Tschechische Republik Winteraussichten

Tschechische Republik: Winteraussichten 2020/21

Februar 2021: Menschen sind frustriert – Tourismus trotz Unterstützung stark betroffen – immer noch Hoffnung auf Skiurlaub – Hoffen auf Ende der Reisebeschränkungen – nur Ski-Bilder, wenn das Reisen auch möglich ist

Müde Bevölkerung

Die Lage ist sehr ähnlich wie im Jänner: Die Bevölkerung ist deprimiert und der langen Einschränkungen müde. Die Maßnahmen dauern schon fast ein Jahr – ausgenommen von ein paar Lockerungen im Sommer, ein paar Wochen im Herbst und kurz vor Weihnachten. Es sieht momentan so aus, dass der derzeitige Lockdown noch länger andauern wird. Noch im Dezember und Anfang Jänner waren die Tschechen optimistisch, dass der Impfprozess rasch durchgezogen wird. Nach vielen Skandalen (zu wenig Impfstoff, zu wenig Nadeln etc.) ist die Meinung wieder sehr pessimistisch und es ist zu befürchten, dass die Stimmung kippt und die Menschen sich einfach nicht mehr einschränken lassen wollen.

Ganz gute Wirtschaftsaussichten

Die Wirtschaftsexperten sind für dieses Jahr sehr optimistisch. Sie rechnen mit einem Wachstum von 3,1 %. Auch die Arbeitslosigkeit soll sich im Rahmen halten. Allerdings wird damit gerechnet, dass viele Kleinunternehmer, vor allem in der Gastronomie und im Tourismus, die Krise nicht überstehen werden. Es gibt zwar staatliche Unterstützung auch für die Klein- und Mittelbetriebe, es ist aber unsicher, wie lange es diese noch geben wird bzw. in welcher Höhe. Große Industrie- und Produktionsunternehmen wiederum haben ihre Position gestärkt. Positiv für die Urlaubsreisenden ist, dass die Tschechische Krone sehr stark gestiegen ist, was den Urlaub in einem Euro-Land günstiger macht.

Warten auf Möglichkeit, Ski zu fahren

Die Tschechen wollen unbedingt noch Ski fahren gehen. Sobald es irgendeine Möglichkeit gibt, in die Skigebiete zu kommen, werden sie das auch machen. Sie haben noch Hoffnung, dass es in den Semesterferien, die gestaffelt von Anfang Februar bis Mitte März dauern, möglich sein wird. Viele Tschechen haben das Geld für den Skiurlaub reserviert bzw. diesen schon lange gebucht und werden diesen falls notwendig auch zu Ostern verbringen. Wie groß das Bedürfnis danach ist, Ski zu fahren, zeigt sich daran, dass viele Tschechen nach Bulgarien ausweichen. Reiseveranstalter haben auf dieses Bedürfnis reagiert und bieten sogar Busreisen in die bulgarischen Skigebiete an.

Image Österreichs absolut intakt

Das Image Österreichs ist noch immer sehr gut. Auch glauben die Tschechen, dass Österreich die Krise (Impfung) besser meistert als das eigene Land. Als Nachbarland hat Österreich auch den Vorteil, dass sich die Tschechen kurzfristig entscheiden können, ein paar Tage auch im Frühjahr zu verreisen. Sie werden sich auf jeden Fall, sobald es Reiseerleichterungen gibt, auf den Weg machen.

Keine Empathie-Bekundungen mehr

Empathie-Bekundungen werden mittlerweile von den Tschechen nicht mehr gut angenommen. Dies kann eher nach hinten losgehen. Auch Bilder und Themen zum Skifahren sollten nur mehr vorsichtig eingesetzt werden – nur wenn wirklich die Aussicht besteht, dass die Tschechen kommen können. Ansonsten kann langsam mit dem Sommer begonnen werden, vor allem mit den Themen Berg, See, Wandern, Rad. Ein alpiner Lebensraum, der Sicherheit und Weite vermittelt, sollte kommuniziert werden.