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Danielle Spera
ÖW / Christandl
Museen – Orte der Begegnung

Die Wienerin Danielle Spera studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaften und promovierte in Politikwissenschaft an der Universität Wien. Bereits während des Studiums begann sie ihre journalistische Tätigkeit im ORF, zunächst als Redakteurin im Außenpolitik-Ressort der Zeit im Bild, dann als redaktionelle Mitarbeiterin. Als Reporterin berichtete sie aus Griechenland, Zypern, der Türkei und aus Mittelamerika. Ab 1988 war sie Moderatorin der Zeit im Bild sowie der Magazine Brennpunkt und Weltjournal. Zwischen 1990 und 2002 war sie Lehrbeauftragte am Institut für Publizistik der Universität Wien. Spera ist Autorin bei der jüdischen Zeitschrift „NU" und führt eine eigene Gesprächsreihe mit berühmten österreichischen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern im Stadttheater Walfischgasse. Seit Juli 2010 ist Dr. Danielle Spera Direktorin des Jüdischen Museums Wien.

Österreich ist dank seiner außerordentlich günstigen Lage dafür prädestiniert, das Zentrum Europas zu sein. Wien als Residenzstadt hatte eine enorme Anziehungskraft, die bis heute fortwirkt. Es profitiert bis heute von der Vielfalt der Kulturen, aber auch vom sogenannten Roten Wien, das auch von Juden getragen wurde und eine soziale und gesellschaftspolitische Vorreiterrolle einnahm, die immer noch nachwirkt.

Begegnungen in Museen sind immer auch Begegnungen der Kulturen. Der Schwerpunkt sollte hier in der Vermittlung liegen. Das Jüdische Museum Wien beherbergt unzählige Objekte, von denen jedes eine einzigartige Geschichte in sich trägt. Es ist die Geschichte der jeweiligen Besitzer. Über deren Schicksal gilt es zu erzählen. Wir wollen unsere Besucherinnen und Besucher nicht allein lassen. Daran arbeiten wir. Jedes Museum steht heute in Konkurrenz zu den schneller werdenden Medien. Wir wollen diesem Tempo nicht folgen, dürfen aber auch die neuen Perzeptionsgewohnheiten nicht ignorieren, da gilt es einen Mittelweg zu finden. Die Marke Wien, jene des jüdischen Lebens in Wien und das Jüdische Museum Wien, sie haben Kraft und Potential. Wir wollen beitragen, diese Marke weiterzuentwickeln.

Direktorin Jüdisches Museum Wien


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Danielle Spera
Direktorin Jüdisches Museum Wien
© Peter Rigaud
 
 

 
07.09.2011
J.Christiandl
 
Ein Blick auf die Teilnehmer/-innen.
 
 
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