Mobilität und Großveranstaltungen

Mobilität und Großveranstaltungen

Bei Großveranstaltungen entsteht oft innerhalb kurzer Zeit verstärktes Verkehrsaufkommen. Oft auch in sensiblen Räumen, die dafür infrastrukturell nicht ausgerichtet sind. Um diesen geballten Verkehrsüberlastungen entgegen zu wirken und auch Personen ohne eigenem Pkw eine Teilnahme zu ermöglichen, helfen nachhaltige Mobilitätslösungen.

Eine der Herausforderungen bei Großveranstaltungen ist es, die Bedürfnisse der Einheimischen, der Unternehmen und der Beschäftigten aber auch jener der Gäste zu berücksichtigen. Großevents sind zudem ein wichtiger Faktor für die Tourismusdestination Österreich. Wichtig sind hier vor allem die rechtzeitige Vernetzung und Kooperation aller betroffenen Bereiche. Wir stellen Ihnen einige praxis-erprobte Mobilitätskonzepte von Großveranstaltungen aus den Bereichen Sport und Kultur vor und geben Tipps und Infos über verschiedene Lösungsansätze, von kurzfristiger Besucherlenkung bis zu möglichen langfristigen, infrastrukturellen Adaptierungen. Präsentiert wurden diese Konzepte beim Mobilitätstag im Oktober 2019 in Vorarlberg.

Jahr für Jahr - nachhaltig mobil bei Veranstaltungen

Präsentiert wurden Möglichkeiten und erfolgreiche, nachhaltige Mobilitätskonzepte für jährlich wiederkehrende Veranstaltungen anhand des Europäischen Forum Alpbach, der Niederösterreichischen Landesausstellungen und des Open Air St. Gallen.

European Forum Alpbach

Seit 1945 treffen sich jedes Jahr mehr als 6.000 Teilnehmer/innen aus über 100 Ländern, um Themen der Zeit zu diskutieren. Ein engmaschiges Mobilitätsangebot macht es möglich, für die Anreise und während des Aufenthalts auf Individualverkehr zu verzichten. Neben Shuttlebussen stehen Zubringer- und Sammeltaxis zur Verfügung, die die Teilnehmer/innen von entlegenen Unterkünften zur nächsten Bushaltestelle bzw. direkt nach Alpbach bringen.

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Tagesevents – Erreichbarkeit nachhaltig gestaltet

Hier zeigen KärntenLäuft, Weinfrühling Kamptal und Ironman 70.3. Zell am See wie Erreichbarkeit bei Tagesevents nachhaltig gestaltet werden kann.

Kärnten Läuft

Das Ziel von „Kärnten Läuft“ war von Anfang an, auf Nachhaltigkeit in den Bereichen Tourismus, Sport & Bewegung und Gesundheit zu setzen. Die 8.000 Teilnehme/rinnen kommen ungefähr zur Hälfte aus Kärnten, die andere Hälfte verbringt ihren Urlaub im Rahmen der Teilnahme in Kärnten.

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Weltmeisterschaften – Athleten- und Besucherlenkung

Hier stehen Mobilitätsmaßnahmen bei Weltmeisterschaften in Bezug auf die Athleten- und Besucherlenkung im Fokus. Die Ski Weltmeisterschaft Schladming 2013, die Weltgymnaestrada Dornbirn 2019 und die Nordische Ski WM Seefeld geben Einblick über kurzfristige Maßnahmen bis hin zu langfristigen, infrastrukturellen Adaptierungen.

Weltgymnaestrada Dornbirn

Das vorhandene Angebot des Öffentlichen Verkehrs bildete die Basis, daneben wurden täglich zusätzlich 22 Züge geführt. Die Region wurde in vier Farben eingeteilt, die Lenkung der Teilnehmer/innen und Besucher/innen erfolgte damit sehr einfach und ohne sprachliche Barrieren. Ergänzt wurde der Fahrplan durch Expressbusse. Mit einer Eintrittskarte war die An- und Abreise zum Veranstaltungsort mit öffentlichen Verkehrsmitteln kostenlos.

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Plattform „Nachhaltige Mobilität im Tourismus“ von BMNT und BMVIT

In der Plattform für nachhaltige Mobilität tauschen sich Expertinnen und Experten aus Tourismus, Verkehr und Umwelt auf Bundes- und Landesebene zwei Mal jährlich über wichtige Herausforderungen, geplante Maßnahmen und gemeinsame Projekte aus. Fokus beim Plattform-Treffen im Oktober 2019 lag auf der Delegierte Verordnung EU 2017/1926 über die „Bereitstellung EU-weiter multimodaler Reise-Informationssysteme“ und der Maßnahmen in Österreich.