„Hohe Tauern Health“ gilt als innovatives, interdisziplinäres Tourismusprojekt, das Vorbildcharakter für die Branche hat. Hier ein Kurzporträt.
Der Nationalpark Hohe Tauern birgt einen besonderen Schatz: die Krimmler Wasserfälle. Sie zählen mit 380 Metern zu den höchsten Europas und gelten als Publikumsmagnet. Mittlerweile pilgern nicht nur Gäste zu den Wasserfällen, um das atemberaubende Naturschauspiel zu beobachten, sondern sie machen sich auch ihre Heilkraft bei einem Urlaub der Marke „Hohe Tauern Health“ zunutze. Dieses Angebot zählt zu jenen sechs Projekten, die 2011 im Rahmen der „Innovationsmillion“ (siehe Kasten) gefördert wurden.
Kururlaub im Sprühnebel
Seit Jahren arbeitet die Initiative „Hohe Tauern Health“ gemeinsam mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg daran, die Heilkraft der Krimmler Wasserfälle medizinisch zu erforschen. Der feine Sprühnebel der Krimmler Wasserfälle hat, wie 2008 erwiesen wurde, starke Heilkraft bei allergischem Asthma. Durch Fallhöhe und Wucht des Aufpralls der Tropfen laden sich die Teilchen elektrisch auf und wirken – eingeatmet – positiv auf den Organismus.
Dieses Wissen liefert die Basis für ein innovatives Tourismusprojekt: Gemeinsam mit dem Tourismusverband Krimml und Partnern aus den Bereichen Medizin, Wissenschaft und Tourismus entwickelte die ARGE „Ganzjahresdestination Verein Hohe Tauern Health“ das Projekt „Hohe Tauern Health“. Allergiker und Asthmatiker ziehen dank Wasserfall-Therapie und zertifizierten Allergiker-Hotels nun auch gesundheitlichen Nutzen aus ihrem Aufenthalt in der Region. Die Patienten bleiben nach der Wasserfall-Therapie meist über mehrere Monate hinweg beschwerdefrei. Als vorbildlich gilt die Kooperation auch in puncto Nachhaltigkeit: Sie wertet die Destination mit einem neuen, naturnahen Angebot auf, das den Mehrwert der Saisonverlängerung bietet.
Als interdisziplinäres Produktbündel tragen die Kooperation „Hohe Tauern Health“ Tourismus, Wissenschaft, Medizin und regionale Akteure: Die medizinische Universität erforscht die gesundheitsfördernde Wirkung des Phänomens, niedergelassene Ärzte sowie das Krankenhaus Mittersill kontrollieren den Gesundheitserfolg und die Ranger des Nationalparks Hohe Tauern begleiten die Aufenthalte am Wasserfall und bieten weitere Freizeitaktivitäten an.
Rundum-Betreuung
Während des 14- oder 21-tägigen Kuraufenthalts in einem der frei wählbaren allergikergerechten Hotelbetriebe verbringen die Gäste täglich mindestens eine Stunde am Wasserfall. Darüber hinaus absolvieren die Besucher Atemschulungen bei qualifizierten Trainern, werden von Physiotherapeuten und Diätologen beraten und informieren sich bei Vorträgen des Universitätspersonals über das wissenschaftliche Fundament der Therapie. Am Ende des Aufenthalts zertifizieren die Kooperationsärzte zusammen mit dem Krankenhaus und der Paracelsus Privatuniversität die gesundheitliche Verbesserung.
Die Allergikerzimmer in den Partnerbetrieben werden regelmäßig auf Auslöser für Allergie und Asthma kontrolliert, auch in der Küche finden die besonderen Ansprüche dieser Zielgruppe Berücksichtigung. Mit der im Paket inkludierten „Hohe Tauern Card“ haben die Gäste zudem die Möglichkeit, bis zu 168 unterschiedliche Ausflugsziele in der Region kennenzulernen.
Wie sich das Projekt „Hohe Tauern Health“ auf den Tourismus in der Region auswirkt, verrät die aktuelle Printausgabe des bulletin Februar/März 2012, die bei der Österreich Werbung erhältlich ist.





