Slowakei Tourismusausblick

Slowakei: Tourismusausblick

Herbst 2022: Maßnahmen erst geplant – Preisanstieg Lebensmittel: 19 % – mehr Interesse an Inlandsurlaub bzw. Nahdestinationen – mehr in Richtung Ferienwohnung und Bauernhof – Angebote in den Vordergrund

Viele Krisen

Die Energiekrise und die Inflation verschärfen die politischen Streitigkeiten, mehrere Politiker*innen meinen, dass vorgezogene Wahlen die einzige Lösung für die Regierungskrise sind. In den kommenden Tagen werden Vorschläge für Maßnahmen vorgelegt, man will eine Preisobergrenze einführen, aber es wurden bisher keine Einzelheiten genannt. COVID-19 ist momentan kein großes Thema mehr in den Medien.

Wirtschaftswachstum gedämpft

Laut slowakischem Statistikamt hat sich die Wirtschaft der Slowakischen Republik im zweiten Quartal 2022 verlangsamt, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 1,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Wachstum der slowakischen Wirtschaft wurde vor allem von der inländischen Nachfrage getragen, die von der Konsumnachfrage gebildet wurde.

Die Gesamtbeschäftigung erreichte im Berichtszeitraum 2,43 Millionen Menschen. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2021 stieg sie um 2,4 %. Für August 2022 lag die Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 14,1 %. Darunter fallen insbesondere die Bereiche Energie (+19,3 %) und Nahrungsmittel (+21 %).

Interesse am Skifahren

Das Bedürfnis nach Winterurlaub ist sehr groß. Einige Änderungen kann man gut beobachten: Der Anteil der individuellen Buchungen hat sich stark erhöht, und diese Tendenz wird bleiben. Inlandsurlaub wurde stärker nachgefragt, das Interesse an Nahdestinationen hat sich deutlich erhöht. Bei den Buchungen spielen die Stornobedingungen eine wichtige Rolle, die Entscheidungen werden weiterhin sehr kurzfristig getroffen. Wegen der unsicheren Aussichten (Energiepreise, Inflation) werden die Urlaube vorsichtiger geplant. Obwohl man über COVID-19 momentan nicht spricht, herrscht Unsicherheit, ob im Herbst/Winter eine neue Welle kommt.

Große Chancen

Österreich hat ein sehr gutes Image, ist geografisch leicht erreichbar, eine Reise nach Österreich kann man auch spontan planen. Außerdem kennen viele das Land sehr gut. Die Buchungen haben sich in Richtung Ferienwohnung und Bauernhof verschoben, man braucht mehr individuellen Freiraum und die Familien reisen gern zusammen.

Änderung der Kommunikation

Die Normalität kehrte zurück – dies sollte auch die Kommunikation ändern. Die Reiseinformationen sind weiterhin wichtig, aber die Inspiration, die Darstellung der Möglichkeiten, die buchbaren Angebote sollten schon in den Vordergrund rücken.