Südostasien Tourismusausblick

Südostasien: Tourismusausblick

April/Mai 2022: Märkte wieder offen – Flugverkehr nimmt zu – große Reisesehnsucht – gutes Reiseaufkommen erwartet – Kommunikation: B2B, Social Media

Weitere Normalisierung

Die Situation in Südostasien ist weiter auf einem sehr guten Weg. Mehr und mehr arrangiert man sich damit, mit dem Virus zu leben. Die Infektionszahlen liegen seit Wochen in einem mehr oder weniger konstanten Bereich, der die Gesundheitseinrichtungen nicht überlastet. Die Impfbereitschaft bzw. -quote ist nach wie vor sehr hoch. Die Disziplin beim Maskentragen ebenso. Mittlerweile sind alle südostasiatischen Märkte, die von der ÖW bearbeitet werden, wieder geöffnet. Die Ein- und die Ausreise gehen mehr oder weniger ungehindert vonstatten. Die Stimmung in der Bevölkerung nähert sich der aus der Zeit vor COVID-19 an. Corona ist nicht mehr das bestimmende Thema in den Nachrichten.

Wirtschaftssituation

Auch die wirtschaftliche Lage ist in den vom Tourismus geprägten Ländern auf dem Weg nach oben. Obwohl die Zahlen der touristischen Ankünfte, die vor Corona stark von China abhingen, noch lange nicht erreicht sind, ist doch klar, dass das touristische Volumen wieder stetig zunimmt. Auch der Flugverkehr und die Anzahl der Anbindungen legen stark zu. Geprägt ist die gesamte Region allerdings auch von der Tatsache, dass China nach wie vor „geschlossen“ ist. Zum einen fehlen die direkten wirtschaftlichen Verbindungen, zum anderen etablieren sich Städte wie Singapur und Bangkok durch den Ausfall Chinas immer mehr als Drehscheiben für die ausländischen Vertretungen multinationaler Unternehmen, die ihre Zentralen für Asien weg aus China verlegen.

Lust auf Reisen steigt

Das Reise- bzw. Urlaubsinteresse der wohlhabenden südostasiatischen Bevölkerung steigt stark. Zum Neujahrsfest der Tai-Völker, Songkran, das terminlich mit Ostern zusammenfällt, wird ein starker Inlandsreiseboom erwartet. In Singapur manifestiert sich nach der zweijährigen Reisepause der Wunsch nach dem GOAT (greatest of all trips). Die Reisesehnsucht ist groß, wenngleich der Ukraine-Krieg zu leichtem Zögern führt. Die zunehmenden Flugkapazitäten europäischer Airlines führen zu mehr Angebot und mehr Werbedruck, was internationales Reisen betrifft.

Reisen nach Österreich sind angelaufen

In Österreich werden nach wie vor die Klassiker wie Wien, Salzburg, Innsbruck und Hallstatt nachgefragt. Erste Gruppenreisen wurden bereits verkauft und umgesetzt. Bei einer gleichbleibenden Corona-Situation und ohne Eskalation des Ukraine-Kriegs ist mit einem verhältnismäßig guten Reiseaufkommen aus Südostasien zu rechnen.

Verstärkte Medienarbeit empfohlen

Mitbewerber wie die Schweiz sind bereits wieder mit sehr großen Aktivitäten unterwegs. Die Schweiz setzt zunehmend auf Südostasien als Alternative zum nach wie vor „geschlossenen“ China. Für die aktuelle Kommunikation empfehlen sich klassische B2B-Arbeit (Reisebranche), verstärkte Medienarbeit und kontinuierliche Botschaften in den Social-Media-Kanälen.