Ein Blick auf den Markt USA

Ein Blick auf den Markt USA

Ein Interview mit Michael Gigl, Markt Manager USA der Österreich Werbung über die Entwicklungen im Herkunftsmarkt USA unter Donald Trump?
(auch erschienen in der Tourist Austria International)

Das Motto des Präsidenten ist „America first“. Beherzigen das die US-Amerikaner und urlauben daheim?

Die USA bieten ein tolles touristisches Angebot und die meisten US-Bürger reisen tatsächlich primär im eigenen Land. Der Slogan "America first" hat aber keine touristische Relevanz.

 

Wir sehen aktuell Rekordwerte an internationalen Reisen und speziell ein hohes Interesse an Europa. Die von den USA verhängten Zölle schüren die Sorge vor einem Handelskrieg. Wie würde sich eine weitere Eskalation auf die Reisetätigkeit auswirken?

Das kommt auf die Reaktion der Börse und die Auswirkung auf den Wechselkurs an. Momentan läuft die amerikanische Wirtschaft extrem gut, es herrscht großer Optimismus vor. Starke Kursverluste an der Börse würden in unserer Zielgruppe aber das Vertrauen in die eigene finanzielle Situation mindern und somit das Konsum- und Reiseverhalten beeinflussen. Eine merkbare Schwächung des Dollars würde mit etwa einem halben Jahr Verspätung zu verringerter Nachfrage führen.

 

Mit welchen Angeboten kann Österreich auf dem US-Markt punkten?

Österreich besticht durch die Kombination aus Kultur und Geschichte mit landschaftlicher Schönheit, alles auf engem Raum erlebbar. Individualgäste spielen eine große Rolle. Besonderes Wachstum sehen wir im Luxury-Segment.


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Bei den Amerikanern genießt Österreich aufgrund seiner klassischen Kultur ein hohes Ansehen. Über die Hälfte der Amerikaner reisten 2017 nach Wien. Der Großteil der amerikanischen Besucher sind Individualgäste, die mit Partner bzw. Freunden und Familie reisen. Die Saisonverteilung lag 2017 bei 34,2% im Winter und 65,8% im Sommer.