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Holger Sicking

Mag. Holger Sicking
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Radurlauber: Was sie wollen, was sie brauchen, wie sie ticken
Mehr als 6% der Gäste im Sommer in Österreich sind Radurlauber. Zeit sich diese Gruppe etwas genauer anzuschauen. Die ÖW präsentiert die Ergebnisse von zwei qualitativen Studien.
Über 6% der Sommergäste in Österreich sind Radurlauber, die angeben häufig während ihres Aufenthalts mit dem Rad gefahren zu sein (Quelle T-MONA). Vor allem die Deutschen Gäste sind begeisterte Radurlauber, aber auch die Nachfrage aus den osteuropäischen Nachbarländern wie z.B. Tschechien kommt langsam in Fahrt.

Die Österreich Werbung hat im Laufe des letzten Jahres zwei spannende Projekte zum Thema Radurlaub durchgeführt. Die Ergebnisse stehen nun allen österreichischen Touristikern kostenlos zur Verfügung.

In einem ersten Projekt diskutierten tschechische Urlauber in Fokusgruppen über ihre Motive, Einstellungen, Erfahrungen, Ansprüche, etc. zum Thema Radurlaub bzw. Radurlaub in Österreich. Die Teilnehmer wurden z.B. aufgefordert einen idealen Radurlaub in Österreich zu kreieren. Darüber hinaus haben sie ganz konkrete österreichische Radurlaubsangebote bewertet.

In einem zweiten Projekt haben wir marktforscherisch Neuland betrieben. 40 Teilnehmer eines Onlinepanels aus Deutschland haben über 2 Wochen auf einer eigens programmierten Internetplattform über Radurlaub diskutiert. Wir haben mit Ihnen zusammen über den idealen Radurlaub gesprochen, verschiedene Online-Chats durchgeführt, Aufgaben gestellt, Collagen online erstellt, etc..

Die Tschechen z.B. nehmen Österreich in erster Linie als Land der Berge war. Was im Winter von Vorteil ist (Skifahren), wird im Sommer in Bezug auf Radurlaub zum Nachteil, da die Berge mit Anstrengung beim Radeln in Verbindung gebracht werden. Daher liegt eine Chance in der stärkeren Bewusstmachung von Streckenführungen, die auch dem Durchschnittsfahrer gerecht werden (z.B. der Donauradweg). Der Tscheche scheint ein sehr geselliger Radurlauber zu sein. Dementsprechend steht das gemeinsame Genießen der Natur im Vordergrund. Auch die Abende wollen die tschechischen Radurlauber eher gesellig miteinander verbringen. Auffallend war, dass die tschechischen Teilnehmer Sternfahrten bevorzugen. Während die deutschen Radurlauber im Projekt eher von A nach B nach C fahren wollen, wünschten sich die Tschechen eher das Ausflugsradeln an wenigen fixen Standorten, also eher wenige Unterkünfte und von dort jeweils Tagesausflüge mit dem Rad. In Deutschland besteht die Herausforderung für den österreichischen Radurlaubstourismus in der Abgrenzung zu Deutschland. Österreich hat ein tolles Image, die Deutschen unternehmen ihren Radurlaub allerdings sehr gern im eigenen Land, d.h. die Konkurrenz „Inlandsurlaub“ ist sehr stark. Die Unterschiedlichkeit des österreichischen Angebots ist anscheinend noch nicht ausreichend, die Vorteile der Faktoren Nähe und Vertrautheit wettzumachen.

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Radfahren in Österreich
 
Tschechische Radurlauber
 
 

 
17.11.2011
Österreich Werbung / Wolfgang Zajc
 
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