Winteraussichten Tschechische Republik

Tschechische Republik Winteraussichten 2019/20

Rasant steigende Löhne erhöhen das Urlaubsbudget - Plus bei den Buchungen bisher - Frühbucherbonus - wetterabhängige Österreich-Reisen

Wachstum trotz nachlassender Dynamik

2019 wird die tschechische Wirtschaft das sechste Jahr in Folge wachsen, obwohl die Dynamik etwas nachlässt. Für heuer wird ein BIP Zuwachs von 2,4% prognostiziert. Auch für 2020 wird mit einem Wachstum zwischen 2,4% und 2,8% gerechnet. Getragen wird das Wachstum in erster Linie vom privaten Konsum, die niedrige Arbeitslosenquote von 2,5% führt in manchen Bereichen bereits zu Arbeitskräftemangel. Das hat zur Folge, dass die Löhne seit 5 Jahren rasant steigen, in der ersten Jahreshälfte 2019 um 7% - unter Berücksichtigung der Inflation stiegen die Reallöhne um über 4%. In Prag, als einkommensstärkste Region in Tschechien, liegen die Durchschnittslöhne bereits bei EUR 1.600.

Reiseveranstalter sind positiv gestimmt

Diese positive Entwicklung lässt zuversichtlich in den kommenden Winter blicken. Zumal auch die tschechischen Reiseveranstalter mit positiven Meldungen aufhorchen lassen. Sowohl die Anfragen (+20%) sind zum jetzigen Zeitpunkt gestiegen, als auch die Buchungen liegen mit 10 – 12% deutlich über jenen des Vergleichszeitraums im letzten Jahr. Derzeit sind es vor allem die Familien, die für die Weihnachtsferien, beziehungsweise bereits die Frühjahrsferien im Februar buchen. Verstärkt wird das durch Frühbucherboni, die meist bis Ende Oktober laufen. Kinderlose und junge Tschechen werden auch kommenden Winter wieder mehrmals für ein (verlängertes) Wochenende nach Österreich reisen und sich je nach Wetterprognosen und Schneelagen kurzfristig entscheiden.

Stärkere Nachfragen gibt es laut Reiseveranstalter heuer auch für Ägypten, die Kanarischen Inseln sowie Thailand und die VAE.

Ob die Lücke von Thomas Cook/Neckermann von anderen Reiseveranstaltern geschlossen wird, ist noch abzuwarten. Neckermann Tschechien hat alle Reisen bis Ende Oktober storniert, versucht aber am Markt weiter zu bestehen. Auch der tschechische Reiseveranstalter Čedok durchläuft eine Umstrukturierung und möchte sich unter anderem stärker im FIT-Bereich positionieren.

Tirol

Für Tirol gilt im Grunde das gleiche wie für Österreich gesamt. Hier hoffen die tschechischen Veranstalter, dass sie zumindest einige der von Thomas Cook freigewordenen Kontingente für ihre tschechischen Kunden erhalten.