angeglichen: Die 3-G-Regel gilt für alle, ausgenommen sind Kinder unter 15 Jahren und deren Begleiter*innen, Doppeleigentümer*innen, Transitpassagier*innen, der internationale Güterverkehr, Menschen, die dringend eine ärztliche Versorgung benötigen, und Arbeitspendler*innen in Grenznähe (10 km). Vollständig geimpft sind 54 % der Bevölkerung, die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 1126 (Stand: 11.11.2021).

Konjunkturelle Wiederbelebung

Der IWF schätzte das BIP des Landes im Jahr 2020 auf -5,5 %. Da sich die globale Lage allmählich verbessern dürfte, wird für dieses Jahr ein Wachstum von 3,7 % und für 2022 von 4,5 % prognostiziert, und zwar dank einer Belebung des privaten Verbrauchs sowie einer Zunahme der Investitionen sowohl des öffentlichen als auch des privaten Sektors. Der Staatshaushalt wurde durch die Maßnahmen zur Abfederung der Auswirkungen der Pandemie belastet, die sich insgesamt auf rund 5,2 % des BIP beliefen (einschließlich Lohnausgleichszahlungen, der Befreiung von Renten- und Invaliditätsversicherungsbeiträgen, Tourismusgutscheinen, des monatlichen Grundeinkommens für Selbstständige und Landwirt*innen etc.). Die Arbeitslosigkeit war in den letzten Jahren rückläufig, stieg jedoch im Laufe des Jahres 2020 auf 5,1 % an (gegenüber 4,4 % im Vorjahr). Der Arbeitsplatzabbau konzentrierte sich weitgehend auf einige Dienstleistungssektoren. Die Arbeitslosenquote wird den Prognosen zufolge in diesem Jahr 5,4 % und im Jahr 2022 5 % erreichen (IWF, Stand: April 2021). Nach den jüngsten Daten von Eurostat sind 14,4 % der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, was deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 21,1 % liegt.

Weiterhin leicht erreichbare Destinationen, aber die Palette wurde breiter

Die Slowen*innen haben vor der Pandemie eine sehr hohe Reiseintensität gezeigt. Die Sehnsucht nach Reisen besteht weiterhin. Nach der Öffnung haben die Slowen*innen im ersten Schritt vor allem Destinationen besucht, die man leicht mit dem Auto erreichen kann. Kurzfristige Entscheidungen werden in den nächsten Monaten charakteristisch sein. Sportliche Aktivitäten im Freien waren schon vor der Pandemie sehr beliebt, jetzt werden diese noch bedeutender. Skifahren, aber auch „sanfte“ Aktivitäten im Winter werden wieder stärker gebucht. Flexible Stornobedingungen sind bei der Buchung entscheidend. Trotz einer langsamen Lockerung der weltweiten Reisebeschränkungen wird das Flugangebot am Flughafen Ljubljana immer größer. Die Passagier*innen können 14 Ziele mit ebenso vielen regulären Fluggesellschaften anfliegen. Der Flughafen von Ljubljana ist seit September erstmals mit einer direkten Flugverbindung in die Vereinigten Arabischen Emirate verbunden. Die Fluggesellschaft flydubai hat Flüge nach Dubai eingerichtet und bietet drei Flüge pro Woche zu dem verkehrsreichen Drehkreuz an, über das die Passagier*innen in alle Teile der Welt weiterreisen können.

Endlich wieder Skifahren

Österreich hat ein sehr gutes Image, das Land steht ganz vorne auf der Urlaubsliste der Slowen*innen. Die Slowen*innen finden in Österreich alles, was ihnen nach der Pandemie wichtig ist: unberührte Natur, saubere Umgebung, strikte Hygienemaßnahmen, vielfältiges Aktivangebot, Kultur und hervorragende Küche. Die Slowen*innen sind begeisterte Skifahrer*innen. Österreich ist die wichtigste Winterdestination für sie. Die angekündigten österreichischen Wintermaßnahmen ermöglichten sowohl der Reisebranche als auch den Gästen eine Vorplanung, die Buchungen werden aber eher kurzfristig und abhängig von der aktuellen Situation erfolgen. Die aktuelle Regelung bedeutet momentan ein Problem für die Familien mit Kindern.

Wieder buchbare Angebote – aktuelle Sicherheitsinformationen

Die Slowen*innen wünschen sich jetzt konkrete und aktuelle Informationen über die Reisebedingungen und die aktuellen Maßnahmen. Jetzt werden konkrete Angebote gewünscht, die Planung beginnt bereits. Flexible Stornobedingungen sind ein Muss.