Slowenien Tourismusausblick

Slowenien: Tourismusausblick

Herbst 2022: Rezessionsprognose – Kaufkraftverlust – kurzfristige Entscheidung in den nächsten Monaten – unberührte Natur, saubere Umgebung in Österreich beliebt – Angebote jetzt wichtiger

Energiekrise und Zurückhaltung bei Urlaubsbuchungen in Slowenien

Eines der wichtigsten Themen ist die Energiekrise: Mit dem Ziel, die Folgen der Energiekrise für die Bürger*innen vor Beginn der Heizsaison abzumildern, wurde eine Neuregulierung der Heizölpreise beschlossen. Nach dem Vorbild der Preise für 95-Oktan-Benzin und Diesel außerhalb des Autobahnnetzes wird wieder eine Preisregulierung für Heizöl eingeführt. Die Preise werden nach einer speziellen Formel berechnet, die Marge der Händler wird auf maximal acht Cent pro Liter begrenzt.

Die gesamte slowenische Tourismusbranche ist, sowohl was den Rest des Jahres 2022 als auch was das Jahr 2023 betrifft, besorgt, da die Marktreaktionen für die Herbst/Winter-Periode noch zurückhaltend sind. Rezessionsprognosen, Kostensteigerungen, die Situation in der Ukraine und die offene Lage des epidemiologischen Bildes in den kälteren Monaten wirken sich auf die Zurückhaltung bei Gästereservierungen aus, Kapazitäten für die Herbst- und Winterperiode werden im Vergleich zu den Vorjahren deutlich langsamer gefüllt.

Herbstprognose der Wirtschaftsentwicklung 2022 der slowenischen Regierung

Deutliche Abschwächung des Wirtschaftswachstums, große Unsicherheit durch die Situation auf den Energiemärkten. In der Herbstprognose prognostiziert das Institut für makroökonomische Analyse und Entwicklung (IMAD) für dieses Jahr ein BIP-Wachstum von 5 %, das sind 0,8 Prozentpunkte mehr als im Frühjahr vorhergesagt, was vor allem auf ein höheres Wachstum des privaten Verbrauchs zurückzuführen ist. Ein Rückgang des privaten Konsums wird erwartet, der vor allem auf den Rückgang der Kaufkraft der Bevölkerung unter den Bedingungen einer hohen Inflation zurückzuführen ist. Trotz der erwarteten Verlangsamung dürfte die Inflation bis zum Ende dieses Jahres hoch bleiben (10,96 %, August 2022) und im nächsten Jahr durchschnittlich rund 6 % betragen, wobei sie gegen Ende des Jahres allmählich zurückgehen wird. Die Beschäftigung wird weiter zunehmen, und die Arbeitslosigkeit wird bis zum Ende dieses Jahres weiter zurückgehen. Im nächsten Jahr erwartet das IMAD eine deutlich geringere Beschäftigungsintensität, die sich in der zweiten Jahreshälfte beschleunigen dürfte.

Flexible Stornobedingungen

Die Slowen*innen haben vor der Pandemie eine sehr hohe Reiseintensität gezeigt. Die Sehnsucht nach Reisen besteht weiterhin. Nach der Öffnung haben die Slowen*innen im ersten Schritt vor allem Destinationen besucht, die man leicht mit dem Auto erreichen kann. Kurzfristige Entscheidungen werden auch in den nächsten Monaten charakteristisch sein. Flexible Stornobedingungen sind bei der Buchung entscheidend. Das Angebot am Flughafen Ljubljana wird immer größer. Der Flughafen Ljubljana ist durch eine direkte Flugverbindung mit den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Dubai, mit dem verkehrsreichen Drehkreuz verbunden, über das die Passagier*innen in alle Teile der Welt weiterreisen können.

Ski, Aktivangebot, Kultur und Kulinarik

Österreich hat ein sehr gutes Image, im Winter ist Österreich die wichtigste Skidestination. Die Slowen*innen finden in Österreich alles, was ihnen nach der Pandemie wichtig ist: unberührte Natur, saubere Umgebung, strikte Hygienemaßnahmen, vielfältiges Ski- und Aktivangebot, Kultur und hervorragende Küche. Die einfache Anreise und die Möglichkeit, sich spontan entscheiden zu können, bedeuten einen Vorteil für Österreich.

Buchbare Angebote und Inspiration

Die Normalität kehrt Schritt für Schritt zurück, daher sollte auch die Kommunikation geändert werden. Die Reiseinformationen sind weiterhin wichtig, die Inspiration, die Darstellung der Möglichkeiten, die buchbaren Angebote sollten in den Vordergrund rücken.