Rumänien Tourismusausblick

Rumänien: Tourismusausblick

April/Mai 2022: Corona nicht mehr im Vordergrund – keine Prognosen unter diesen Voraussetzungen möglich – großes Urlaubsbedürfnis, aber abwartend – Kommunikation an Umstände anpassen

Keine Normalisierung

Derzeit gibt es keine COVID-19-Sicherheitsmaßnahmen mehr. Die Zahl der COVID-19-Fälle ist in letzter Zeit stark zurückgegangen, obwohl die Zahl der erkrankten Kinder zuletzt gestiegen ist, weil die Maskenpflicht in den Schulen nicht mehr besteht. Aufgrund des Krieges in der Ukraine rückt die Corona-Pandemie aber bereits in den Hintergrund. Die humanitäre Krise an der rumänischen Grenze ist derzeit eines der Hauptanliegen in Rumänien. Rumänien übernimmt nach Polen die meisten Flüchtlinge: 600 000 Menschen sind bereits in Rumänien angekommen. Darüber hinaus wird die Republik Moldau mit aktuell fast 400 000 Flüchtlingen von Rumänien unterstützt. Die Zivilgesellschaft hat sich vorbildlich mobilisiert und unterstützt den rumänischen Staat. Die Menschen in Rumänien sind wie der Rest der Welt besorgt und hoffen auf ein baldiges Ende des Krieges.

Wirtschaftswachstum momentan stabil

Die Situation auf europäischer Ebene wird zunehmend unsicher. Daher ist es riskant, Finanzprognosen mitten in einem Krieg in Europa zu machen. Es ist klar, dass wir uns von nun an nicht mehr auf die gleiche Finanzdynamik und Prognosen wie zuvor verlassen können. Momentan ist die wirtschaftliche Entwicklung in Rumänien stabil.

Prinzipiell große Reiselust

Die Reiselust im Sommer dürfte in Rumänien groß sein, doch die aktuelle Lage lässt viele Bürger*innen fragen, wie die nähere Zukunft aussehen wird. Nach Gesprächen mit einigen rumänischen Reiseveranstaltern war die Rückmeldung, dass die Nachfrage in den letzten zwei Wochen sehr stark gestiegen ist. Nach der Krise zu Beginn des Krieges, als die Zahlen sanken, begannen die Menschen, sich an die Situation zu „gewöhnen“ und Pläne zu schmieden. Auch Kurzurlaube in den Städten stehen auf der Prioritätenliste ganz oben.

Österreich bleibt Wunschdestination

An der Einstellung zu Österreich als Urlaubsland hat sich seit der Pandemie nicht viel geändert. Für die Rumän*innen ist Österreich aufgrund des Angebots und der geografischen Nähe weiterhin eine Wunschdestination.

Angepasste Kommunikation

Der Ton und die Kommunikation müssen an die Krisenzeit angepasst werden.