Sie sorgen für kontinuierliche Zuwachsraten – im Sommer wie im Winter, reisen gerne und bilden den zweigrößten Markt: die Österreicher als Gäste im eigenen Land. Die besten Tipps für Ihr Marketing Richtung Landsleute lesen Sie hier.
Nörgeln, Jammern, Raunzen – darin seien die Österreicher wahre Meister, sagt man ihnen nach. Objektive Gründe für eine derart pessimistische Weltsicht gibt es allerdings nicht. Im Gegenteil: Die über acht Mio. Einwohner Österreichs dürfen sich freuen: Sie zählen zu den reichsten Bürgern Europas. Laut der jüngsten Studie des Marktforschungsinstituts RegioData, das auf Kaufkraftvergleiche in Mitteleuropa spezialisiert ist, rangiert Österreich mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von etwa 17.000 Euro unter allen europäischen Ländern auf Platz sieben, unter den 27 EU-Staaten auf Platz vier und belegt im Euro-Raum hinter Luxemburg sogar Rang zwei.
Und mit dem notwendigen Kleingeld ausgestattet, macht Reisen auch Spaß. 2006 unternahmen laut Statistik Austria rund 5,2 Mio. Inländer (älter als 15 Jahre) zumindest eine Urlaubsreise, was einer Reiseintensität von 75 Prozent entspricht. Zur reisefreudigsten Zielgruppe zählen die 35- bis 44-Jährigen, während sich Personen von 60 Jahren aufwärts seltener für einen Urlaub begeistern können.
Präferenz fürs Inland
Rund die Hälfte der knapp 16 Mio. österreichischen Urlaubsreisen führte 2006 zu Destinationen zwischen Bodensee und Neusiedler See. Damit halten die Österreicher ihrer Heimat in weit höherem Maß die Treue als so manch andere Nation. Zum Vergleich: Der Inlandsreiseanteil der Deutschen oder der Dänen etwa liegt bei etwa 33 Prozent, jener der Schweizer ungefähr gleichauf mit den Österreichern.
Die Vorliebe der Österreicher fürs eigene Land ist seit Jahren ungebrochen: Im Zeitraum von 2000 bis 2007 stiegen die Inlandsnächtigungen jährlich um 0,7 Prozent auf rund 33 Mio. im Jahr 2007. Noch dynamischer entwickelten sich die Ankünfte, die in dieser Periode pro Jahr gleich um drei Prozent zulegten und 2007 etwas über zehn Mio. erreichten. Im Vergleich dazu die Entwicklung aller Ausländernächtigungen und -ankünfte von 2000 bis 2007: Nächtigungen plus 0,9 Prozent pro Jahr, Ankünfte plus 1,9 Prozent pro Jahr. Die Österreicher mischen also beim Incoming kräftig mit. Nach den Deutschen stellen sie die zweitgrößte Gästegruppe im Nationenmix (27 % aller Nächtigungen). Bei den Ankünften (33 %) liegen die Österreicher an der Spitze der Herkunftsländer.
Kontinuierlich mehr Gäste
Nächtigungen der InländeInnen in Mio.: 2000 bis 2007 jährlich + 0,7 %
2000: 31,15
2001: 31,44
2002: 31,01
2003: 31,62
2004: 31,33
2005: 31,50
2006: 32,13
2007: 32,80
Quelle: ÖW Research & Development
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