Slowenien Winteraussichten

Slowenien: Winteraussichten 2020/21

November 2020: vieles bleibt geschlossen - BIP-Plus 2021 erwartet - eventuell kürzerer Winterurlaub - Sicherheit momentan wichtiger als neue Entdeckungen

Strengere Maßnahmen eingeführt

Mit 19. Oktober hat Slowenien einen epidemiologischen Notstand ausgerufen und einige strenge Maßnahmen eingeführt. Seit dem 27. Oktober wurde die Bewegungsfreiheit innerhalb des Landes auf die einzelnen Gemeinden beschränkt. Die wichtigsten Maßnahmen mit landesweiter Geltung auf einem Blick:

  • Maskenpflicht auch im Freien
  • Ausgangssperre zwischen 21 und 6 Uhr (mit wenigen Ausnahmen)
  • allgemeines Verbot von Versammlungen mit mehr als sechs Personen
  • Bewegungsbeschränkung auf die Gemeinde

Folgende Einrichtungen müssen seit dem 24. Oktober geschlossen bleiben: Gastronomiebetriebe (außer Hauszustellung), Hotels und Beherbergungsbetriebe, Einkaufszentren und Geschäfte des nicht essenziellen Bedarfs, Friseur- und Kosmetiksalons, Kindergärten und Studentenheime, einige kulturelle Einrichtungen etc.

Plus für 2021 erwartet

Die Coronakrise macht sich in der Wirtschaft immer stärker bemerkbar. Das regierungsnahe Forschungsinstitut IMAD geht von einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 6,7 % aus – nach einem Plus von 2,4 % im Jahr 2019. Für 2021 wird allerdings wieder mit einem Plus von 5,1 % gerechnet. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung geht in ihrer Herbstprognose für 2020 von einem Minus von 7,5 % aus und von einer Zunahme um nur 3,5 % im Jahr darauf. Die Regierung hat im Herbst das fünfte Corona-Paket verabschiedet: Um Arbeitsplätze zu sichern und Arbeitgeber zu unterstützen, wird der Bereitschaftszuschuss für alle Branchen bis Ende des Jahres verlängert, wobei die Arbeitgeber einen Einkommensrückgang von mindestens 20 % gegenüber 2019 verzeichnen müssen. Für Selbstständige und Kleinstunternehmen wurde die Einführung des monatlichen Grundeinkommens und der Teilentschädigung für Einkommensverluste in Höhe von 1.100 Euro wieder eingeführt. Arbeitnehmer, für die eine Quarantäne angeordnet wurde, erhalten weiterhin ihren vollen Lohn.

Winterurlaub ja, aber eventuell kürzer

Slowenen reisen generell sehr viel, Skifahren ist sehr populär. Das Bedürfnis bleibt, ob es auch befriedigt werden kann, hängt stark von der Entwicklung der Situation ab. Exotische Sommerdestinationen kommen diesen Winter allerdings nicht infrage, auch bei den Winterdestinationen werden eher nahe gelegene Regionen bevorzugt, die eine unkomplizierte Anreise und spontane Last-minute-Entscheidungen ermöglichen.

Die sportlichen Slowenen bevorzugen einen Skiurlaub. Sie werden aber offener für alternative Wintersportarten bzw. für Aktivitäten, die abseits der Pisten möglich sind. Sehr gute Skifahrer werden noch intensiver nach Freeride- und Skitouren-Angeboten suchen.

Obwohl die Wirtschaftsdaten momentan ein negatives Bild zeigen, wird sich die Mehrheit der slowenischen Winterurlauber einen kürzeren Winterurlaub leisten können. Falls sich die Situation nicht sehr verschlechtert, ist das Risiko überschaubar. Darüber hinaus gibt es viele sportliche Outdoor-Aktivitäten, die man als sicher einschätzt.

Die Buchungen werden wie erwähnt in der letzten Minute erfolgen, sehr flexible Stornobedingungen werden gefordert. Der Anteil der Individualreisen gegenüber organisierten Reisen wird sich weiter erhöhen. Es werden die Unterkünfte bevorzugt, die eine gewisse Distanz zu anderen Gästen ermöglichen.

Reiseeinstellung für den Moment anders als sonst

Die generelle Einstellung zu Reisen hat sich geändert, da momentan Sicherheit wichtiger als der Drang zum Entdecken ist. Österreich hat weiterhin ein sehr positives Image: Man hat Vertrauen in die Qualität und schätzt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Diesen Winter werden allerdings überfüllte Pisten und Orte gemieden werden und es werden vermehrt individuelle Aktivitäten angefragt.

Inspirierende Inhalte

Die Slowenen wünschen sich eine ruhige Kommunikation mit inspirierenden Inhalten, aber kombiniert mit jeweils aktuellen Fakten. Flexible Stornobedingungen sind unabdingbar und Last-minute-Angebote werden nachgefragt werden. Ganz besonders jetzt ist eine schnelle Reaktion auf Fragen entscheidend.