Japan Tourismusausblick

Japan: Tourismusausblick

April/Mai 2021: vierte Welle – Konkurswelle in der Gastronomie – Golden Week zu Hause – Reiseveranstalter planen momentan keine Auslandstouren – willkommen heißen

Müde Bevölkerung

Japan befindet sich aktuell in der vierten Welle, wobei nun neben Tokio auch Osaka, Hyogo, Miyagi, Kyoto und Okinawa strengere Sicherheitsmaßnahmen seit dem 12. April 2021 veranlasst haben. Nach dem landesweiten Aufheben des Ausnahmezustands fanden im März zahlreiche Veranstaltungen zum Ende des Schul- bzw. Fiskaljahres statt. Die Abschlussfeiern und Events für neue Mitarbeiter etc. in Kombination mit der Kirschblütenzeiten werden für den rapiden Anstieg an Infektionen und die erneut strengeren Maßnahmen verantwortlich gemacht. Die japanische Gesellschaft ist müde von dem permanenten Hin und Her der Regierung. Japan startete mit den Impfungen für medizinisches Personal im Februar, seit 12. April 2021 sind nun die 36 Millionen Menschen über 65 Jahre an der Reihe. Aktuell wird eine vollständige Impfung der japanischen Bevölkerung bis Ende Februar 2022 prognostiziert.

Konsequenzen für die Wirtschaft

Über 700 Gastrobetriebe meldeten im vergangenen Fiskaljahr Konkurs an, der dritthöchste Wert seit 20 Jahren. 183 der betroffenen Firmen sind Bars und Bierhallen. Diese Negativtendenz folgt einem Rekord von 784 Konkursen im Jahr davor, wobei diese hohe Zahl damals auf Arbeitskräftemangel sowie auf den Anstieg der Konsumsteuer von 8 auf 10 % zurückzuführen war.

Bitte, keine Reisen zu unternehmen

Aktuell werden die Menschen in Präfekturen mit strengeren Sicherheitsmaßnahmen gebeten, nicht zu verreisen. Vor allem während der Golden Week, das sind mehrere aufeinanderfolgende Feiertage Ende April/Anfang Mai, soll die Bevölkerung von Reisen absehen, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Keine großen Änderungen

Viele Reiseveranstalter mit Spezialisierung auf Auslandsreisen haben die Planung von Touren ins Ausland aktuell vollständig aufgegeben. Durch Newsletter, Kampagnen und Social Media ist aber erkennbar, dass unsere japanischen Österreich-Fans mehr denn je motiviert sind, nach Österreich zu reisen, sobald sich die Grenzen wieder öffnen. Die Österreich Werbung unterstützte einen Pop-up-Shop in einer Schwesterstadt von Wien-Hernals. Da aktuell niemand nach Österreich reisen kann, war der alljährlich organisierte Pop-up-Store mit österreichischen Produkten beliebter als je zuvor.

Auf den Ton kommt es an

Neben Sicherheit ist auch der Rassismus gegen asiatische Menschen ein großes Thema. Umso wichtiger ist daher auch der Fokus darauf, dass alle Besucher in Österreich willkommen sind.