Slowenien Winteraussichten

Slowenien: Winteraussichten 2020/21

Februar 2021: Müdigkeit in der Bevölkerung – BIP-Plus 2021 erwartet – Sport im Freien noch wichtiger im Urlaub – zukunftsgerichtete Kommunikation

Weiterhin strenge Maßnahmen

Mit 19. Oktober hat Slowenien einen epidemiologischen Notstand ausgerufen und einige strengen Maßnahmen eingeführt. Mit 17. Jänner 2021 wurde der Epidemie-Notstand für 60 weitere Tage verlängert. Die wichtigsten Maßnahmen mit landesweiter Geltung auf einem Blick:

  • Maskenpflicht auch im Freien (falls die Distanz von 2 Meter nicht gesichert werden kann)
  • Ausgangssperre zwischen 21:00 und 06:00 Uhr (mit wenigen Ausnahmen)
  • allgemeines Verbot von Versammlungen
  • Bewegungsbeschränkung auf die Gemeinde bzw. Region

Folgende Einrichtungen müssen seit dem 24. Oktober 2020 geschlossen bleiben: Gastronomiebetriebe (außer Hauszustellung), Hotels und Beherbergungsbetriebe, Einkaufszentren und Geschäfte des nicht essenziellen Bedarfs, Kindergärten und Studentenheime, kulturelle Einrichtungen etc.

Die Lockerung der Maßnahmen beruht auf zwei Kriterien, die für den Wechsel zwischen den Phasen entscheidend sind: die Belegung der Krankenhausbetten und die durchschnittliche Anzahl bestätigter COVID-Fälle in den letzten sieben Tagen. Nach diesen Daten befinden sich sieben Regionen in der roten Phase und fünf in der schwarzen Phase.

Der öffentliche Personenverkehr wurde auf dem Gebiet der Republik Slowenien in begrenztem Umfang wieder freigegeben. Die Bevölkerung ist der Einschränkungen sehr müde, die Situation dauert viel länger als gehofft.

Plus für 2021 erwartet

Die slowenische Regierung hat drei Pakete um insgesamt etwa 6 Mrd. Euro zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie verabschiedet. Bis Ende November 2021 wird Unternehmen und Einzelpersonen ermöglicht, Banken um einen zwölfmonatigen Aufschub von Kreditzahlungen zu ersuchen. Vollzeitbeschäftigte Dienstnehmer können unter Anwendung der neuen Kurzarbeitszeitregelung zwischen 5 und 20 Wochenstunden in Kurzarbeit geschickt werden. Als Unterstützungsmaßnahme für Beherbergungsbetriebe und Campingplätze verteilte die Regierung sogenannte Corona-Gutscheine, die bei diesen Unternehmen eingelöst werden können. Zusätzliche staatliche (rückzahlbare und nicht rückzahlbare) Mittel werden zur Kofinanzierung von Einkommensverlusten im Tourismus und in der Gastronomie und zur Digitalisierung von Unternehmen bereitgestellt.

Die Coronakrise macht sich in der Wirtschaft immer stärker bemerkbar. Probleme gibt es aufgrund der geringeren Nachfrage aus dem In- und Ausland. Hinzu kommen unterbrochene Lieferketten. Die Unternehmen erleiden massive Umsatzeinbußen. Einige bedeutende Industrieunternehmen haben deshalb bereits zu Beginn der Pandemie wochenlange Produktionsstopps verfügt. Die meisten von ihnen haben inzwischen ihre Produktion wieder aufgenommen. Gearbeitet wird aber mit deutlich reduzierten Kapazitäten. Die Auswirkungen der Krise werden die Wirtschaftsleistung 2020 stark einbrechen lassen. Das regierungsnahe Forschungsinstitut IMAD geht von einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 6,7 % aus – nach einem Plus von 2,4 % im Jahr 2019. Für 2021 wird allerdings wieder mit einem Plus von 5,1 % gerechnet. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung geht in ihrer Herbstprognose für 2020 von einem Minus von 7,5 % aus und von einer Zunahme von nur 3,5 % im Jahr darauf.

Zuerst leicht erreichbare Destinationen

Die Slowenen haben vor der Pandemie eine sehr hohe Reiseintensität gezeigt. Die Sehnsucht nach Reisen besteht weiterhin, aber die aktuelle Lage erlaubt es nicht. Nach einer möglichen Öffnung werden die Slowenen im ersten Schritt leicht erreichbare Destinationen besuchen, die man in erster Linie mit Auto erreichen kann. Kurzfristige Entscheidungen werden in den ersten Monaten charakteristisch sein, sportliche Aktivitäten im Freien waren auch vorher sehr beliebt, jetzt werden diese noch bedeutender.

Individuelle Aktivitäten gefragter

Österreich hat ein sehr gutes Image, das Land wird ganz vorne auf der Urlaubsliste der Slowenen stehen. Die Slowenen werden in Österreich alles finden, was ihnen nach der Pandemie wichtig ist: unberührte Natur, saubere Umgebung, strikte Hygienemaßnahmen, vielfältiges Aktivangebot, Kultur und hervorragende Küche.

Inspirierende Inhalte

Die Slowenen wünschen sich eine sanfte Kommunikation mit inspirierenden Inhalten, aber kombiniert mit jeweils aktuellen Fakten. Momentan werden keine konkreten Angebote gewünscht, sondern eher Inputs für eine nächste Reise. Wichtig ist eine zukunftsorientierte Kommunikation.