Auf allen zentraleuropäischen Zukunftsmärkten (Slowakei, Rumänien, Kroatien, Slowenien, Bulgarien und Serbien) punktet Österreich in erster Linie mit seinem Winterprodukt. Österreichs Konkurrenten sind heimatliche Skigebiete, Nachbarländer wie Tschechien, Italien oder Slowakei – und trotz der Entfernung auch Frankreich. Die Reisetrends im Sommer: Die Küsten und ländliche Erholungsgebiete des eigenen Landes, sowie Mittelmeerdestinationen. Als attraktiv gelten ganzjährig auch Kultur- und Städtereisen, für die sich vor allem das gebildetere und einkommensstärkere Publikum ab 40 Jahren interessiert.
Die beliebteste Urlaubszeit fällt auf den Sommer, wobei die Dauer der Trips zwischen 8 und 14 Tagen liegt. Kurzferien als Zweiturlaub spielen eine immer bedeutendere Rolle. Gäste aus Zentraleuropa schätzen Qualität und guten Service, wofür sie auch gerne tiefer in die Tasche greifen. Dies wird auch bei der Wahl der Unterkunft deutlich: der Anteil der 4 – 5-Sterne-Hotels erreicht ca. ein Drittel der Buchungen, ein weiteres Drittel der Urlauber buchen 3-Sterne-Kategorie.
Die Rolle der Reiseveranstalter ist weiterhin sehr wichtig, aber Direktbuchungen sowie der Vertrieb über Internet bringen auch große Veränderungen in der Vermarktung von Österreich-Urlauben. Um diese Märkte erfolgreich zu bearbeiten, müssen sich österreichische Anbieter noch mehr auf die neuen Vertriebsformen einstellen und das Endpublikum aktiver ansprechen.
2009 wird die ÖW das Urlaubsland Österreich weiterhin verstärkt auf den zentraleuropäischen Märkten präsentieren und neben der Wintersaison forciert den Sommer vermarkten. Um dem zunehmenden Gewicht des Internets Rechnung zu tragen, startet die ÖW eine E-Kampagne für die Bewerbung der B2C-Länderseiten in allen vier Sprachen. Aus Inseraten und Posteinwurf bestehende Endkundenkampagnen bieten für österreichische Teilnehmer Präsentationsmöglichkeit unter der Dachmarke Österreich. Für alle Märkte steht die Produktion eines Österreich-Katalogs mit buchbaren Angeboten auf dem Programm. Darüber hinaus auf dem Aktivitätenplan: Teilnahme an den wichtigsten Messen (Bratislava: Slowakiatour, Bukarest: TNT und ITF, Celje und Zagreb), Postwurfaktion in allen Hauptstädten sowie stärkere Kontakthaltung mit Reiseindustrie-Vertreter im Rahmen von Studienfahrten, Workshops und Sales Touren.
Um auf diesen zentraleuropäischen Märkten Erfolge zu erzielen, empfiehlt die Österreich Werbung eine konsequente und langfristige Marktbearbeitung über mindestens drei Jahre. Mit ihren Aktivitätspaketen für das kommende Jahr will die ÖW für Tourismusverbände und Betriebe einen Anreiz schaffen, sich auf diesen Märkten verstärkt zu engagieren. Die Packages für Betriebe, Regionen und Landestourismusorganisationen umfassen jeweils ein Bündel von jährlichen Aktivitäten für einen Markt und zeichnen sich durch einen besonders günstigen Preis aus.
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26.08.2008
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