Reiseberichte/Bewertungen online stellen

Wer eine Reise plant und online ist, nutzt natürlich die vielfältigen Möglichkeiten des Internets: Da werden Bewertungen anderer Urlauber gelesen, Fotos und Videos angesehen und ganze Reisetagebücher durchgescrollt, um vielleicht noch einen Geheimtipp zu finden. Allerdings gibt es deutlich mehr Personen, die diese Infos nutzen als jene, die sie aktiv erstellen. Wie stehen Sie zum Thema „Bewertungen/Reiseberichte online stellen“?

 

Pro

Im heutigen Zeitalter spielt Mobilität eine sehr große Rolle. Alles muss jederzeit verfügbar sein. Die physische Komponente, also Reiseberichte in Druckform spielen nur mehr eine untergeordnete Rolle. Natürlich ist das personenabhängig, jedoch finde ich persönlich, dass es viel angenehmer ist, die notwendigen Informationen vorab auszudrucken und ich nicht immer einen „dicken Wälzer“ mit mir herumschleppen muss.

Heutzutage bekommt man einen Overload von Angeboten. Es ist schwierig und anstrengend ein geeignetes Produkt bei derart vielen Auswahlmöglichkeiten herauszufiltern.
Ich ziehe gerne Reiseberichte heran um mich für ein spezielles Produkt festzulegen.
Hauptsächlich um mich für ein Hotel zu entscheiden. Die Informationen auf den Hotel-Websites sind häufig oberflächlich und übertrieben verfasst und erinnern an einem Blick durch die rosarote Brille. 50 Meter zum Strand, in der Realität das Dreifache oder eine belebende Umgebung, welche in Wahrheit Baustellenlärm ist.
Hierfür besuche ich Bewertungsplattformen um mir verschiedene Meinungen durchzulesen und um mir mein eigenes Bild zu machen. Nützlich sind auch die selbstgeschossenen Fotos von Reisenden. Der Kontrast zu den offiziellen Hotelfotos ist oft immens und klar verifizierbar welche Aufnahmen der Realität entsprechen und bei welchen getrickst wurde. Natürlich darf man nicht alles für bare Münze nehmen, denn jeder Mensch hat seine eigene Art von Zufriedenheit. Trotzdem kann ich mit verschiedenen Meinungen einen Schock am Urlaubsort prävenieren und vermeiden indem ich das Hotel erst gar nicht in die engere Wahl nehme.

Bis jetzt habe ich meine Hotelentscheidungen mithilfe von Reiseberichten noch nie bereut.
Klar gibt es hie und da Ungereimtheiten aber ganz ehrlich, wo gibt’s die nicht?
Außerdem finde ich es viel bequemer, Hotels nach seinen eigenen Anforderungen zu suchen und nicht den ganzen Reiseführer oder Reisekatalog durchblättern zu müssen. Und falls ich schon im lang ersehnten Urlaub bin und mir noch Infos zu verschiedenen Aktivitäten holen möchte, habe ich immer noch die Möglichkeit mir ein paar Berichte durchzulesen.

Ich persönlich habe schon gute Erfahrungen gemacht und selbst Berichte online gestellt und werde dies auch künftig tun. Überdies werde ich weiterhin Reiseberichte als Kriterium für Reiseentscheidungen heranziehen.  fm

Contra

Ich habe nur eine geringe Neigung, meine Erlebnisse in den „virtuellen Raum“ hinein zu berichten. Dazu kommt eine im Laufe der Jahre gestiegene Wertschätzung der Zeit und die Erfahrung, dass sehr viel davon bei den ganzen Online-Aktivitäten verbraucht wird. Reiseberichte online stellen ist nicht meine Sache, dennoch ist es zweimal dazu gekommen.

Der erste Fall - ein Klassiker: Online gesucht und gebucht, 1 Woche HP, Sun&Beach. Ich gebe zu, dass ich bei der Auswahl des Hotels einige Bewertungen darüber gelesen habe. Alles war wunderbar, nicht das kleinste Ärgernis – trotzdem hätte ich keinen Reisebericht abgegeben. Wäre da nicht der Hoteldirektor gewesen. Er forderte mich sehr freundlich dazu auf, meine Eindrücke auf einer Bewertungsplattform zu hinterlassen. Es war ein engagierter Hotel-Direktor, der sich persönlich um seine Gäste bemühte und wusste, dass es mir sehr gut in seinem Haus gefallen hatte. Also schrieb ich einen Bericht. Positiv.

Der zweite Fall: Ein Kurzurlaub in Österreich, ZiF, Du/WC, online gesucht und gebucht. Der Urlaub insgesamt war sehr schön, bei der Unterkunft gab es kleine Ärgernisse. Die Unterkunft lag auf einem Berg, traumhafte Lage und Aussicht, die Bushaltestelle befand sich unten an der Hauptstrasse. Weg hinauf in etwa 1,5 km. Vor der Anreise rief ich an und fragte, wie ich hinaufkomme: „Bestellen Sie sich ein Taxi vom Nachbarort“. Das Zimmer Du/WC entpuppte sich als Zimmer mit Mitbenützung des Badezimmers der Vermieter. Sonntag Nachmittag, Abreise. Ich hatte zugenommen, nicht an Körpergewicht sondern an Gepäck: 2 mittelgroße Keramik-Übertöpfe. Taxi vom Nachbarort nicht verfügbar. OM! Mein Gepäck und ich vor dem Haus, abmarschbereit und um Gelassenheit bemüht, sprach ich den Wirt an. Und der schlug mir einen Handel vor: Fahrt zur Haltestelle gegen einen netten Eintrag auf der Bewertungsplattform („…heutzutage entscheiden die Gäste auf Grund dieser Einträge…“). Und so kam mein zweiter Reisebericht zustande. Positiv. bk

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