So wird der Winter 2018/19

So wird der Winter 2018/19

Österreichs Tourismus geht gut gerüstet in die Wintersaison 2018/19. Die Nachfrage bleibt auf Wachstumskurs und lässt auf eine erfreuliche Entwicklung in den wichtigsten Herkunftsmärkten schließen. Österreichs Seilbahnen setzen massiv auf Erlebnis und Umweltfreundlichkeit. Das weltweite Wintermarketing steht ganz im Zeichen von „Vorfreude“ und „Stille Nacht“.

Der Winter in Österreich ist seit Jahrzehnten eine wahre Erfolgsgeschichte: Im vergangenen Winter konnte Österreich mit 14,1 Mrd. € (Sommer: 12,7 Mrd. €) Höchstwerte bei den Umsätzen erzielen. Ein Rekord wurde auch mit 19,8 Mio. Ankünften (+5,3%) und 71,9 Mio. Nächtigungen (+4,8%) erreicht.

Für die bevorstehende Wintersaison zeigen sich die Expertinnen und Experten der weltweiten ÖW-Vertretungen vorsichtig optimistisch. Die wirtschaftliche Situation und damit das Konsumverhalten ist in den meisten Herkunftsmärkten gut – die allgemeine Reiselust nach Österreich entsprechend hoch. Die Feiertagslage rund um Weihnachten und Silvester ist optimal, allerdings ist Ostern 2019 erst Mitte April. Und etliche neue Flug- und Bahnverbindungen verleihen der guten Buchungslage noch mehr Rückenwind. Mit dem kreativen Winterangebot auf und abseits der Piste, dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und der international geschätzten Gastfreundschaft ist man gemeinsam überzeugt, auch diese Saison viele Gäste für Österreich zu begeistern. Vor allem Zentral- und Osteuropa bleibt eine wichtige Region für den heimischen Wintertourismus.

Österreich: beliebtestes Winter(sport)urlaubsland im CEE-Raum

In den meisten CEE-Märkten ist Österreich mit deutlichem Abstand Marktführer im Wintersport. Laut aktuellen Länderstudien zu Polen und Tschechien, durchgeführt von der ÖW gemeinsam mit dem international renommierten Institut für Tourismus und Bäderforschung, ist das Österreich-Potenzial an Winter(sport)urlaubern noch nicht voll ausgeschöpft und weitere Zuwächsen daher möglich. In beiden Ländern zählen Österreich und Italien zu den Winter-Auslandsreise-Destinationen der Zukunft. Ausschlaggebend für die Österreich-Buchung sind Schneesicherheit, die Schnee- und Winterlandschaft, das gute Preis-/Leistungsverhältnis, moderne Skiinfrastruktur und die Größe des Skigebiets.

Für polnische Gäste bleibt der Skiurlaub die beliebteste Urlaubsform im Winter. 24 Prozent der polnischen Auslandsurlauber fahren mindestens einmal im Jahr Ski, Österreich-Interessenten der nächsten drei Jahre sogar mit 39 Prozent „ziemlich sicher“. Auch unsere tschechischen Nachbarn schnallen gerne die Skier an: 29% der Auslandsurlauber fahren mindestens einmal im Jahr Ski, Österreich-Planer sogar zu 41 Prozent mit hoher Wahrscheinlichkeit. Österreichs Winterurlaubsziele liegen für beide Nationen bevorzugt in Tirol, Salzburg und Wien.

Unterschiede gibt es in der Marketing-Ansprache: Während sich Polen über Bilderwelten inspirieren lassen, Virtual Reality und Sprachassistenten gegenüber aufgeschlossen sind, präferieren tschechische Gäste Daten und Fakten. Diese Details sind für das Marketing natürlich wichtig. Nur wenn wer weiß, wo und wie die Gäste entlang ihrer Customer Journey erreichbar sind, kann im internationalen Wettbewerb mithalten.

Skifahren bleibt wichtigstes Standbein im Wintertourismus

Wintersport ist nach wie vor das wichtigste Standbein für den heimischen Wintertourismus. Das alpine Skifahren ist dabei mit großem Abstand Aktivität Nr. 1.: In diesem Segment ist Österreich mit mehr als 50% Marktanteil unangefochtener und sehr deutlicher Marktführer in Europa. Damit dies auch so bleibt, braucht es weiterhin auf der Angebotsebene Investitionen in die Schneesicherheit und Convenience. Auch die im Regierungsprogramm angesprochenen Maßnahmen zur Erleichterung von Schulskikursen und Wintersportwochen tragen zur Attraktivität des Schifahrens bei. Und da Schifahren nur mehr Teil der Tagesaktivitäten ist, braucht es vermehrt alternative Winterangebote am Berg und im Tal.

Interessant auch ein Ergebnis der ÖW-Winterstudie Deutschland: Rund 60 Prozent aller Langläufer schnallen sich im Winterurlaub auch Skier an.Unsere Gäste werden immer flexibler was die Winteraktivitäten betrifft. Im Marketing heißt das, auch auf Nischenthemen zu setzen und kommunikativ geschickt mit dem Zugpferd Skifahren zu verbinden. Zur Bewerbung Österreichs als Top-Destination zum Thema Langlauf hat die ÖW eine Kampagne gemeinsam mit den vier Langlauf-Destinationen Seefeld, Schladming-Dachstein (Ramsau), Achensee und Saalfelden Leogang für Deutschland und die Schweiz entwickelt.

Seilbahnen Österreichs: Erlebnis und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

Franz Hörl
Obmann Seilbahnen Österreich

Erik Wolf
GF Seilbahnen Österreich

Mit viel Rückenwind aus der erfolgreichen vergangenen Saison starten die heimischen Seilbahnunternehmen in den Winter 2018/19. Mit 54,6 Millionen Ersteintritten (+ 4,6 Prozent gegenüber der Saison 2016/17), einem Kassenumsatz von über 1,4 Milliarden Euro (+ 4,8 Prozent) und knapp 600 Millionen Beförderungen (+ 1,6 Prozent) war der vergangene Winter für die österreichischen Seilbahnunternehmen ein voller Erfolg. Auch für die kommende Saison wird kräftig in das Angebot investiert, insgesamt sind es 600 Millionen Euro. Neben Ausgaben für die Sicherheit, den Komfort und die Qualität der Anlagen (261 Millionen Euro) und die Beschneiung (114 Millionen Euro) werden weitere 225 Millionen Euro dazu verwendet, das Gesamterlebnis Wintersport weiter zu attraktivieren und die Angebote auszuweiten. Bestätigt wird der Kurs auch von der umfangreichen Befragung von über 30.000 Gästen. In Sachen Durchschnittsalter der alpinen Wintersportler lässt sich feststellen, dass dieses auf relativ konstantem Niveau bei 39 Jahren bleibt. Auch als Beschäftigung für die gesamte Familie bleibt der Wintersport unverändert attraktiv. So ist ein Drittel der Gäste mit Kindern unter 18 Jahren auf den Pisten unterwegs.

Bei der Auswahl des Skigebiets setzt sich bereits seit mehreren Jahren ein Trend fort: Die Größe des Skigebiets ist der wichtigste Entscheidungsgrund (55 Prozent), gefolgt vom Pistenangebot (46 Prozent) und den Schnee- und Pistenverhältnissen (40 Prozent). Der Preis des Skipasses (7 Prozent) rangiert unverändert am unteren Ende der Entscheidungsfaktoren. Das zeigt, dass Unternehmen mit ihren Investitionen in den Kundennutzen am richtigen Weg sind. Dabei wird es auch immer wichtiger, die Faktoren Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit miteinzubeziehen. Gerade im kommenden Winter überzeugt die Branche in dieser Hinsicht mit einer Vielzahl an Maßnahmen, die den möglichst schonenden Umgang mit den Ressourcen fördern. Dazu herrscht einerseits ein klares Bekenntnis der Betriebe und andererseits ist dies auch ein deutlicher Wunsch unserer Gäste. Zu wesentlichen Investitionsbereichen zählen für kommenden Winter – neben neuen Seilbahnprojekten – die Schaffung preislich attraktiver Familien- und Kinderangebote, Mobilitätslösungen zur Einschränkung des motorisierten Individualverkehrs und erneut auch intensive Anstrengungen zur vermehrten Nutzung erneuerbarer Energien sowie umfangreiche Renaturierungs- und Ausgleichsmaßnahmen, ebenso wie lokale und regionale Kooperationen.

Weltweites Wintermarketing zahlt auf Sehnsüchte der Gäste ein

Um die rund 20 Millionen Winter-Gäste für Österreich zu begeistern, braucht es in der Bewerbung einerseits eine breite Darstellung der unterschiedlichsten Winter-Erlebnisse und Aktivitäten, verbunden mit konkreten Buchungsmöglichkeiten. Dafür bewirbt die ÖW diesen Winter in 18 Herkunftsmärkten Skifahren und andere Winteraktivitäten für die ganze Familie. Aber auch Städte- und Kulturerlebnisse stehen in der Kommunikations-Auslage.

Neben diesen konkreten Urlaubsprodukten braucht es aber auch die emotionalen Reiseauslöser in Form der ÖW Image-Kampagnen. Dabei setzt die ÖW in der Gästeansprache konsequent auf deren Sehnsüchte: In den zentraleuropäischen Ländern ist das – wohl auch aus der Historie erklärbar – der Wunsch nach Selbstbestimmtheit, beim Reisen ausgedrückt durch aktive Urlaubserlebnisse, bei denen man sich „selbst spürt“. Darauf aufbauend startete die ÖW kürzlich ihre adrenalinreiche Winterkampagne „Vorfreude“ in Polen, der Slowakei und Tschechien. Wer sich für eine Reisedestination entscheidet, spielt zunächst im Kopf alle Möglichkeiten durch: Man versetzt sich in verschiedene Situationen und malt sich aus, welche Glücksgefühle in der Urlaubsdestination bevorstehen. Man erlebt also pure Vorfreude. so erklärt sich der Titel der Kampagne.

Zusätzlich zum emotionsgeladenen Video, den Out Of Home-Kampagnen sowie einer umfangreichen Online-Bewerbung bildet eine Social-Media-Kampagne samt sportlicher Herausforderung für Influencer in den Partnerregionen Zell am See, Zillertal und Schladming den krönenden Abschluss. Österreichs Winter bietet unzählige Möglichkeiten, sich bei sportlichen Abenteuern auszutoben. Unsere Gäste aus Zentraleuropa scheuen dabei keine Herausforderung, gehen gerne ans Limit und suchen ihr persönliches Urlaubserlebnis im spielerischen Ausprobieren der eigenen Möglichkeiten bei diversen Winter-Sportarten.

Stille Nacht on tour in 23 Märkten

Aber Österreich kann auch ganz anders. Denn vor 200 Jahren, am 24.12.1818, erklang in Oberndorf erstmals das Lied „Stille Nacht“, entstanden unter dem Eindruck von Krieg, Naturkatastrophen und bitterer Armut. Ein Friedenslied, das die Menschen seither tief berührt und Brücken schlägt. Und ein Lied, das zu einem Besuch einiger ganz besonderer Orte in Österreich einlädt. Gemeinsam mit Salzburg Land und Salzburg Stadt sowie Tirol und Oberösterreich bewirbt die ÖW in 23 Ländern das Phänomen und die Orte, die mit dem Lied „Stille Nacht“ in Verbindung stehen.

Winteraussichten 2018/19

Die Sicht der Märkte

Das Weltwirtschaftsklima kühlt sich zwar etwas ab, die Aussichten für die winterliche Tourismussaison sind allerdings sonnig. Die UNWTO spricht in ihrem letzten UNWTO Tourism Barometer von einem erneuten weltweiten Anstieg von 6 % an internationalen Ankünfte im ersten Halbjahr 2018. Von diesem Wachstum, getragen durch die großen Reisenationen und der positiven Wirtschaftsentwicklung, profitierten bisher alle touristischen Regionen. Für Europa und den asiatisch-pazifischen Raum brachte der Zeitraum Jänner bis Juni 2018 sogar ein Wachstum von jeweils 7 %.

Die globalen Entwicklungen und Prognosen decken sich mit den Beobachtungen, die unsere Experten für Sie auf den Herkunftsmärkten machen: In allen Märkten lässt sich ein mehr oder weniger ausgeprägtes Wirtschaftswachstum feststellen, welches eine gute Basis für die allgemeine Reiselust darstellt. Auch die durchwegs geringen Arbeitslosenquoten sprechen für eine ungebremste Freude am Reisen.

Welche Gemeinsamkeiten unsere Herkunftsmärkte in der Wintersaison aufweisen, aber auch welche Punkte sie trennen, erfahren Sie in den Winteraussichten. Zusätzlich haben unsere Experten für Sie die momentan markantesten Tourismustrends zusammengetragen. Die Informationen zu allen Märkten zu den Themen "Winteraussichten 2018/19" lesen Sie in der Basisinfo der Tourismusforschung, die Sie hier (ganz unten) bestellen können.

Wählen Sie ihren Markt:

Südostasien

Südostasien

Flexibilität und Individualität werden wichtiger

Arabische Länder

Arabische Länder

Wieder steigende Ölpreise – große Tourismusprojekte – neue Flugverbindungen – Stadt- und Naturdestinationen – Winterzauber – Werbung für Skiurlaub

Australien

Australien

Wirtschaft wächst weiter – lokale Kultur – einheimische Gastronomie – Österreichs Städte etablieren sich

Belgien

Belgien

Solides Wachstum – großes Winterportfolio der RV – auch Ski-Kurzreisen – Frühbucherboni und andere Vergünstigungen – Wiederaufnahme Flugverbindung

China

China

Langsameres Wachstum – Auslandsreiseintensität steigt weiterhin – Wintersport wird forciert – Chinese New Year – steigende Aufenthaltsdauer – Gute Österreich-Verbindung

Dänemark

Dänemark

Wirtschaftswachstum solide – Arbeitskräftemangel – positive Urlaubsstimmung – Fernreisen und Aktivurlaub – starke Nachfrage nach Skiurlaub

Deutschland

Deutschland

Kontinuierlicher Aufschwung – gute Feiertagssituation – Trend Langlaufen – Angebotserweiterung bei den Veranstaltern

Frankreich

Frankreich

Winterurlaub: steigender Marktanteil – Skiurlaub gefragt – mehr Anfänger und Wiedereinsteiger erwartet – Kommunikation wichtig

Großbritannien

Großbritannien

Brexit beeinträchtigt nicht das Reiseverhalten – Optimismus – Mehrgenerationenurlaube und Aktivitäten abseits der Piste – Neues bei den Flügen

Indien

Indien

Etwas schwache Rupie – Nachfrage für Europa ungebrochen – romantisches Ambiente und Weihnachtsdekoration begeistern

Italien

Italien

Mehrere Kurzurlaube – Ski-Wochenenden – Snowboarden in – vegan & bio gefragt – Winterurlaub über Weihnachten und im Februar

Japan

Japan

Outbound-Steuer – Flughafenausbau – Konkurrenz bleibt gleich

Kroatien

Kroatien

Gute Wirtschafsaussichten – Skifahren in Gruppen – Skifahren als Package

Niederlande

Niederlande

Hochkonjunktur – Konsum- und Reiseklima hervorragend – Ferienwohnungsnachfrage steigt weiter – gute Wintersaison für Österreich in Aussicht

Polen

Polen

Hohes Wirtschaftswachstum – Inlandskonsum – Urlaubsbudget steigt – Afrika und Asien gefragt – Skiurlaub am beliebtesten

Rumänien

Rumänien

Stabile Lage – Winterurlaub soft – Expansion der Low-Cost Carrier

Russland

Russland

Wieder stabiler Kurs – aktiver Verkauf von Winterurlauben – Rückkehr ins Reisebüro

Schweden

Schweden

Stabile Wirtschaft – Reiseverhalten ändert sich im Winter leicht – große Konkurrenz für Skiurlaub – Innovationen gefragt

Schweiz

Schweiz

Gutes Wirtschaftswachstum – Schweiz: starke Konkurrenz – Ski – Snowboard – Langlauf

Slowakei

Slowakei

Wachstum bei der Wirtschaft – gute Stimmungslage – Image Österreichs weiterhin hoch

Slowenien

Slowenien

Stabile Wirtschaftslage – für Österreich weitere Steigerung erwartet – Skifahren ein Muss

Spanien

Spanien

Wachstumskurs – Kulturprogramm in Städten – Weihnachtsmärkte – sicheres Ziel Österreich

Südkorea

Südkorea

Auslandsreisen werden mehr – FIT – Gourmet und Kulinarikreisen – Instagram!

Tschechien

Tschechien

Weiterhin Hochkonjunktur – Wahlen – Reisen: öfter und kürzer – Revival der Nachkriegsdestinationen – Verdacht auf neuen Buchungsrekord

Ukraine

Ukraine

Ankünfte und Nächtigungen steigen: bezvis – neu: kostengünstige Flugverbindung

Ungarn

Ungarn

Wechselkurs? – Auslandsreisen nehmen zu – Österreich mit dabei – Skifahren bleibt beliebt – WLAN und gratis Parkplätze gewünscht

USA

USA

Höhenflug der Wirtschaft – City Breaks – Individualgäste – erhöhte Flugfrequenz