- Die Orientierung an der Rolle der organisatorisch und ökonomisch cleveren Planerin
- Der Appell an den Geschmack von Frauen, die atmosphärisch Dichtes lieben
- die sinnlich wahrnehmen wollen
- die sich an Details erfreuen
- die auch im Alltag eine gewisse Ästhetik verlangen
- Die Abgrenzung gegen Frauenbilder, von denen sie sich abheben wollen: das Bild des klassischen Weibchens und das der Emanze
Um die weiblichen Gäste umfassend zufrieden zu stellen, genügt nicht bloß eine adäquate Ansprache. Ferien beginnen bei der Suche des Wunschzieles und enden bei der Abfahrt "Versetzen Sie sich in die Rolle Ihrer Kundinnen. Begeben Sie sich auf eine Customer Journey!", regt das Professorinnenduo Birgit Mager/Uta Brandes von der Köln International School of Design an. Konkret heißt das etwa für Hoteliers: Die einzelnen Stationen von der Auswahl des Hotels, über die Buchung bis zum Abendessen und zur Abreise von einem weiblichen Standpunkt aus zu betrachten.
Mager und Brandes orteten bei ihren Recherchen speziell in den für reisende Frauen wichtigen Bereichen Sinnlichkeit, Sicherheit und Soziales klare Defizite. Entspannendes und Atmosphärisches (Licht, spezielle Pflegeprodukte, Willkommensgeschenke) sollten nach Meinung der Service-Profis verstärkt in die Hotelzimmer Einzug finden.
Helle übersichtliche Gänge und Außenbereiche des Hotels, ein/e Mitarbeiter/in, der/die Ratsuchenden Tipps für Restaurants, Öffis usw. gibt, stillen das Bedürfnis nach Sicherheit und Vertrauen von Kundinnen. Und die soziale Komponente stärkt beispielsweise die Vermittlung eines Welcome-Gefühls etwa durch persönliche Begrüßung und nachvollziehbare übereinstimmende Prinzipien bei weiblichen Gästen und Anbieter (u. a. im Umgang mit Umwelt und Menschen)...
"Frauen reagieren besonders positiv auf kleine und persönliche Details in der Dienstleistung – von Frauenparkplätzen in Garagen bis hin zu besonderen Pflegeprodukten im Hotelbad. Gerade im Service Design ist noch viel Potenzial vorhanden", so Mager. "Es wäre möglich, einer Frau beim Check-in eine einfache Shorts/T-Shirt Kombination anzu-bieten, wenn sie keine Sportsachen mitgeschleppt hat und dennoch den Fitness-Raum nützen möchte."



