Laufend aktualisierte Einschätzung für die österreichische Tourismusbranche.
Stand: 19.03.2026
Geopolitische Spannungen wie der aktuelle Nahost-Konflikt wirken sich erfahrungsgemäß vor allem kurzfristig auf Reiseentscheidungen aus – etwa durch Zurückhaltung bei Buchungen oder eingeschränkte Flugverbindungen. Das sehen wir derzeit auch in einzelnen Märkten, insbesondere in den Golfstaaten. Strategisch bleiben diese jedoch für uns als Österreich Werbung relevant: Insbesondere Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate sind zentrale Wachstumsmärkte für Österreich.
Grundsätzlich ist der Tourismusstandort Österreich sehr stabil aufgestellt und breit diversifiziert. Mit einem starken Fokus auf europäische Herkunftsmärkte sowie wichtige Fernmärkte wie den USA und China. Vor diesem Hintergrund beobachten wir die derzeitige Entwicklung sehr genau, ohne zum jetzigen Zeitpunkt voreilige Schlüsse über mögliche Auswirkungen zu ziehen. China profitiert weiterhin von guten Direktverbindungen nach Europa, während andere asiatische Märkte stärker unter den Einschränkungen im Flugverkehr leiden, da zentrale arabische Drehkreuze derzeit nur eingeschränkt verfügbar sind. In den USA hängen mögliche Auswirkungen weniger mit der aktuellen geopolitischen Lage als vielmehr mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung zusammen.
Im letzten Jahr ist die Anzahl der amerikanischen Gäste in Österreich jedoch stark gestiegen. Wir setzen in der Marktbearbeitung für Gesamt-Österreich weiterhin auf Kontinuität und eine klare Positionierung Österreichs als sichere und qualitativ hochwertige Destination. Für den Sommer erwarten wir keine grundlegende Veränderung der Nachfrage-Struktur. Es wäre auch zu früh, diese jetzt bereits zu prognostizieren.