Südostasien Tourismusausblick

Südostasien: Tourismusausblick

Herbst 2022: am Weg der Erholung – vergleichsweise geringe Inflation – fotogene Orte – Rundreisen – Fotos und Videocontent

Geringere Inflation als in Europa

Das Thema COVID-19 verschwindet zunehmend aus der öffentlichen Wahrnehmung. Zwar tragen die Bewohner*innen meistens noch sehr diszipliniert ihre Masken, allerdings sind die Ansteckungsfälle unter Kontrolle. Der Ukraine-Krieg wird zwar beobachtet, findet aber medial wesentlich weniger Niederschlag als in Europa. Die Inflation hält sich im Vergleich zu Europa einigermaßen in Grenzen. Preiserhöhungen finden zwar statt, allerdings in einem geringeren Ausmaß als in der westlichen Welt. Insgesamt befinden sich alle Länder Südostasiens auf einem Weg der Erholung. Ein Nachholbedarf im Tourismus und bei Veranstaltungen ist feststellbar, zahlreiche Branchen boomen regelrecht. Auch die internationalen Beziehungen mit westlichen Ländern werden intensiviert. Die Besuchsdiplomatie aus Europa hat in den letzten Monaten stark zugenommen. Aufgrund der geopolitischen Situation (Stichwort: China) reisen vermehrt Minister*innen und Regierungsoberhäupter nach Indonesien, Singapur und Thailand.

Gute Wirtschaftssituation

Die Stimmungslage ist in allen südostasiatischen Ländern gut, da nach der Eindämmung der Coronapandemie ein starker Aufschwung zu bemerken ist. Nach einem COVID-19-bedingten Knick bei der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2020 liegt das BIP aller südostasiatischen Länder bereits wieder sehr klar über jenem aus Vor-Corona-Zeiten. Es werden in den nächsten Jahren starke wirtschaftliche Zuwächse erwartet. Südostasien knüpft damit an die starken Entwicklungen an, von denen es bis 2019 geprägt war. Die Diversifizierung der westlichen Staaten in puncto Außenhandel und Investitionen (Stichwort: China) kommen Südostasien zugute. Auch der für die Region so wichtige Incoming-Tourismus schwingt sich nach der Aufhebung der Reiserestriktionen zu alten Höhen auf. Die Preise für touristische Leistungen steigen stark, teilweise haben sich die Preise im Vergleich zu 2021 vervielfacht.

Lust auf Reisen steigt

Das Urlaubsinteresse ist mit dem Wegfall der Reiserestriktionen stark angestiegen. Auch Europa-Reisen werden wieder stark nachgefragt. Momentan sind die südostasiatischen Reisenden die stärkste Urlauber*innen-Gruppe aller Asia-Pacific-Märkte in Österreich. Im Fokus stehen nach wie vor Rundreisen, die sich an den klassischen Stationen wie Wien, Salzburg und Hallstatt orientieren. Viele Touren kombinieren Österreich mit dem benachbarten Ausland wie Tschechien, Ungarn oder Deutschland. Aufgrund der nach wie vor verknappten Flugverbindungen sind die Preise für die Touren verhältnismäßig hoch. Eine Entspannung wird mit dem Anstieg der Flugverbindungen erwartet.

Suche nach Geheimtipps

Österreich ist ein gut nachgefragtes Reiseziel unter südostasiatischen Reisenden, allerdings zählt es noch nicht wie die Schweiz, Frankreich oder Italien zur obersten Liga, was die Reisepräferenzen betrifft. Das Image Österreichs in Südostasien ist nach wie vor stark vom historischen und kulturellen Erbe geprägt. Nachgefragt werden aber landschaftlich reizvolle Gegenden mit Dörfern, Seen und Bergen als Kulisse. Stets sind die Reisenden auf der Suche nach fotogenen „Points of Interest“ und vermehrt nach sogenannten Geheimtipps, also Orten, wo ihre Landsleute noch nicht waren.

Auch Essen und Getränke interessant

Fotos und Videocontent mit landschaftlich und architektonisch reizvollen Motiven werden besonders geschätzt. Auch das Thema Essen und Getränke zieht in Asien immer. In puncto Tonalität ist – abgesehen von den aktuellen COVID-19-Regeln – keine besondere Rücksicht auf die Pandemie zu nehmen.