Polen Tourismusausblick

Polen: Tourismusausblick

Herbst 2022: Inflation und Energie – Inflation hoch – evtl. Einsparungen bei Aufenthaltsdauer – Autoanreise bevorzugt – Luxusreisen stiegen

Normalität entsteht

COVID-19 ist seit Monaten kein Thema mehr und es wird auch nicht über Maßnahmen im Herbst/Winter gesprochen. In Bezug auf die Ukraine ist eine gewisse Normalität eingekehrt und ein beachtlicher Teil der drei bis vier Millionen durch die Ukraine-Krise nach Polen gekommenen Menschen hat vorübergehend im Land Fuß gefasst. Ein großes gesellschaftliches Thema ist die hohe Inflation sowie das Energiethema (Knappheit und steigende Preise). Im täglichen Leben sind allerdings bisher keine Einschnitte zu bemerken. Restaurants und Shopping-Malls sind voll wie eh und je, und auch das Urlaubsbedürfnis im Sommer war groß und wurde ausgelebt. In öffentlichen Einrichtungen und Bürogebäuden gibt es allerdings staatlich verordnete Energiesparmaßnahmen für den Herbst/Winter.

Gutes Wirtschaftswachstum. Kaum Arbeitslosigkeit. Hohe Inflation.

Das BIP-Wachstum in Polen soll 2022 4,6 bis 5 % betragen. Die Arbeitslosigkeit ist mit 4,9 % die niedrigste seit 30 Jahren. In den für Urlaub in Österreich wichtigen Ballungsräumen ist die Quote noch deutlich geringer. Gleichzeitig lag im August die Inflation bei 16,1 % und die Energiekrise sorgt für eine ungewisse Herbststimmung. Bis jetzt hat sich dies in den Tourismuszahlen nicht niedergeschlagen und in der aktuellen Sommersaison verzeichnet Österreich ein Nächtigungsplus von 13,7 % gegenüber 2019.

Urlaubsinteresse gegeben

Das Urlaubsinteresse ist sehr groß, die Sehnsucht nach Urlaub enorm. Die bisherigen Sommerergebnisse in Richtung Österreich sprechen für sich. Für den Winter ist davon auszugehen, dass Buchungen kurzfristiger erfolgen und eventuell Einsparungen durch eine kürzere Aufenthaltsdauer erfolgen. Auf den Urlaub verzichten möchte die Zielgruppe allerdings nicht.

Anreiseart wird wichtiger

Die Einstellung zum Reisen nach Österreich hat sich nicht geändert. Österreich steht für Qualität. Es ist anzunehmen, dass die eigene Anreise eine noch wichtigere Rolle spielen wird.

Wie soll momentan kommuniziert werden?

Während der Coronazeit verzeichneten Luxusreisen einen starken Anstieg. Dies wäre ein neues Segment für die Positionierung Österreichs. In der allgemeinen Kommunikation sollten aber Sonderangebote bzw. Angebote mit gut kalkulierbaren Preisen (all inclusive) in den Vordergrund gestellt werden.