Der Wirtschaftsaufschwung ermuntert zum Reisen: In den ersten vier Monaten 2010 erhöhten sich die Ankünfte rund um den Globus um stolze sieben Prozent, nachdem sie im Vorjahr eine deutliche Einbuße erlitten.
Die Wolken am Tourismushimmel lichten sich: Für das heurige Jahr prognostiziert die World Tourism Organization (UNWTO) in ihrem jüngsten Barometer ein Wachstum der internationalen Ankünfte um drei bis vier Prozent. 2009 musste die globale Tourismuswirtschaft einen Rückschlag hinnehmen. Die Ankünfte verminderten sich um 4,2 Prozent auf 880 Mio.
Positiver Trend
Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. In den ersten vier Monaten dieses Jahres erhöhten sich die Ankünfte weltweit um sieben Prozent, womit sich der positive Trend aus dem letzten Quartal des Vorjahres fortsetzte. Allerdings konnten nicht alle Destinationen gleichermaßen von dem Aufschwung profitieren. Denn die internationale Reisegesellschaft zog es verstärkt in Schwellenländer (+ 8 % bei den Ankünften), während Reisen in Industriestaaten (+ 5 %) weniger gefragt waren.
Mittlerer Osten als „Weltmeister“
Als Weltmeister unter den Regionen der Erde ging im ersten Jahresdrittel der Mittlere Osten hervor. Die Ankünfte in diesem Raum erhöhten sich um 33 Prozent. Allerdings, so die UNWTO-Experten in ihrem Barometer, muss dieser enorme Anstieg vor dem Hintergrund einer sehr schwachen Entwicklung in den Vergleichsmonaten 2009 gesehen werden. Asien und der pazifische Raum konnten die Ankünfte um zwölf Prozent steigern. Nord- und Südamerika kamen mit einer Zunahme um sechs Prozent nah an den weltweiten Durchschnitt heran, während die Ankünfte in Afrika um sieben Prozent stiegen. Der afrikanische Kontinent widersetzte sich übrigens als einzige Region der Erde dem Trend und konnte auch 2009 sein Gästevolumen ausdehnen.
Westeuropa im Plus
In Europa stagnierten die Ankünfte (0,3 %), wobei die Subregionen des Alten Kontinents eine unterschiedliche Performance zeigten: Westeuropa verbuchte ein Ankunftsplus von drei Prozent, und Südeuropa kam auf einen Anstieg von zwei Prozent. Zentraleuropa (- 2 %) hinkte dem europäischen Durchschnitt ebenso hinterher wie Nordeuropa, das stark von der Einstellung des Flugverkehrs auf Grund des Vulkanausbruchs in Island betroffen war und eine deutliche Einbuße (- 7 %) erlebte.
Von der wieder aufkeimenden Reiselust profitierten auch die Airlines, die im Vorjahr einen Passagierrückgang um 2,5 Prozent hinnehmen mussten. In den ersten vier Monaten dieses Jahres hat sich Zahl der Fluggäste global um sechs Prozent erhöht. Während die Fluggesellschaften auf allen Kontinenten mehr Passagiere beförderten, mussten sie in Europa auf Wachstum verzichten.
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16.08.2010
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