... sind loyale Mitarbeiter: Sie halten ihrem Unternehmen über längere Zeit hinweg freiwillig die Treue – Mitarbeiter sind wertvolles (bzw. das wertvollste) Unternehmens-Kapital. Wenn sich durch häufigen Mitarbeiterwechsel ständig ein Teil dieses Kapitals in Luft auflöst, kann der Betriebserfolg nicht befriedigend ausfallen.
... leisten bessere und effizientere Arbeit als unmotivierte Kollegen (weisen z. B. auch weniger Krankenstandstage auf).
... machen die unternehmerischen Interessen zu ihren eigenen.
... identifizieren sich mit einem Betrieb und zeigen selbstständiges unternehmerisches Handeln.
... sprechen oft, gut und gern über ihr Unternehmen.
... können Gäste und andere Mitarbeiter begeistern.
... sind ein Garant für Gäste-Treue, denn Käufer- und Mitarbeiterloyalität verstärken sich gegenseitig.
Ein Schatz in Gestalt eines motivierten und loyalen Mitarbeiters fällt dem Chef keineswegs in den Schoß. Nur aus überdurchschnittlichem Engagement für die Mitarbeiter entwickeln sich auch überdurchschnittliche Leistung und Treue. Der logische Umkehrschluss: Wer seine Mitarbeiter schlecht behandelt, bekommt schlussendlich die Rechnung dafür präsentiert: Schlimm genug, wenn unzufriedene Angestellte nur Dienst nach Vorschrift erledigen und keinen Strich mehr, wenn aber Mitarbeiter unter vorgehaltener Hand schlecht über ein Unternehmen reden, können sie empfindlichen Vertrauens- und damit Kundenschwund auslösen.
Verliebt in den Job
Die Begeisterung eines Mitarbeiters gilt als Motor für Loyalität und Spitzenleistungen. Landläufig ist zwar von Mitarbeiter-Zufriedenheit die Rede, doch nur begeisterte Mitarbeiter sind weitgehend immun gegen Abwanderungsgedanken und Abwerbung.
Begeisterung lässt sich jedoch nicht einfach einfordern. Diese muss sich ein Unternehmer genau wie Loyalität erst erarbeiten. Es gibt eine Reihe an Begeisterungsfaktoren – solche, für die der Unternehmer in die Tasche greifen muss und jene, die keinen Cent kosten. Zu letzteren zählen etwa die Mit- und Selbstbestimmung ebenso wie Lob durch den Vorgesetzten oder regelmäßiger Informationsfluss (mehr dazu in der Checklist "Begeisterungsfaktoren für Mitarbeiter" unten). Auch die monetäre Anerkennung der Mitarbeiterleistung wirkt – wenigstens zu Beginn – begeisternd. An mehr Geld gewöhnen sich die Mitarbeiter jedoch relativ schnell, an mangelnde Zuwendung hingegen nie. Beim Gast ist es übrigens genau so: Wenn ein Betrieb emotional nichts Außergewöhnliches zu bieten hat, entscheidet immer der Preis.
Checklist
Welche Faktoren begeistern Mitarbeiter?
Zur Erinnerung: Vorgesetzter verhält sich ehrlich, zuverlässig, berechenbar, gerecht, respektvoll, hält seine Versprechen immer ein und entschuldigt sich, wenn er einen Fehler gemacht hat.
- Spielraum und Wahlmöglichkeiten im Aufgabenbereich
- laufendes Feedback (Lob und Tadel)
- Konkrete Zielvorgaben
- Perspektiven und Aufstiegschancen im Betrieb bieten
- Investition in Aus- und Weiterbildung
- regelmäßiger Informationsfluss und Kommunikation als Dialog zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter
- Transparenz in der Unternehmensstrategie
- Klarheit in der Kommunikation
- Humor darf nicht fehlen
- Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen
- regelmäßig Überraschungen und Dankeschöns
- Bonussystem für hervorragende Leistungen
- Chef-Zeit für jeden Mitarbeiter
- Vermittlung von Sicherheit
- Mit- und Selbstbestimmung der Mitarbeiter






