Großbritannien Tourismusausblick

Großbritannien: Tourismusausblick

April/Mai 2022: Leben mit COVID-19 – Wirtschaft und Menschen von Inflation stark getroffen – Städtereisen – starke Konkurrenz im Sommer – starke Präsenz zeigen

Frühlings-Booster

Ende Februar wurde der Plan „Living with COVID-19" der britischen Regierung veröffentlicht. Dieser beinhaltet die schrittweise Aufhebung aller COVID-19-Maßnahmen in Großbritannien. Ab 1. April 2022 gibt es kaum mehr Einschränkungen. Auch die kostenlosen Corona-Schnelltests werden nicht mehr für die breite Öffentlichkeit angeboten.

Die COVID-19-Infektionsrate steigt jedoch wieder an. Mit ein Grund dafür ist, dass die Corona-Maßnahmen in Großbritannien mit Mitte März abgeschafft wurden und die Menschen wieder vermehrt in die Büros zurückkehren. Es besteht die Befürchtung, dass die Krankenhäuser – vor allem aufgrund des Personalmangels – wieder vermehrt unter Druck geraten. 

Personen über 75 Jahren werden aufgerufen, sich eine Frühlings-Booster-Impfung zu holen.  

Hohe Inflation

Die Inflationsrate liegt bei 6,2 %. Einer der Hauptgründe liegt in den höheren Energie- und Treibstoffpreisen. Außerdem steigen auch die Lebensmittelpreise. Großbritannien steht vor dem größten Rückgang des Lebensstandards aller Zeiten, da die Löhne nicht mit den steigenden Preisen Schritt halten können. Steigende Energiepreise könnten die Inflation in den letzten drei Monaten des Jahres 2022 auf ein 40-Jahres-Hoch von 8,7 % treiben, so die Prognose der Regierung. Steigende Preise und Steuererhöhungen bedeuten dem „Office for Budget Responsibility“, dass der Lebensstandard bis 2024/2025 nicht das Niveau, wie es vor der Pandemie war, erreichen wird. Seit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine, der aufgrund von Versorgungsengpässen zu einem Anstieg der Ölpreise geführt hat, sind die Autofahrer*innen von Rekordpreisen an den Tankstellen betroffen. Rishi Sunak, der Finanzminister, hat verkündet, dass die Mineralölsteuer vorübergehend um 5 Pence pro Liter gekürzt wird.

Mehr Buchungen, aber Menschen sind preissensibler

Einer Umfrage von Jet2 und Jet2holidays zufolge ist das Vertrauen der Kund*innen in Auslandsreisen auf dem höchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Aufgrund der verstärkten Nachfrage haben Jet2 und Jet2holidays die Kapazitäten ab Manchester nach Madeira, Griechenland, Türkei und Kroatien für den Sommer erhöht. Vor Kurzem wurden bereits die Kapazitäten für die Monate Februar bis Mai erhöht bzw. ausgeweitet. Inlandsurlaube sind weiterhin gefragt. In einer Studie von BVA BDRC gaben 80 % der Befragten an, dass sie bereits einen Inlandsurlaub gebucht haben bzw. sehr wahrscheinlich buchen werden. Städtetrips führen dabei die Wunschliste an.

Für Österreich Last-Minute-Buchungen erwartet

Generell ist davon auszugehen, dass bei den Sommerbuchungen vor allem um Bucket-List- und Beach-Urlaube handelt. Es wird prognostiziert, dass auch der kommende Sommer ein Last-Minute-Sommer wird. Ebenso bleiben Inlandsurlaube Thema. Die Anfragen bei „Inghams“ für den Sommer in Österreich trudeln noch langsam ein. Auch bei „HF Holidays“ und „KE Adventure“ ist die Buchungslage zwar nicht schlecht, vor allem was die Re-Bookings betrifft, die Zahl der Neubuchungen ist aber noch von der Normalität entfernt. „Macs Adventure“ hingegen sieht eine Verdoppelung bei den Buchungen nach Österreich für 2022.

Jetzt starke Präsenz zeigen

Es ist jetzt wichtig, starke Präsenz zu zeigen, um ins Bewusstsein der Brit*innen zu rücken. Wichtig in der Kommunikation ist, es den potenziellen Urlauber*innen so leicht wie möglich zu machen und ihnen Informationen gesammelt und verständlich näherzubringen. Wesentlich sind dabei Informationen zur Einreise und zu den Sicherheitsbestimmungen vor Ort.