Spanien Facts

Spanien: Facts

Aktuelle Situation

Spaniens Parlament hat die fünfte Verlängerung des wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Ausnahmezustands, der nun bis zum 7. Juni null Uhr gilt, abgesegnet.

Weiters hat die spanische Regierung einen Vierstufen-Plan für die Lockerung der Maßnahmen vorgestellt:
Phase 0: aktuell bis 11.Mai  
Phase 1: 11. Mai bis 24. Mai  
Phase 2: 25. Mai bis 7. Juni  
Phase 3: 8. Juni bis 21. Juni  

Das Gesundheitsministerium hat am 22. Mai beschlossen, dass die gesamte Gemeinschaft von Madrid, die Metropolregion Barcelona und die Bereiche von Castilla y León, die noch in Phase 0 verblieben sind, ab 25. Mai in Phase 1 des Deeskalationsplans übergehen werden.

Elf autonome Gemeinschaften in vollem Umfang, die autonomen Städte Ceuta und Melilla, mehrere Provinzen Andalusiens und von Castilla-La Mancha sowie einige Gebiete von Lleida und Tarragona werden ebenfalls ab 25. Mai in die Phase 2 des Deeskalationsplans übertreten.


Die wichtigsten Punkte sind:  

  • die phasenweise Eröffnung der Geschäfte ab 11. Mai.  
  • Restaurants und Hotels ab Phase 1 mit starken Einschränkungen und erst ab Phase 3 mit normalem Betrieb, aber mit stark limitierter Anzahl an Gästen.  
  • Inlandsreisen werden ab Phase 3 erlaubt, aber die Kapazität der Transportmittel bleibt weiterhin reduziert.  
  • Homeoffice bleibt bis 23. Mai aufrecht und nachher auch mit flexiblen Arbeitszeiten. Schulen werden ab September öffnen.  

News aus der Branche

Nachdem Maßnahmen zur Lockerung für Reisen in Spanien bekannt wurden, steigt die Reiselust innerhalb des Landes wieder. Trotz der eingeführten Deeskalation in Spanien werden  
die Einreisemöglichkeiten weiter eingeschränkt. Flüge aus dem Ausland dürfen während des Alarmzustandes (einstweilen bis 23. Mai) nur noch 13 Flughäfen in Spanien anfliegen. Das ordnete am 15. Mai das Transportministerium in Madrid an. Spanien will die Grenzen für Touristen dennoch ab Juli öffnen. Premierminister Pedro Sánchez hat angekündigt, dass es in Spanien sehr wohl eine touristische Saison geben wird und dass die Einreise der ausländischen Touristen im Juli wieder ermöglicht wird, wenn das gesamte Gebiet aufgrund des Coronavirus auf Phase 3 des Übergangsplans zu einer neuen Normalität vorgerückt ist.

Seit 11.5. sind Reisen mit Einschränkungen (nur zu beruflichen Tätigkeiten oder Betreuungspflichten) innerhalb der Provinzen und zwischen den Balearen und Kanarischen Inseln möglich. Reisen mit touristischem Zweck sind weiterhin nicht erlaubt. Freie (touristische) Reisen zwischen den Provinzen und autonomen Gemeinschaften werden erst in Phase 3, ab 8. Juni wieder erlaubt. Es wird zurzeit innerhalb der Autonomien über Maßnahmen für Inlandsreisen (=Ferien) diskutiert, da die Entscheidungen der Zentralregierungen nicht überall gut aufgenommen wurden. Man erwartet eine mögliche Antwort seitens der Zentralregierung ab Ende Mai. Ab 15.5. führt Spanien die Quarantänepflicht von zwei Wochen für alle Einreisende ein. Frankreich hat gleich im Gegenzug dieselbe Maßnahme gegen Reisende aus Spanien gesetzt. 
Die Hotelketten Meliá, Barceló, Iberostar und AC bereiten ihre eigenen Sicherheitsprotokolle vor, um am Ende der Reisesperre ihre Hotels so schnell wie möglich eröffnen zu können. 
Viele RV rüsten gerade um: Es werden neue Inlandsprodukte entwickelt und angeboten. 
Organisationen von „Turismo rural“, die spanische Variante von Urlaub am Bauernhof, melden starke Zunahmen von Buchungen für Juli und August. Die Zahl der Buchungen liegt in manchen Regionen 20 % über den Vorjahreswerten. Auch die klassischen Beach-Destinationen melden steigendes Interesse vor allem im Bereich der Ferienwohnungen. Die Mitteilung der Lufthansa-Gruppe, dass ab Juni Mallorca als Tourismusdestination angeflogen wird, sorgte einerseits für Hoffnung, aber auch für Bedenken über die Abwicklung des Empfangs der Gäste. 

News aus lokalen Umfragen

Umfragen von Hosteltur, CEAV und anderen Fachmedien/Organisationen ergeben, dass mehr als 60 % aller Befragten ihren Sommerurlaub machen wollen, den Umständen entsprechend im eigenen Land. 
 


Mehr zu ÖW Global