Ein Blick auf den Markt Ukraine

Ein Blick auf den Markt Ukraine

Ein Interview mit Michael Strasser, Markt Manager Ukraine der Österreich Werbung
(auch erschienen in der Tourist Austria International)

Seit Juni dürfen Ukrainer visumsfrei in die EU einreisen. Welche Chancen ergeben sich dadurch für den österreichischen Tourismus?

Die Aufhebung der Visumsplicht war natürlich ein Meilenstein für den Outgoing-Tourismus. Die wirtschaftliche Krise hat Gäste preissensibel gemacht, wodurch die Tatra in Polen, die Slowakei sowie der bulgarische Balkan als Gewinner hervorgingen. Doch nun sind die Alpen wieder gefragt. Das Flugangebot nach Österreich ist gut: Ukraine International Airlines bedient ab Dezember Salzburg, nach Innsbruck fliegt Austrian Airlines und aus Kiew gibt es bis zu sechs Flüge täglich nach Wien.

Die Ukraine steht wirtschaftlich als auch politisch immer noch vor großen Herausforderungen. Wie sehen Sie die Zukunft?

Die Ukraine hat noch schwierige Jahre vor sich. Allerdings zeichnet sich 2017 ein leichtes BIP-Wachstum ab und auch der IMF rechnet mit einem stetigen Wirtschaftswachstum bis 2020.

Wie geht es der ukrainischen Reisebranche heute?

Veranstalter tätigen ihr Geschäft immer mehr im Luxusbereich. Dank stabiler Nachfrage und guter Beratungsleistungen behaupten sich die Reisebüros auch weiter im mittleren Preissegment. Auffallend ist, dass immer mehr Kunden nur Teil-Packages buchen, die Anreise individuell planen und mit dem Auto in den Urlaub verreisen.

Mehr zum Markt Ukraine

Die Ukraine steht wirtschaftlich und politisch immer noch vor großen Herausforderungen. Die Einführung der Visafreiheit wirkt auf den Tourismus positiv. Denn Staatsangehörige der Ukraine benötigen seit Juni 2017 für die Einreise mit einem biometrischen Reisepass in den Schengenraum kein Visum mehr. Österreich punktet im Winter mit Skifahren, im Sommer mit Städtebesuchen. Ein großer Anteil der Buchungen fällt auf 5-/4-Sterne-Hotels. Die Saisonverteilung lag 2016 bei 66% im Winter und 34% im Sommer.