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Online-Reise, quo vadis?
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Das bulletin präsentiert die wichtigsten Trends, die virtuelle Reiseplattforemen in den nächsten Jahren verändern werden.
Mit Klick, klick, klick zum Urlaubsglück. Online-Plattformen für die Buchung von Hotelzimmern, Flügen, Transfers, ganzen Packages u. v. m. haben sich bereits weltweit etabliert. Immer mehr Gäste in spe suchen und buchen über das Internet. Ihre Anforderungen bestimmen auch in Zukunft Funktionalität und Features der „Plattformen“, sagt Markus Lassnig, Leiter des Kompetenzzentrums für E-Tourismus in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft der Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H.

Die großen Trends
Im Wesentlichen ortet Lassnig drei Trends, die die Reiseplattformen in den nächsten Jahren verändern werden:

Metasuchfunktionen: Der Wunsch des Kunden, im Internet schnell und ohne mühsame Umwege auf die angeforderten Informationen zu stoßen, wird zunehmend Portale mit Metasuchfunktionalitäten wie beispielsweise die bereits existierende Site www.checkfelix.com entstehen lassen. Auf diesem Portal kann weltweit nach Flugverbindungen – unabhängig von den jeweiligen Anbietern – gesucht werden. Auch www.visiteurope.com, das Portal der European Tourism Commission (ETC), basiert auf Metasuchtechnologie, soll es doch zukünftig einen Großteil der für Europa verfügbaren Reiseangebote auflisten können. Den Betreibern bestehender Hotelbuchungs-Plattformen – dies gilt auch für Destinationsmanager, die Online-Zimmerbuchung ermöglichen – rät Lassnig, Software zur Anbindung an diese Metasuchmaschinen in ihre Portale einbauen zu lassen und in Metasuchmaschinen-Marketing zu investieren.

Dynamic Packaging: Dieses Feature, die das individuelle Zusammenstellen einer Reise erlaubt, gilt, so Lassnig, als „Hype und werde in der Reiseindustrie als Wundermittel verkauft“, doch die meisten der heute verfügbaren Dynamic-Packaging-Angebote stellen bloß erweiterte Baukastensysteme dar, die die Pauschalreise ein wenig modifizieren. Der Kunde von morgen wird laut Lassnig jedoch nicht nur die flexible Zusammenstellung von Angeboten einfordern, die ein Reiseveranstalter gerade im Portfolio hat, sondern verlangen, dass alle Produkte einer Destination unter einem Dach tagesaktuell gebucht werden können. Neben Basics wie Anreise, Unterbringung und optionalen Ausflügen müssten dann auch regionale Produkte wie Reitstunden, Fischereikarten oder Führungen durch das Heimatmuseum zur Online-Buchung zur Verfügung stehen. Solche Lösungen seien „technisch durchaus machbar, stellen organisatorisch jedoch eine Herausforderung für Destinationen dar, da ja alle Leistungsträger einer Region kooperieren müssen“, meint Lassnig. Ein Vorreiter in Sachen Dynamic Packaging auf Destinationsebene ist z. B. Bodensee-Vorarlberg Tourismus mit seinen „Festspielen nach Maß“.

Standortinfos und Personalisierung: Schon heute finden sich auf den meisten Buchungsplattformen Standort-Infos: Wenn der Gast ein Hotel sucht und das Haus seiner Wahl gefunden hat, zeigt ihm das System z. B. über eine in die Seite integrierte Karte von Google-Map den exakten Standort an. So lässt sich feststellen, ob der Strand am See oder die Seilbahnstation tatsächlich in Gehweite liegen. Diese sogenannten „Space Services“ (jegliche Art von digitalen Diensten, die die Umgebung des Users berücksichtigen) haben in Zukunft noch großes Erweiterungspotenzial. Neben der geografischen Lage des Hotels oder Orts interessieren den Gast z. B. auch Einkaufsmöglichkeiten am Urlaubsort, Restaurants oder Sehenswürdigkeiten, kulturelle Events und Veranstaltungen – mit tagesaktueller Angabe von Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Reservierungsmöglichkeiten.

Hand in Hand mit dem virtuellen Zugriff auf lokale Informationen schreitet auch die Personalisierung der Dienste auf Plattformen weiter fort. Ausgeklügelte Suchprofil-Möglichkeiten werden dem Gast helfen, gefilterte Angebote auf dem Bildschirm zu erhalten, die seinem – im Voraus definierten – Wünschen entsprechen. Dies können in der Kategorie „Essen & Trinken“ zum Beispiel sein: bodenständige Küche, Terrasse, Kärntner Spezialitäten, Küche bis 24 Uhr u. v. m.


Was Experten aus der touristischen Online-Branche über die Zukunft des E-Reise-Business zu sagen haben, lesen Sie in der aktuellen Printausgabe Februar/März 2008 des bulletin, die bei der ÖW erhältlich ist.

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23.01.2008
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