Ist das nachhaltig?

Ist das nachhaltig?

Grüne Shops, biologische Restaurants, ethische Einkaufsführer: In Österreich schlägt das Nachhaltigkeits-Herz etwas höher. Doch wie steht es in Russland mit dem Thema?
Ein Lokalaugenschein in Moskau von Barbara Benedik, ÖW Russland

Im Mai 2019 veranstaltete das russische Verlagshaus „Seasons Project“ in der Moskauer City Farm ein Familien-Sommerfest unter dem Motto „Rethink, Reduce, Reuse, Recycle“. Ziel war es, den Gästen das Thema Nachhaltigkeit im Alltag näherzubringen. Ob das gelang?
 
Hand aufs Herz: Russland und Nachhaltigkeit werden selten miteinander in Verbindung gebracht. Zu Unrecht, wie das Öko-Familienfest zeigte.
 
„Seasons Project“ gestaltete für die insgesamt rund 500 Gäste ein umfangreiches Programm: Von Kleidertausch über Recylce-Workshops und Yoga im Grünen war alles dabei. Im „grünen Vorlesungsraum“ fesselten Redner ihre Zuhörerschaft zu Themen wie fair fashion, Bio-Spielzeug und gesunde Ernährung. Diverse Stände boten zudem ihre kreativen und ökologischen Produkte an.

Beim Food Court keine Spur von Plastik: Die Häppchen servierte man auf Papiertellern, als Besteck wurden hölzerne Stäbchen gereicht. Besonders erfreulich: das „Cupsharing“. Gegen eine Kaution in Höhe von umgerechnet zwei Euro bekam der Gast einen Becher aus recyceltem Kunststoff, den er den ganzen Tag lang beliebig oft mit Wasser auffüllen konnte und dann entweder retounierte oder als Erinnerung mit nach Hause nahm. Einer der Partner der Veranstaltung war die Luxusmarke Chanel. Obwohl Nachhaltigkeit kein Begriff ist, den man mit Haute Couture in Verbindung bringen würde, ist Eco-Bewusstsein auch schon in der Modebranche angekommen.
 
Bei genauerer Betrachtung fielen einem dann doch die großen Tonnen auf, in denen sämtlicher Müll landete – und zwar ungetrennt.
 
Fazit: Das Thema Nachhaltigkeit steckt in Russland zum Teil noch in Kinderschuhen, nimmt jedoch allmählich an Fahrt auf. Die russischen Großstädter zeigen vermehrt Interesse an Mülltrennung und Co. Klima und nachhaltiger Konsum gewinnen an Bedeutung. Ein Grund für Optimismus, denn alles ist eine Frage des Anfangs. Gut Ding braucht eben Weile.


Wie nützt die Österreich Werbung das Thema "Familie und Nachhaltigkeit"?

Unsere russischen Gäste sehnen sich danach, die Hektik und Beschwernisse der Großstadt hinter sich zu lassen. Zum Auftakt unserer Sommerkampagne luden wir daher zum Öko-Familienfest des Verlagshauses „Seasons Project“ in der Moskauer City Farm. Rund 500 Gäste konnten bei 5 interaktiven Stationen – von VR-Stand über Silent Disco zu Pop-up-Café – einen Tag lang mit allen Sinnen Österreich kennenlernen. Nachhaltiger Nutzen: Noch den ganzen Sommer lang ziert außerdem ein Mural mit österreichischen Motiven den Spielplatz der City Farm.

© Österreich Werbung / Wolfgang Mair
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