Schweden Mood Monitoring

Schweden: Mood Monitoring

Mitte Mai 2020: Staycation im Sommer - Sommerurlaub wird regierungsseitig bezweifelt - Bevölkerung glaubt an Sommerurlaub - Sicherheit und Qualität sind wichtig - Vertrauen aufbauen

Mundschutz unbeliebt

In Schweden schaut man zu, wie diverse Länder Lockerungen und Allianzen mit anderen Ländern einführen. Man fragt sich, ob die Diskriminierung von Ländern der richtige Weg ist. Trotz der hohen Todesrate ist die Unterstützung für die Regierung sehr stark und man ist mit der Strategie und den Maßnahmen zufrieden. Die Schweden und Schwedinnen haben sich mit dem neuen Leben arrangiert und sich mit der Verlängerung der Reisewarnung bis 15.7. abgefunden. Mundschutz wollen die Schweden nicht tragen und sie können sich auch nicht vorstellen, dies im Urlaub zu tun. Staycation im Sommer wird ganz wichtig und dies ist auch in den Medien spürbar. Aber auch Inlandsreisen werden begrenzt: Man darf sich nur 1-2 Stunden vom Wohnort fortbegeben.

Digitales Kontakthalten auch in Schweden

Man grüßt nicht mehr mit Handschlag, körperlicher Kontakt wird vermieden. Die Königsfamilie geht mit gutem Beispiel voran und setzt auf Social Distancing. Der Kontakt mit Freunden und Familie findet digital statt. Dies kommt in Schweden gut an und so wird auch mit älteren Menschen kommuniziert. Es gilt z.B. Besuchsverbot in den Altersheimen. Der Konsum von Netflix sowie digitale Medien ist gestiegen. Gartenmärkte und Heimwerkerketten erleben einen wirtschaftlichen Boom.  

Neue Vorschriften für ältere Menschen

Ältere Menschen haben unter der Isolation sehr gelitten, daher werden die Vorschriften nun überarbeitet. Wer nicht in der Risikogruppe ist, soll Enkelkinder und Familie wieder treffen können.

Akzeptanz der Situation

Es gibt keine Einschränkungen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. Alle Inlandsflüge von der Fluglinie BRA sind bis Juni eingestellt. SAS musste die Hälfte der Mannschaft entlassen. Berichte über Umschulungen des Flugpersonals in Richtung Gesundheitswesen kommen in den Medien gut an.

Die Regierung hat verkündet, dass man gar nicht mehr an Urlaubsreisen im Sommer glaubt, weder ins Ausland, noch im Inland. Dies ist aber unrealistisch und nicht zu erwarten und so sieht man, wie die Medien verstärkt auf "Urlaub in Schweden im Sommer" setzen. Die Stimmung im Land lässt sich als "Akzeptanz der Situation" umschreiben. Urlaubspläne wurden einstweilen on hold gesetzt. Sobald man wieder reisen kann, werden das die Schweden sicherlich wieder tun. In Zukunft werden sie vielleicht nicht wie vor der Corona Krise fünfmal im Jahr reisen, sondern bewusster und nicht so häufig. Das Vertrauen in Österreich hat am Anfang der Krise sicherlich gelitten - die negativen Ischgl-Schlagzeilen hatten sich in Schweden verbreitet, da viele Schweden angesteckt wurden. Auch haben sich mehr als 50 Schweden an der Klage beteiligt. Mittlerweile haben die negativen Schlagzeilen nachgelassen. 

Das Image Österreichs

Dies ist sicherlich zielgruppenabhängig. Unsere Zielgruppe legt Wert auf Qualität, Kulinarik, Gemütlichkeit, Aktivitäten, Freiheit sowie Kultur und wird auch weiterhin nach Österreich reisen. Das negative Image bezieht sich vor allem auf Apres Ski und Party. Dies kann jetzt als Chance gesehen werden, auf die USPs von Österreich zu setzen: Einen sicheren Urlaub fernab von Menschenmengen, bei dem die Vorzüge Österreichs im Vordergrund stehen.  

Vertrauen aufbauen

Die Kommunikation von Qualität und Sicherheit wird wichtiger: Wie gestaltet sich ein sicherer Urlaub in Österreich? Mit der Familie? Im Freundeskreis?

Vertrauen aufbauen ist das A und O. 

Video und Podcast zu Schweden

Kopenhagen / Wien, 23. April 2020: In der neuen Folge der Podcast-Reihe ÖW Global widmen sich die zwei Social Media-Expertinnen Marlene Urbann und Sara Eichenauer der Frage nach der zielgruppengenauen Krisenkommunikation über Twitter, Facebook & Co. Die Marktsicht liefert Sara Eichenauer durch ihre Tätigkeit für den Markt Schweden, einen globalen Überblick bietet Marlene Urbann mittels ihrer Arbeit im Community Management in Wien. Für beide steht fest: Es ist besonders jetzt sinnvoll, die Zielgruppe in die Findung der Inhalte einzubinden.


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