Deutschland Winteraussichten

Deutschland: Winteraussichten 2020/21

November 2020: Zusätzliche Maßnahmen vorerst bis Ende November - relativ stabiles verfügbares Haushaltseinkommen - Buchungen auf niedrigem Niveau - klare und einfache Kommunikation

Zusätzliche Maßnahmen

Trotz der Maßnahmen, die Bund und Länder Mitte Oktober vereinbart haben, steigt die Zahl der Infektionen in nahezu allen Regionen Deutschlands mit exponentieller Dynamik. Dadurch kann in zahlreichen Gesundheitsämtern eine vollständige Kontaktnachverfolgung nicht mehr gewährleistet werden, was zu einer beschleunigten Ausbreitung des Virus beiträgt. Aktuell verdoppelt sich die Zahl der Infizierten etwa alle sieben Tage, die Zahl der Intensivpatienten etwa alle zehn Tage. Bund und Länder streben an, die Infektionsdynamik schnell zu unterbrechen, damit Schulen und Kindergärten geöffnet bleiben können und in der Weihnachtszeit keine weitreichenden Beschränkungen im Hinblick auf persönliche Kontakte und wirtschaftliche Tätigkeiten erforderlich sind.

Seit 2. November gelten deutschlandweit zusätzliche Maßnahmen, die mit Ende November befristet sind. Die hohe Geschwindigkeit der Ausbreitung sorgt für das nötige Verständnis in den meisten Bevölkerungsgruppen. Damit verbunden ist eine Verunsicherung, wie sich die nächsten Monate entwickeln werden (auch über den Winter hinaus).

Wirtschaftliche Entwicklung

Für 2020 wird ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 5,8 % prognostiziert. Anfang April ging man noch von einem Minus von 4,2 % aus. Die Prognose für 2021 deutet auf einen Zuwachs von 4,7 % hin.

Den schleppenden Anstieg verursachen vor allem Branchen, in denen besonders viele soziale Kontakte vorkommen (beispielsweise Gastronomie, Tourismus, Veranstaltungsbranche und Luftverkehr). Dazu kommt, dass Unternehmen hinsichtlich neuer Investitionen zurückhaltend sind. Die Erholung der Wirtschaft ist maßgeblich auf Exporte zurückzuführen. Laut Prognose steigt die Arbeitslosenquote im nächsten Jahr auf 5,9 % und dürfte im Jahr 2022 dann auf 5,5 % zurückgehen. Dass die verfügbaren Einkommen der Privathaushalte auch in der Krisenphase relativ stabil geblieben sind, ist zu einem großen Teil den Konjunkturprogrammen zu verdanken.

Momentan keine Buchungen

Das anfängliche Interesse und ein Buchungsverhalten auf niedrigem Niveau sind durch den neuen „Lockdown light“ praktisch zum Erliegen gekommen.

Einschränkungen durch „Lockdown light“

Generell gibt es eine positive Stimmung im Hinblick auf Urlaub in Österreich, die zurzeit durch den „Lockdown light“ und die Reisewarnungen des Robert-Koch-Instituts und des Auswärtigen Amtes eingeschränkt wird.

Kommunikationsempfehlungen

Sobald ein Ende der Reisebeschränkungen zu erkennen ist, sollte eine klare und einfache Kommunikation gestartet werden. Wichtig dabei ist ein einfacher Zugang zu aktuellen Informationen. Die Möglichkeit zu einer kurzfristigen Stornierung sollte gegeben sein.