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Markt Schweiz: Grüezi!
Das Urlaubsland Österreich hat für die reiselustigen Schweizer das passende Angebot. Touristiker müssen nur noch ihr Marketing auf die Eidgenossen ausrichten. Wie, dazu hier die besten Tipps.
In der Schweiz lässt es sich gut leben: Das bergige Land mit seinen über sieben Mio. Einwohnern steht für Wohlstand und Lebensqualität. Solche Rahmenbedingungen beflügeln natürlich auch das Fernweh: 87 Prozent der Schweizer unternahmen in den letzten drei Jahren einen Auslandsurlaub oder planen bis 2009 einen Trip jenseits der Landesgrenzen. In absoluten Zahlen bedeutet das ein Markt von 5,4 Mio. Gästen.

Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland stehen bei den Eidgenossen hoch im Kurs. Österreich wurde in den letzten drei Jahren von 28 % der Auslandsurlauber besucht und liegt damit an 4. Stelle des Beliebtheitsrankings. Dies geht aus einer Länderstudie hervor, welche die Österreich Werbung 2006 in der Schweiz durchführen ließ.

Interesse nimmt zu
Die gute Position Österreichs auf dem Schweizer Markt spiegelt sich auch in der Entwicklung der Nächtigungen und Ankünfte wider: Von 2000 bis 2006 stiegen die Übernachtungen der Eidgenossen in rot-weiß-roten Betten um 23 Prozent auf rund 3,5 Mio., davon entfielen knapp 60 Prozent auf die Sommersaison. Die Ankünfte schnellten im selben Zeitraum um rund 26 Prozent auf 925.000 in die Höhe. Die Schweiz ist damit – nach Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien – der viertwichtigste Auslandsmarkt für den Österreich-Tourismus.

Bei näherer Analyse der Reiseabsichten - jeder Dritte plant in den nächsten drei Jahren eine Österreich-Reise – scheint es, dass dieser Markt vor der Haustüre noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Badeangebot kommunizieren
Im Ranking der beliebtesten Urlaubsarten stehen laut ÖW-Länderstudie bei den Schweizer Auslandsreisenden Städtetrips, Badeferien und der Erholungsurlaub an der Sonne an der Spitze. Einen hohen Stellenwert besitzen auch Wellness, Wintersport, Rund- und Kulturreisen.
In den Augen der Schweizer eignet sich die Alpenrepublik zwar für eine Reihe von Urlaubsarten, kann aber bei zwei der drei Top-Ferientypen – dem Badeurlaub und dem Erholungsurlaub in der Sonne – nicht punkten. In diesen Zusammenhang eine weitere interessante Erkenntnis aus der ÖW-Studie: Jeder zweite Eidgenosse ordnet Österreich Seen zu, aber nur jeder fünfte bringt sie mit Bademöglichkeiten in Verbindung. Das Schwimmen in den heimischen Seen scheint bei den Schweizern jedoch seine Fangemeinde zu haben. Hier stehen Österreichs Touristiker nun vor der Aufgabe, das Strandleben an Österreichs Badeseen zu kommunizieren, um mit diesem Informations-Manko aufzuräumen.

Wenn es um die Entscheidungskriterien für eine Destination geht, kann Österreich fast die Wünsche der Schweizer erfüllen. Zu den wichtigsten Punkten zählen hier das gute Preis-Leistungs-Verhältnis, schöne Landschaft, leichte Erreichbarkeit, Gelegenheiten zur Entspannung, Gastfreundschaft und Kulinarik.

Gutes Winterimage
Die Schweizer kommen zwar überwiegend in der Sommersaison nach Österreich, können sich aber auch für Winterferien in der Alpenrepublik (rund 40 Prozent der Nächtigungen) begeistern. Daher kann die Beschäftigung mit den Wünschen der "Schwiizer" in Sachen Winter bzw. Wintersporturlaub zielführend sein: Bei der Auswahl einer Wintersportdestination achten die Schweizer Gäste vor allem auf Schneesicherheit, die Preise für Skipässe und auf moderne Infrastruktur der Liftanlagen. In Sachen Schneegarantie und günstiger Skipässe kann Österreich die Anforderungen nicht ganz erfüllen, schneidet aber in diesen Punkten laut ÖW-Studie wesentlich besser ab als die Schweiz. Bei allen anderen Kriterien – moderne Skiinfrastruktur, große Skigebiete und gutes Après-Ski-Angebot – überzeugt die rot-weiß-rote Destination voll und ganz. Und wenn sich die Schweizer für ihre Winterferien in Österreich noch etwas wünschen dürfen, dann mehr Angebote für Kids & Co.

Generell schlechte Noten erhält Österreich für die mangelnde Schönwettergarantie, das Nachtleben, Schlechtwetterangebote und das Shopping. Außerdem reüssiert Österreich nicht gerade beim Prestige, ist es doch laut Meinung der Befragten der eigenen Heimat zu ähnlich. Auch für Attribute wie erlebnisreich, vielfältig, außergewöhnlich, unverfälscht und unterhaltsam gibt es nur geringe Zustimmung.
Text: Susanna Gassner

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20.07.2007
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