Kroatien Tourismusausblick

Kroatien: Tourismusausblick

Nov./Dez. 2021: erneut strengere Maßnahmen – Wirtschaftsprognose positiv – Urlaub hängt auch mit Maßnahmen zusammen – Vorfreude aufs Skifahren – Inspiration und Information

Steigende Infektionszahlen

Reisende nach Kroatien benötigen für den Grenzübertritt einen negativen Corona-Test und einen Impf- oder Genesenen-Nachweis. Antikörpernachweise werden für die Einreise nach Kroatien nicht akzeptiert. Kinder unter zwölf Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen, wenn sie in Begleitung von Erziehungsberechtigten sind. Strengere Regeln gelten für Reisende aus Mutationsgebieten. Kroatien verlangt derzeit 3-G-Nachweise nur für den Besuch von Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmer*innen. Der Besuch von Restaurants, Bars etc. ist derzeit ohne 3-G-Nachweis möglich. Die Maskenpflicht wurde auf alle öffentlichen Innenräume ausgeweitet, insbesondere auf jene, in welchen die physische Distanz nicht eingehalten werden kann (öffentliche Verkehrsmittel, medizinische Einrichtungen, Geschäfte, Banken, Gastgewerbeobjekte, Kirchen, Sportevents, Schulen und Bildungseinrichtungen, Büros und Firmen, in denen eine Distanz von mindestens zwei Meter nicht gesichert werden kann). Kurz darauf wurde die Maskenpflicht auch überall im Freien gültig, wo der physische Mindestabstand von 1,5 Meter nicht gewährleistet ist sowie auf Friedhöfen. Vollständig geimpft sind 44,34 % der Bevölkerung, die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 921 (Stand: 11.11.2021).

Wirtschaft sollte wieder stärker werden

Im Jahr 2019 beschleunigte sich die Wirtschaft vor allem dank der Inlandsnachfrage und der mit EU-Mitteln geförderten öffentlichen Investitionen. Allerdings wurde sie von der Wirtschaftskrise im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie schwer getroffen. Kroatien hat zwei Programme mit einem geschätzten Gesamtbudget von 1 Milliarde Euro eingeführt, um die vom Coronavirus betroffenen Unternehmen zu unterstützen. Die öffentliche Unterstützung erfolgt in Form von zinslosen bzw. zinsgünstigen Darlehen. Die Inflation wird in diesem Jahr voraussichtlich auf etwa 0,7 % und im nächsten Jahr auf 1,2 % ansteigen. Der starke Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 8 % hat 2020 die Arbeitslosigkeit auf 7,5 % steigen lassen. Die Wirtschaftsleistung wird aber nach Prognosen der Europäischen Kommission 2021 und 2022 wieder kräftig anziehen – auf 5 bzw. 6,1 % gegenüber dem Vorjahr. Die Erwerbslosenquote dürfte dadurch zunächst auf 7,2 % und danach auf 6,6 %, dem Niveau vor der Krise, sinken.

Nach dem Sommer wieder Sehnsucht nach Skifahren  

Viele Kroat*innen verbringen den Sommerurlaub am Meer im eigenen Land, jetzt verstärkt sich aber die Sehnsucht nach Skifahren. Die Kroat*innen sind passionierte Skifahrer*innen, die nach einem Jahr Pause dieses Winterfeeling wieder voll genießen möchten. Exotische Destinationen kommen nur für eine sehr dünne Schicht infrage, die Mittelschicht bleibt bei den Nahmärkten.  

Österreich

Österreich war vor der Pandemie die Winterdestination Nummer eins. Das Image Österreichs hat sich nicht geändert, das Land ist im Winter eine sehr wichtige Destination für die Kroat*innen. Die österreichischen Maßnahmen empfanden die Kroat*innen im Sommer als zu streng, in erster Linie die Testpflicht. Es gibt aber immer mehr Geimpfte, die frei reisen und die Einrichtungen in Anspruch nehmen dürfen. Die einfache Anreise und die Bekanntheit der österreichischen Skiregionen bedeuten in diesen Zeiten einen großen Vorteil bei der Reiseentscheidung. Die konkreten Wintermaßnahmen, die bereits angekündigt wurden, ermöglichen sowohl der Reisebranche als auch den Gästen eine Vorplanung. Die aktuelle Regelung bedeutet eher für Familien mit Kindern ein Problem. Adventstimmung und Shopping sind neben dem Skifahren in der vorweihnachtlichen Zeit wichtige Reisegründe.

Inspiration, Information, Regelungen am besten in Landessprache

Sanfte Kommunikation ist angebracht, d. h. eine ausgeglichene Kombination aus Inspiration und Information. Jetzt, nach der Öffnung, sollten auch Angebote kommuniziert werden. Die Sicherheitsregelungen sollten so aktuell wie möglich gehalten und in der Landessprache so eindeutig und einfach wie möglich online kommuniziert werden.