Wandern in Pyhrn-Priel

Sommeraussichten Belgien

Belgien Sommeraussichten 2018

Gute Wirtschaft - Reisetrends: Back to Basics, Mate-escapes, unbekanntere Städte - Kreuzfahrten für Jüngere - gute Anbindung an Urlaubsort von Vorteil

Gute Wirtschaftslage

Prognosen zufolge soll die belgische Wirtschaft 2018 um 1,8 % wachsen. Besonders stark legen Außenhandel und Investitionen zu. Das preisbereinigte BIP wird wie im Vorjahr um 1,7 % steigen, das Wachstum dürfte sich aber in den kommenden Jahren leicht verlangsamen. Die Strukturreformen der letzten Jahre tragen Früchte: Es wird damit gerechnet, dass die Arbeitslosenquote weiter sinkt und sich 2018 bei 7 % einpendelt. Die im Vorjahr von 1,8 % auf 2,2 % nach oben revidierte Inflationsrate (Energiepreisentwicklung) soll heuer bei 1,6 % liegen. Gesetzte Einsparungsmaßnahmen zeigen Wirkung, die belgische Staatsverschuldung ist rückläufig.

Reisetrends: Fitcation, Mate-Escapes, back to basics

Schlagworte für die belgischen Reisetrends 2018 sind fit bleiben und entdecken. Der belgische Blog von Travel-Experts sieht darin vornehmlich einzigartige Erfahrungen. Statt stundenlang einkaufen zu gehen und am Stand zu liegen ist es angesagt aktiv zu sein, bei Einheimischen zu übernachten und mit ihnen zu essen. Das Sammeln von Erfahrungen ist wichtiger als der Kauf von Souvenirs. Bei Städten wird ein Bogen um Standard-Citytrip-Destinationen gemacht. Unbekanntere Städte, aber auch aus TV-Serien bekannte Destinationen sind „in“.

„Fitcation“, der Fitness- und Adventure Urlaub, liegt im Trend. Dazu zählen ruhige Wander- oder Radferien, die mit Action wie Boot-/Kajakcamps kombiniert werden. „Mate-Escapes“, das Vereisen mit Freunden, um Zeit mit ihnen zu verbringen und gemeinsame Erinnerungen zu schaffen, aber auch „Back to the Basics“, das Zurückreisen in die Vergangenheit, an Orte in denen man als Kind war, gehören zu den Urlaubstrends 2018. Weiterhin hoch im Kurs sind Kreuzfahrten. Deren Anbieter zielen nicht mehr nur auf die Altersgruppe der Senioren, sondern mit alternativen Angeboten auf das Segment der jüngeren Generationen.

Mobilität, Buchungsverhalten und Konkurrenten

Die Belgier planen ihren Urlaub immer kurzfristiger. Der allgemeine Trend zu häufigeren, aber kürzeren Urlauben besteht weiterhin. Speziell bei Kurzurlauben ist die gute Anbindung zur Urlaubsdestination besonders wichtig. Die Reiseveranstalter Thomas Cook und TUI zeigen sich vom extrem gut verlaufenen Ostergeschäft schwer beeindruckt. Sowohl bei den Oster- als auch bei den Sommerreisen gibt es einen großen Gewinner: die Flugreise. Regionalflughäfen und der belgische Hauptflughafen weisen mehrstellige Zuwachsraten auf. Das Buchungsverhalten ist ähnlich wie im Vorjahr. Ein großer belgischer Tour Operator (TO) geht von einer positiven Entwicklung/Ergebnis aus. Die im Vorjahr als große Unbekannte gehandelte Türkei steht zu Ostern, aber auch im Hinblick auf den Sommer, als großer Gewinner da. Die Destinationen Ägypten, Tunesien und Griechenland sind ebenfalls wieder auf dem Vormarsch. Diese Urlaubsländer profitieren vom wiedergewonnenen Vertrauen in die Sicherheit und punkten mit günstigen Angeboten, was den sinkenden Reisebudgets der Belgier sehr entgegenkommt. 

Bei der Autoanreise sind auch heuer wieder „Groene vakantie“, Ferien in intakter Umwelt und fernab von massenbevölkerten touristischen „Hotspots“, attraktiv für den Urlauber. In diesem Segment verzeichnen Slowenien und Kroatien Zuwächse aus Belgien. 

Die im Winter erstmals angebotene direkte Flugverbindung zwischen Antwerpen und Innsbruck (2x/Woche, Freitag und Montag) wird in der Sommersaison nicht bedient.