Fazit: Sie hassen falsche Schnäppchen..
Eine adäquate Kommunikation berücksichtigt daher:
- Die Eigenschaft der Frau als clever Kalkulierende
- präsentiert die Angebote übersichtlich
- gibt Planungshilfen
- und ermöglicht ein schnelles Erfassen des Preis/Leistungsverhältnisses.
Soweit. So gut. Es erfordert jedoch sehr viel mehr Geschick, Frauen wirklich spezifisch anzusprechen. Wer auf ein Patentrezept hofft, muss enttäuscht werden: Denn: Es gibt keine für alle Frauen verbindliche Glücksvorstellung und Erwartungshaltung an den Urlaub. Wenig zielführend, so die ÖW-Studie, ist auch eine Ansprache á la "Segeln für die Frau", "geschützer Bereich für Frauen" oder gar ein schwesternhaftes Du. Tauchen in Angebotspräsentationen derlei Signale oder Zeichen auf, wird meistens abgeblockt statt gebucht. "Frauen wollen einfach nicht als Frauen angesprochen werden", bringt es Helene Karmesin auf den Punkt. "Speziell Frauen reagieren sehr sensibel gegenüber Ansprachen, die sich allein auf biologische Unterschiede beziehen.", meint Karmesin.
Packages mit geschlechtsspezifischen Differenzierungen lassen sofort die kulturelle Konstruktion von Rollen ablaufen, von denen sich "Frau" dezidiert abheben möchte: das klassische, traditionelle Weibchen (oh wie empfindsam, kaum belastbar, muss in der Außenwelt beschützt werden), aber auch die Emanze (männerfeindlich, hart, frustriert, nicht auf Äußerlichkeiten bedacht) und teilweise auch die esoterisch-spirituell orientierte Frau (die Hexe").



