ÖW Moskau

03.01.2020

ÖW Moskau

v.l.n.r.: Dimitry Smirnov, Elena Sabinina, Barbara Benedik, Polina Ivanova, Gerald Böhm

  1. Typisch österreichisch vs. Typisch Markt – Gemeinsamkeiten und Unterschiede, welche sind für dich am interessantesten? (privat, im Arbeitsumfeld oder beim Reisen)
  2. Dein Wohlfühlort in Österreich (Dorf, Stadt, See, Berg, Café, Buchladen etc. sind alle möglich): Was ist die Geschichte dahinter?
  3. Deine Stationen in der ÖW (für unsere länger dienenden KollegInnen): Top 3 Tipps für die Arbeit in deinem Highlight-Markt

Gerald Böhm

  1. Typisch österreichisch sind für mich Humor, gutes Essen und ein gewisser Hang zum Ungewöhnlichen. Das alles ist übrigens auch Russland nicht fremd. Besonders typisch für Russland ist die „russische Seele“ – ein Zugang zu Denken und Leben, den man nicht so einfach erklären kann. Am besten, man erlebt ihn selbst.
  2. Die Felder und Weingärten im Wagramgebiet mit den Feldwegen, Böschungen, Stadln und Hochständen. Die Sommerferien meiner Kindheit…
  3. 2005 durfte ich im damals neuen Team von Emanuel Lehner die Pressearbeit übernehmen. Von 2008 bis 2014 war ich für Kundenmanagement bzw. Partnermanagement zuständig. Seit 2014 bin ich als Markt Manager Russland Teil des besten Teams ÖW-weltweit.

Elena Sabinina

  1. Was mich in Österreich wirklich begeistert, ist die Zuneigung zur Tradition. Es gibt viele Familienbetriebe, die schon seit Jahrhunderten existieren, Handwerk ist sehr verbreitet und jede/r Österreicher/in hat eine Lederhose bzw. ein Dirndl in ihren Garderoben. Das ist in Russland eher selten. Gemeinsam haben Russland und Österreich die Lust am Leben, die Fähigkeit, lachen und richtig feiern zu können.
  2. Mein Wohlfühlort ist Serfaus-Fiss-Ladis. Dort war ich auf meiner ersten Studienreise bei der ÖW. Und vieles mehr war damals ganz neu für mich: österreichische Alpen, Mountainbiken, Flug mit dem Flying Fox über die Berge und schöne Abende mit den KollegInnen aus der ganzen Welt. Das bleibt für immer in Erinnerung!
  3. Meine Top-3 Tipps: 1. Vorurteile vermeiden: In Russland trinkt man nicht immer Wodka, und es ist gar nicht so gefährlich oder kalt, wie oft geglaubt wird. Außerdem laufen keine Bären frei auf den Straßen herum. 2. Russen können manchmal als grob und unfreundlich empfunden werden, weil sie selten lächeln. Das stimmt aber nicht. Lächeln gehört einfach nicht zu ihren Gewohnheiten im Umgang mit Fremden. Sie sind aber sehr gastfreundlich und warmherzig. 3. Ein Tipp zum Feiern mit Russen: Beim Anstoßen sieht man sich nicht in die Augen, sondern auf die Gläser. :-)

Barbara Benedik

  1. Wir Österreicher lieben es ja, alles so früh wie möglich zu planen. In Russland wird hingegen Flexibilität bei der Umsetzung von Projekten großgeschrieben und auch von anderen erwartet. Gemeinsam haben wir die Kunst, fast immer einen Anlass zum gemütlichen Beisammensein zu finden. Außerdem sind sowohl Russen als auch Österreicher sehr familienorientiert!
  2. In den Weinbergen zwischen Mödling und Gumpoldskirchen fühle ich mich sehr wohl. Besonders auf der Genussmeile im September, wenn neben wandern auch verkosten und genießen am Programm steht: frischer Sturm, Schmankerln und traumhafte Ausblicke – was will man mehr?
  3. Meine Top-3 Tipps für Moskau: Alles nicht so eng sehen, rasch auf den Punkt kommen und auf alle Wetterlagen vorbereitet sein. :-)

Polina Ivanova

  1. Die achtsame und liebevolle Art und Weise, wie Österreicher ihre lokalen Wörter, regionalen Gerichte und netten kleinen Gewohnheiten pflegen, aber auch Fremdes schätzen, ohne es für sich selbst übernehmen zu wollen, ist für mich typisch österreichisch und weckt bei mir viel Respekt. Russen sind dafür sehr neugierig auf das Neue und immer für radikale Veränderungen bereit.
  2. Mein Wohlfühlort in Österreich: die Gratlspitze während der Sonnenaufgangsstunden – dort habe ich mich vor 5 Jahren in Österreich verliebt.
  3. Russen treffen viele spontane Entscheidungen und sind schwer vorhersagbar. Wir machen vieles im allerletzten Moment und unser Alltag ist sehr gut daran angepasst. Hier kann man auch um 2 in der Nacht eine dreistöckige Geburtstagstorte und hellblaue Luftballons im Internet bestellen und am nächsten Tag eine Überraschung für seinen Freund umsetzen. Deswegen versteht man sehr oft nicht, warum gewisse Dinge in Österreich nicht so schnell erledigt werden können. Um von Russen nicht frustriert zu werden, muss man sehr flexibel und auch sehr digital sein. Das hat auch eine zweite Seite: Man wird immer herzlich unterstützt, auch wenn man glaubt etwas wäre unmöglich. Wir lieben Challenges und setzen alles daran, diese zu meistern.

Dimitriy Smirnov

  1. Sowohl Österreicher als auch Russen sind sehr zielorientiert. Aber in der Umsetzung sind die Russen flexibler.
  2. Ich liebe die Swarovski Kristallwelten in Wattens. Alles ist so schön und funkelt!
  3. Meine Tipps für Russland: Am besten 24/7 erreichbar sein, kontaktfreudig und offen für Neues sein und beim Zuprosten auf keinen Fall „Na Zdorovye!“, sondern „Za Zdorovye!“ sagen.