Der deutsche Wanderer in Österreich
Während in der Vergangenheit das Wandern häufig als „Seniorensport“ abgestempelt wurde, zeichnet sich in den letzten Jahren eine deutliche Verjüngung des Wanderpublikums ab. Der Anteil der 20 bis 39 jährigen unter den deutschen Wanderern hat sich seit 1998 um 50 Pro¬zent erhöht Das Durchschnittsalter der Wanderer sank lt. einer Profilstudie der Uni Marburg von 51 auf 46 Jahre.
Diese neue Generation der Wanderer hat meist ein überdurchschnittliches Einkommen und eine entsprechende Ausgabenfreude, gepaart mit hohen Qualitätsansprüchen. Der Anteil der Wander-Urlauber mit Abitur oder Hochschulabschluss liegt bei 40 Prozent – das sind immer¬hin doppelt so viele wie im Bevölkerungsschnitt Es zeigt sich auch, dass es Unterschiede zwischen den Altersgruppen gibt, was die Anforderungen an ein Wandererlebnis betrifft. So sind die unter 40jährigen flexibel und anspruchsvoll, die über 60jährigen wanderfreudig und sensibel.
Best Ager
Bei Urlaubsreisen spricht das österreichische Urlaubsangebot auch stark Best Ager an. Best Ager sind einkommensstarke und reisefreudige Personen ab einem Alter von 45 Jahren. Diese Gruppe ist der Wachstumssektor des Tourismus, da es einerseits immer mehr Senioren gibt und andererseits immer mehr am Urlaubsgeschehen teilnehmen.
Es ist abzusehen, dass die derzeit 40 bis 59 Jährigen „im Alter“ mehr und anders reisen werden als die aktuelle Seniorengeneration. In der Altersgruppe 60 bis 69 Jahre liegt die Reiseintensität mittlerweile bei 75 %, bei den Über-70-Jährigen bei 60 %. Sie werden nicht nur mehr Reisen unternehmen, sondern auch differenziertere Ansprüche an den Urlaub haben.