ÖW Global: Neue Studie zu Italien: Die Reise- und Urlaubstrends bis Jahresende

Neue Studie zu Italien: Die Reise- und Urlaubstrends bis Jahresende

Wie es für den Rest des Jahres um die Urlaubspläne der Italienerinnen und Italiener steht, hat das Meinungsforschungsinstitut Ipsos erhoben. Laut der Studie Future4Tourism knüpft die Reiselaune in Italien wieder an das Vorkrisenniveau an. Der Trend geht zu mehreren, dafür kürzeren Aufenthalten – wovon Österreich profitieren könnte.

7 von 10 Italienern planen eine Reise im Zeitraum bis September. Und immerhin 4 von 10 Befragten wollen zwischen Oktober und Dezember einen Urlaub oder eine Kurzreise unternehmen. Damit bewegen sich die Indikatoren bereits auf dem Vorkrisen-Niveau von 2018/19. Das zeigt die Studie Future4Tourism von Ipsos zu den Reiseplänen der Italienerinnen und Italiener für den Zeitraum von Juli bis Jahresende 2021. Die Befragung fand im Juni 2021 statt.

Die Befragung zeigt deutlich den Wunsch nach mehreren, dafür kürzeren Aufenthalten. Ein Umstand, der speziell für die angrenzenden Bundesländer sowie für die Flugverbindungen nach Wien hohes Potenzial birgt. Aktuell gibt es wöchentlich 115 Flugverbindungen zwischen Italien und Österreich. Die Bedenken in ein Flugzeug zu steigen, nahmen bereits merklich ab.

Österreich in den europäischen Top-10

Insgesamt sind bei der Hitliste der Auslandsreisedestinationen keine gravierenden Änderungen erkennbar. Spanien, Griechenland und Kroatien führen die Beliebtheitsskala an. Österreich kann sich unter den Top-10 der europäischen Destinationen behaupten. Im Inland sind die Toskana, Sizilien, Trentino und Apulien ganz vorne. Interessant ist, dass Trentino als klassische Winterurlaubsdestination nunmehr auch im Sommer erstmalig einen Stockerlplatz einnimmt. Dies bestätigt den anhaltenden Trend zu Aufenthalten in der Natur. Für 60 Prozent der Italienerinnen und Italiener bleibt der Strandaufenthalt „gesetzt“. 

Auch in Italien gewinnt der Inlandsurlaub in diesem Jahr weiter an Marktanteilen. Drei Viertel der Befragten rechnen damit, dass sie die Pandemie noch bis ins nächste Jahr begleiten wird. Fernreisen – so sehr diese auch auf der Wunschliste stehen – sind für sie noch länger keine Option. Die Menschen sehnen sich danach, durch Reisen wieder ein Stück Normalität zurückzugewinnen. Dies wird vor allem den Inlandsurlaubsdestinationen sowie den innereuropäischen Reisezielen zugutekommen.

Sommerurlaub im Herbst

Die Pandemie hat Einfluss auf die Destinationsentscheidung und den Buchungszeitpunkt. Auch wenn mittlerweile (Stand 14. August) 64 Prozent der italienischen Bevölkerung schon vollständig geimpft sind, diktiert das Impfgeschehen die Reiseplanung. Dies führt dazu, dass viele ihren geplanten Sommerurlaub in den September und Oktober verschieben.

Hotels, die im letzten Jahr Marktanteile an Ferienhäuser abgeben mussten, gewinnen diese aktuell wieder zurück. Begründet wird diese Entwicklung unter anderem mit dem Impffortschritt und der erfolgreichen Implementierung des „Green Pass“. Nach anfänglich zögerlichem Agieren gelten in Italien nunmehr ähnlich stringente 3-G-Regeln wie in Österreich. Unterschiede gibt es, was die Akzeptanz des Testens anbelangt, da dies in Italien bis jetzt nicht so wie in Österreich von der Bevölkerung „gelernt“ wurde. 

Wer seinen Urlaub plant, wendet deutlich mehr Zeit für die Recherche auf. Man will sich rundum sicher sein, dass diese Reise/Auszeit auch gelingt. Dabei steht der Drang nach Erholung und der Wunsch, den Kopf „richtig frei“ zu bekommen im Fokus. Für die Recherche werden die offiziellen Online-Auftritte der einzelnen Destinationen besonders oft genutzt. Diese Portale genießen ein besonders hohes Vertrauen und stiften im Dschungel unterschiedlichster Covid-Richtlinien bestmögliche Orientierung.

Chancen und Möglichkeiten für das Urlaubsland Österreich

Die Ipsos-Studie unterstreicht die allgemein positiven Aussichten für den Rest des Kalenderjahres, das gesteigerte Interesse an Kurzurlauben, Natur- und Wellnessangeboten in Alpindestinationen, vor allem auch die Beliebtheit als Kultur- und Advent-/Weihnachtsreise-Destination. Zudem bewerten Österreich-Kenner das Angebot als qualitativ hochwertig mit attraktivem Preis-/Leistungs-Verhältnis. Besonders erfreulich ist die Einschätzung, dass Österreich die Erwartungshaltung in einem merklichen Maße übererfüllt. Die Autoren der Ipsos-Studie empfehlen, in der Kundenansprache diese Attribute konkret zu nutzen und auf jene Zielgruppen zu setzen, die bereits Österreich-Urlaubserfahrungen gemacht haben und für die Österreich leicht erreichbar ist.

„Das Interesse an Urlaub im Ausland ist gegeben. Egal, ob mit dem PKW in Richtung Wellness- oder Genuss-Wochenende oder mit dem Flugzeug auf ein Kulturerlebnis, die Rahmenbedingungen sind günstig“, ist Region Manager Oskar Hinteregger überzeugt. „Nachdem letztes Jahr die Adventsaison sowohl in Italien als auch in Österreich ausfallen musste, nehmen wir bereits jetzt gesteigertes Interesse für diese Art von Kurzurlaub wahr. Es ist enorm wichtig, auch im Hinblick auf die Konkurrenz im Inland, die Sichtbarkeit am Markt generell sowie mit spezifischen Angeboten sicherzustellen.“

Zudem ist auch die Reiseveranstalter- und Mittlerbranche an solchen Angeboten sehr interessiert, zumal die Italienerinnen und Italiener laut der Untersuchung die Option Fernreisen für diesen Zeitraum bereits ausgeblendet haben.

Studiendesign:  Die Studie Future4Tourism wird vom Marktforschungsinstitut Ipsos seit 2017 kontinuierlich durchgeführt. Viermal pro Jahr wird ein repräsentativer Querschnitt der italienischen Bevölkerung nach ihren unmittelbaren Reiseerfahrungen sowie nach den Reiseabsichten und konkreten Reiseplänen befragt. Die aktuellen Ergebnisse resultieren aus der Abfrage im Juni 2021, an der sich die Österreich Werbung mit exklusiven Fragen beteiligt hat, und beleuchtet den Reisezeitraum von Juli bis Jahresende 2021.

Die Studie können Sie hier kostenfrei bestellen.