- Eine Umkehr der sozialen Entwicklung ist unwahrscheinlich.
- Die positive Entwicklung der Reisen der Bestverdiener kann jene der unteren Schichten nicht kompensieren.
- Die Anzahl der Urlauber wird daher weiterhin stagnieren.
- Die Zahl der Zweit- und Mehrreisen nimmt tendenziell ab.
- Die Preissensibilität steigt weiter an.
- Der deutsche Inlandsmarkt wird davon tendenziell profitieren.
- Anbieter von höherwertigen Angeboten werden es künftig etwas schwerer, jene von preisgünstigeren Reisen etwas leichter haben.
- Die Konkurrenz wird insgesamt härter.
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Wettbewerb wird härter
Der deutsche Reisemarkt verhält sich weiter stabil. Bei näherer Analyse zeigen sich dennoch Veränderungen auf Grund der wirtschaftlichen Entwicklung. Was das für die touristische Nachfrage bedeutet, lesen Sie hier.
Wenn auch die Zahl der Trips der Deutschen sowie ihre Reiseintensität seit Jahren auf hohem Niveau stagnieren, zeigen sich unter dieser scheinbar glatten Oberfläche neue Aspekte der touristischen Nachfrage. Abgesehen davon, dass unsere deutschen Nachbarn stets neue Destinationen und Urlaubsformen für sich entdecken und ihre Ferienwünsche ständig präzisieren, wächst ihre Reisekompetenz und damit auch der Anspruch an das Angebot.
Stagnation in Sicht
Der hohe Stellenwert, den die jährliche Urlaubsreise bei den Deutschen genießt, sichert auch weiterhin eine stabile touristische Nachfrage. Ein Wachstum des deutschen Reisemarkts in den nächsten Jahren hingegen scheint äußerst unwahrscheinlich. Dafür gibt es zwei Gründe: die wirtschaftliche Lage von Teilen der Bevölkerung, die sich nicht so rosig darstellt, wie Medien und Politik es oft vermitteln, und das fortschreitende Auseinanderklaffen der sozialen Schere. Dies geht aus einer aktuellen Analyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (F.U.R.) hervor, die sich neben den eigenen Daten auf den Armuts-/Reichtumsbericht der deutschen Bundesregierung 2007 und eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung über die „Bröckelnde Mittelschicht“ stützt.
Danach hat sich der Anteil der Mittelschicht an der deutschen Bevölkerung von noch 63 Prozent in 2000 auf 54 Prozent im Jahr 2007 verringert, während die untere, armutsgefährdete Einkommensgruppe im selben Zeitraum von 19 auf 25 Prozent wuchs. Der Anteil der reicheren Bundesbürger hat sich hingegen nur um zwei Prozentpunkte auf 21 Prozent erhöht. In absoluten Zahlen heißt das: Die reiseaktive mittlere Einkommensgruppe schrumpfte in den vergangenen sieben Jahren um 2,8 Mio. Personen. Der an der Armutsgrenze lebende Teil der Deutschen erhöhte sich um 3,3 Mio. Personen und die wirklich Wohlhabenden konnten ihren Kreis nur um eine knappe halbe Mio. erweitern.
Die Entwicklungen in Kürze
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18.08.2008
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