Frankreich Facts

Frankreich: Facts

Aktuelle Situation

Der Ausnahmezustand im Gesundheitsbereich wird um zwei Monate bis zum 24. Juli verlängert.  
Zudem will der französische Staat regionale Unterschiede bezüglich der Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus einführen. Auf Grundlage bestimmter Kriterien beurteilt die Regierung ab dem 11. Mai jede Woche neu, welche Farbe ein Departement zugeordnet bekommt. ROT steht für strenge Maßnahmen, z.B. in den meist betroffenen Regionen Paris-Ile de France und Ostfrankreich. Grün bedeutet weniger strenge Regeln. 
Seit 11. Mai können die Franzosen nun ohne Passierschein die Wohnung verlassen und sich mit bis zu zehn Menschen treffen - müssen aber dabei einen Mindestabstand von einem Meter einhalten. Alle Geschäfte dürfen öffnen. In Paris müssen die großen Einkaufszentren mit über 40.000 m² jedoch noch geschlossen bleiben. Die Befürchtungen von Staus und einer Überlastung des öffentlichen Verkehrs haben sich in den meisten Fällen nicht bewahrheitet. In den Stoßzeiten dürfen nur Leute öffentlich fahren, die unbedingt zur Arbeit müssen.  
Eine Wiedereröffnung von Cafés und Restaurants sei ab dem 2. Juni in den als grün eingestuften Départements möglich - endgültig soll darüber in der Woche vom 25. Mai entschieden werden.  
In Paris wurden in den letzten Tagen zahlreiche neue provisorische Radspuren eingerichtet, in der Hoffnung, dass viele Menschen auf das Fahrrad umsteigen. 
Um den öffentlichen Verkehr zu entlasten, hat die Regierung an alle Unternehmen appelliert, in den nächsten drei Wochen das Teleworking beizubehalten. 
 
Jeder darf sich in einem Umkreis von 100 Kilometern bewegen, es sei denn, es muss aus beruflichen Gründen weitergereist werden. Wer sich nun weiter als 100 km vom Wohnsitz in Frankreich entfernen möchte, wird eine Bescheinigung benötigen. (Es besteht jedoch Hoffnung, dass diese Regelung bald gelockert wird.) 

Öffnung der Primarschulen und Kindergärten ab 11. Mai, Sekundarschulen in grünen Departements ab 18. Mai, sonst Anfang Juni.  
Am Wochenende des 16. & 17.5. haben erste Strände und touristische Ziele wieder geöffnet. Öffnung von kleinen Museen, Bibliotheken, Parks und Gärten (außer in Großstädten), Wanderwege in den Wäldern ebenso. Wieder erlaubt werden auch sportliche Aktivitäten wie Joggen und Rad fahren. 
Geschlossen bleiben: Kinos, Konzertsäle, Theater, große Museen, Parks in Großstädten. 

News aus der Branche

Premier Minister Edouard Philippe erklärte, dass die Französinnen und Franzosen im Juli und August in Frankreich Urlaub machen können. Es dürfte dabei regionale Unterschiede geben, außerdem müsse man die Entwicklung der Epidemie im Land im Blick behalten. Reisen für diese Zeit sollen gebucht werden können. Der Staat stellte Entschädigungen in Aussicht, falls die Entwicklung der Epidemie Urlaub unmöglich macht. 
Gesundheitsminister Véran hatte auch am 2. Mai eine zweiwöchige Quarantäne für nach Frankreich kommende Reisende angekündigt, die keine Covid-19-Symptome haben. Infizierte Menschen, die aus dem Ausland kommen, sollten hingegen isoliert werden. Reisende, die aus der EU, dem Schengenraum oder Großbritannien kommen, seien von der Quarantäne-Maßnahme nicht betroffen.  
Die Reisebranche bei den Auslandsreisen auf die als eher "sicher geltenden Destinationen". Zeitlich setzt man bereits auf August, September und den Herbst. Air France bereitet sich auf einen allmählichen Covid-Exit vor. Bis Juli sollen rund 30 % ihrer Flugkapazitäten v.a. innerhalb Europas sowie Inlandsflüge wieder aufgenommen werden, gegenüber derzeit rund 5 %.  
Die Fluggesellschaften machen Druck, den zweiten Pariser Flughafens, Paris-Orly, wieder zu öffnen und die Pariser Flughafengesellschaft ADP-Gruppe plant, in Abstimmung mit dem Transportministerium eine teilweise Wiedereröffnung von Paris-Orly für den 26.6., kurz vor den großen Sommerferien. 
Während sich die RATP (staatlicher Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs in Paris und Umgebung) und die SNCF (franz. Bahn) weiterhin bemühen müssen, den Abstand von einem Meter zwischen den Passagieren zu gewährleisten, werden die Flugzeuge von dieser Pflicht befreit. 

News aus lokalen Umfragen

Seit diesem Wochenende beginnen die Gäste sich zunehmend zu informieren, Reisebuchungsportale (Google Trends) berichten von starken Zuwächsen bei der Informationsrecherche. 
 
Laut einer Umfrage vom 11.4. planen 54 % der französischen Auslandsurlauber trotz COVID-19-Krise diesen Sommer eine Auslandsreise zu unternehmen. Davon sind 18 % sicher und 36 % noch abwartend. 46 % hingegen bevorzugen heuer einen Inlandsurlaub. 
Atout France hat für französische Tourismus-Anbieter eine Benchmark-Studie über die digitalen Technologien realisiert, die während der covid-19-Zeit entwickelt wurden: das Angebot von Webinaren, die zunehmende Nutzung von Virtual Reality und Chatbots, um Gäste zu inspirieren und zu orientieren. Die Benchmark-Studie berichtet auch über Initiativen, Lösungen &Best Practice Beispiele rund um die Soziale Distanzierung für den Schutz vor einer Infektion. 


Mehr zu ÖW Global