Kultur und Events gepaart mit Naturerlebnis – das sucht der spanische Gast in Österreich. Wie Sie dieses noch große Potenzial an Gästen besser für sich nutzen, dazu hier die besten Tipps.
Seit der Öffnung Spaniens Richtung Europa, der Mitgliedschaft des Landes in der Eurozone und dank zahlreicher Low-Cost-Verbindungen haben sich Trips ins europäische Ausland einen fixen Platz in den Herzen der Spanier erobert. Über 75 Prozent der Reisen spanischer Gäste jenseits der eigenen Landesgrenzen führen nach Europa, das sind jährlich rund 3,5 Mio. Reisen – Tendenz steigend.
Noch großes Potenzial
Und in punkto Europareisen gibt es noch jede Menge Potenzial: Die Europa-Trips der rund 45 Mio. Spanier machen erst einen verschwindenden Teil der rund 175 Mio. jährlichen Ferienaufenthalte der Spanier aus, deren Löwenanteil auf Ziele an den inländischen Küsten und den Bergen entfällt. Häufig ist das eigene Zweitdomizil die Endstation der Feriensehnsucht.
Wenn Destinationen jenseits der Landesgrenzen auf dem Urlaubsplan stehen, punkten allen voran die Nachbarländer Frankreich und Portugal. Österreich besetzt in der Hitliste der beliebtesten Auslandsdestinationen den 11. Platz vor der Schweiz. Als Motiv des Auslandstrips steht die Kultur an erster Stelle, wobei der spanische Gast sich auf diese Reisen („viajes“) gründlich vorbereitet und sie oft auch der Erweiterung des eigenen Horizonts wegen unternimmt. Anders der Erholungsurlaub: Die Ferien, wie Spanier diesen Urlaubstyp bezeichnen, gehören dem Relaxen in der Sonne, am Strand und am Meer, oft gemeinsam mit der Familie.
Von dem Reisetrend Richtung Europa konnte Österreich jedenfalls stark profitieren: Seit 2000 haben sich die Nächtigungen aus Spanien um 50 Prozent auf fast 710.000 in 2008 erhöht, die Ankünfte stiegen um fast 40 Prozent auf 283.000 (2008). Allein im vergangenen Jahr, das Österreich dank der Fußballeuropameisterschaft permanente Präsenz in den spanischen Medien bescherte, legten die Nächtigungen um knapp fünf Prozent und die Ankünfte um 3,6 Prozent zu. Rund zwei Drittel der Nächtigungen aus dem spanischen Markt entfallen auf die warme Jahreszeit, hauptsächlich auf die Monate Juli, August und September.
Kultur, bitte mit Natur
Auch nach Österreich zieht es die Spanier, um die Städte und ihre Kultur zu erleben. Erholungs- und Sporttrips spielen eine eher untergeordnete Rolle. Rund 80 Prozent der Spanier kommen der kulturellen Highlights wegen nach Österreich, 20 Prozent verbringen einen Erholungsurlaub oder machen Wintersport. Neben Sightseeing, musealen Rundgängen, Flanieren in Fußgängerzonen oder Konzertbesuchen genießen die Spanier auch gerne ein Stückchen österreichischer Natur. Rundreisen, die auch in das Umland der Städte führen, gewinnen daher an Bedeutung, ob sie nun organisiert mit der Reisegruppe oder individuell in Form eines Fly & Drive-Packages konsumiert werden. Innsbruck, nach Wien (75 % aller spanischen Gäste) die zweitbeliebteste Städtedestination in Österreich, positioniert sich beispielsweise erfolgreich als imperiale Stadt am Fuße der Berge, die neben städtischem Ambiente auch zu Naturerlebnissen in den nahe gelegenen Tälern (Stubai-, Zillertal usw.) einlädt.
Neben der klassischen Kultur lassen sich Spanier, die zu leidenschaftlichen Themenreisenden zählen, gerne von Events zu Trips anspornen. So waren Angebote rund um Mozart06 sehr gefragt, auch Linz09 konnte laut Werner Fritz, ÖW Region Manager Spanien, beim Publikum aus Spanien Interesse auslösen.
Da Spanien selbst seine Wintersportregionen stark ausbaute, entwickelte sich der Winterurlaub zu einem fixen Bestandteil im Ferienprogramm der Spanier. Laut spanischem Skiverband gibt es 2,6 Mio. Skifahrer. Von dieser wachsenden Zielgruppe reisen 12,5 Prozent ins Ausland, vor allem nach Andorra (Zwergstaat in den Pyrenäen), Frankreich, aber auch nach Österreich, wobei das Potential bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist. König Juan Carlos lässt es sich jedenfalls nicht nehmen, die meisten Winter am Arlberg Skifahren zu gehen.
Wie Sie zu Gästen aus Spanien, Portugal und Brasilien kommen, verraten Ihnen gerne unsere MarktspezialistInnnen.






