Polen Tourismusausblick

Polen: Tourismusausblick

Nov./Dez. 2021: Pandemie wird „ignoriert“ – hohe Inflation – große Urlaubssehnsucht – sehr kurzfristig – konkrete Informationen gefragt

Steigende Erkrankungszahlen

Trotz steigender Infektionszahlen sind derzeit keine weiteren Maßnahmen außer der Pflicht, in geschlossenen Räumen einen Mund-Nasen-Schutz (keine FFP2-Maske) zu tragen, geplant.  Wobei schärfere Maßnahmen von der Bevölkerung nicht mitgetragen werden würden. Besonders gestiegen sind seit Schulbeginn die Infektionszahlen bei Kindern. Trotzdem herrscht in Polen eine sehr große Skepsis gegenüber der Impfung von Kindern. Grundsätzlich ist die Stimmung in der Bevölkerung gut, die Menschen feiern, gehen aus und die Pandemie wird mehr und mehr ignoriert.

BIP-Wachstum und Inflation

Die Europäische Kommission hat kürzlich für Polen ein BIP-Wachstum für 2021 von 4,9 % und für 2022 von 5,2 % prognostiziert. Im Gegenzug steigt die Inflationsrate sehr stark: Im Oktober lag sie bei knapp 7 %. Die die Pol*innen investieren zurzeit sehr stark in Immobilien. Aufgrund des Arbeitskräftemangels werden die Löhne und Gehälter deutlich steigen.

Urlaubssehnsucht wirklich groß

Die Urlaubssehnsucht der Pol*innen ist besonders, was den Winter betrifft, sehr groß. Nachdem für viele der letzte Skiurlaub ausgefallen ist, wollen sie heuer unbedingt auf die Pisten. Die sehr beliebten exotischen Reiseziele in der Sonne werden auch heuer noch sehr verhalten gebucht. Wie schon im Sommer werden auch im Winter Nahziele, die mit dem Auto innerhalb von zehn bis zwölf Stunden erreichbar sind, gewählt werden.

Wenn, dann sehr kurzfristige Buchungen

Österreich ist das beliebteste Wintersport- und Winterurlaubsland für polnische Familien mit Kindern. Da allerdings die Bereitschaft, Kinder gegen COVID-19 impfen zu lassen, in Polen extrem niedrig ist, kann es sein, dass viele in andere Länder (Italien, Schweiz) ausweichen. Da die bevölkerungsstarken Wojewodschaften Kleinpolen und Heiligenkreuz sowie Großpolen (gesamt 8,1 Millionen Einwohner*innen) von Mitte bis Ende Jänner und Niederschlesien und Masowien (8,4 Millionen Einwohner*innen) von Anfang bis Mitte Februar Ferienzeit haben, wird es zu sehr kurzfristigen Buchungen kommen.

Konkrete Informationen gefragt

Konkrete Informationen zu geltenden Corona-Maßnahmen sind absolut notwendig.