Und allen Prognosen zufolge dürften sich das virtuelle Suchen und Kaufen von Trips, Hotelzimmern und anderen Reisedienstleistungen weiter steigern: 2002 gingen erst 3,5 Prozent aller in Europa georderten Urlaubs-Services online über den Ladentisch, heuer sollten es bereits 7,5 Prozent sein. Laut einer Untersuchung von Jupiter Research, einem amerikanischem, auf Internet-Marktforschung spezialisierten Unternehmen, sollen weltweit bis 2008 rund 40 Prozent der Online-Konsumenten auch Reiseleistungen über das WWW buchen. Deutlicher noch die Daten, die das Münchner Internet-Beratungsunternehmen Ulysses auf den Tisch legt: In naher Zukunft lösen – nach Stückzahlen – Last-Minute-Reisen, Pauschalreisen und Flugtickets den bisher über das Internet meist verkauften Produkten wie Bücher, CD’s usw. den Rang ab.
Online-Umsätze legen stark zu
In konkreten Zahlen: Im Vorjahr erreichten die Online-Reiseumsätze in Europa eine Höhe von rund 22 Mrd. Euro. Für 2006 ist mit einem Anstieg um 26 Prozent auf 27 Mrd. Euro zu rechnen. Zu den ‚fleißigsten’ Online-Buchern in Europa zählen die Briten, die rund 37 Prozent zu den via Internet getätigten Reiseeinkäufen beitragen. Österreich, die Schweiz, die Benelux-Länder und Irland bringen es gemeinsam gerade einmal auf zehn Prozent. Nach Reiseprodukten führen Flugtickets (58 %), Pauschalreisen (16 %) und Hotelbuchungen (15 %) die touristische Online-Umsatzstatistik in Europa an.
Um diese Tendenz zur virtuellen Buchung in klingende Münze umzuwandeln, stehen dem Hotelier eine Reihe von Online-Vertriebswegen offen:
- eigene Homepage mit gutem Suchmaschinenmanagement
- Präsentation des Beherbergungsbetriebs auf dem Portal des Tourismusverbands
- Online-Präsentation durch eine Sales- und Marketing-Gemeinschaft
- Reservierungssysteme einer Kette
- Plattformen von Angebotsgruppen
- Virtuelle Reiseveranstalter-Portale
- Internetbasierte Verkaufssysteme für die Reisebüros, die Global Distribution Systeme (GDS)
Der Hotelier sieht sich also mit einer Fülle von Vertriebsmöglichkeiten im Cyberspace konfrontiert. Vor allem Reiseplattformen gibt es sonder Zahl, aber nur rund fünf große Online-Plattformen sind in Europa für 70 Prozent des Umsatzes verantwortlich. Bei ihrer Recherche stieß die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) auf knapp 300 Portale, die Online-Buchungen für Hotels offerieren. Um heimischen Touristikern einen Leitfaden durch diesen Angebotsdschungel in die Hand zu geben, nahm die ÖHV 90 dieser Plattformen näher unter die Lupe und erarbeitete Evaluierungskriterien für Hoteliers. Die Ergebnisse flossen in die kürzlich präsentierte Studie „Virtuelle Buchungen – reale Gewinne: Webmarketing & Online-Vertrieb“ ein.
Tipps, wie Sie die richtige Online-Plattform finden, erhalten Sie in der Printausgabe des bulletin 4/06, die bei der ÖW erhältlich ist.






