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Österreichs Tourismus-Schüler und -Studenten zieht es in die weite Welt, um ihren Horizont im Rahmen von Auslandspraktika zu erweitern. Im bulletin berichten „Weltenbummler“ über touristische Perspektiven in der Ferne.
Magdalena Brettmaiser, FH-Wien-Studiengang „Tourismus-Management.
Hotel Jumeirah Emirates Towers, Dubai
Glanz und Glamour und auch der eine oder andere internationale Star begegneten mir bei meinem Praktikum in der 400-Betten-Hochburg Jumeirah Emirates Tower in Dubai. Im Luxushotel lernte ich an der Rezeption und als Concierge, die berühmte arabische Gastfreundlichkeit selbst zu leben. Am faszinierendsten war für mich sicher das Zusammentreffen so vieler verschiedener Kulturen an einem Ort: allein das Personal im Hotel setzte sich aus 62 verschiedenen Nationalitäten zusammen. Die einzige erlaubte Sprache im Umgang mit den Kollegen ist Englisch.
Meine organisatorischen Fähigkeiten konnte ich besonders in der Concierge-Position enorm steigern, denn im Umgang mit den Gästen gibt es kein „Nein“: Beispielsweise musste ich spezielle Haarshampoos auftreiben, Yachtausflüge mit Bauchtanzprogramm organisieren oder einen Bäcker ausfindig machen, dessen arabisches Gebäck es einem Gast besonders angetan hatte. Obwohl Dubai sehr westlich ist, prägt dennoch der Islam die Mentalität: Dann und wann wollte ein gläubiger Gast mit mir als Frau nicht kommunizieren. Die weiblichen Hotelangestellten mussten extrem auf ihr Äußeres achten: immer perfekt geschminkt, die Haare immer zurückgebunden, die Nägel manikürt.
Christine Knaller, FH Joanneum „Gesundheitsmanagement im Tourismus“
Siddhalepa Ayurveda Health Resort Wadduwa, Sri Lanka
Ayurveda, dort, wo es zuhause ist, durfte ich in einem 50-Betten Spa-Resort in Sri Lanka miterleben. Der große Unterschied zum Arbeitsalltag in einem österreichischen Wellness-Tempel liegt sicher in der Ruhe und Gelassenheit, die dort herrscht. „Schnell, schnell“ läuft in Sri Lanka nichts. Die Uhren gehen dort langsamer – jeder arbeitet in seinem persönlichen Rhythmus. Die Religion, also der Buddhismus, bestimmt im Gegensatz zur westlichen Welt das Leben.
Die meisten Einheimischen können sich freilich keinen Aufenthalt im Resort leisten: Angesichts der bescheidenen Lebensverhältnisse der Bevölkerung relativiert sich Vieles, was man aus der westlichen Konsumgesellschaft kennt. Lustig war es für mich, als Hellhäutige die Exotin zu sein: Einmal fragte sogar ein Brautmodengeschäft an, ob ich als Model zur Verfügung stehen würde.
Was Bernadette Helmberger über ihren Aufenthalt in New York, Philipp Pögl über seine Erfahrungen in Ägypten und Julia Weger über ihr Auslandssemester in Argentinien zu berichten haben, lesen Sie in der aktuellen Printausgabe des bulletin 6/07, die bei der ÖW erhältlich ist.
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11.06.2007
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