Nachhaltigkeit in Österreich

Schon immer haben es die Österreicher besonders gut verstanden, ihre bestehenden Werte und natürlichen Ressourcen zu bewahren und weiterzugeben. Doch noch nie war dies so wichtig wie heute, wo der Begriff der Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle spielt. Umso besser, dass Österreich in dieser Hinsicht klar punkten kann – wie eine Überprüfung des heimischen Tourismus verdeutlicht. Und zwar anhand der fünf touristischen Erlebnisfelder: Natur, Kultur, Kulinarik, Regeneration und Begegnung.

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Nachhaltigkeit in der Natur

Die faszinierenden Naturlandschaften Österreichs sind bei der Urlaubsentscheidung vieler Gäste ausschlaggebend. Diese intakte Natur ist das Ergebnis nachhaltiger Maßnahmen. Mittlerweile sind rund 25% der Landesfläche durch gesetzliche Regelungen geschützt; 56 „Biogenetische Reservate“ wurden landesweit zur Erhaltung von einzigartigen oder seltenen Arten und Lebensräume eingerichtet. Zum Vergleich: In Deutschland gibt nur ein solches Reservat.

Nachhaltigkeit in der Natur

Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur bedeutet aber auch, den Gästen die Kostbarkeit der natürlichen Ressourcen nahezubringen. Diesbezügliche Aktivitäten der österreichischen Touristiker werden mittlerweile auch international gewürdigt: Beim „Travel und Tourism Competiveness“ Index 2011 des World Economic Forum belegt Österreich etwa in der Kategorie „Umweltqualität“ weltweit den zweiten Platz.

Nachhaltigkeit in der Kultur

Österreich hat international die mit Abstand höchste Museumsdichte. Ein Zeichen dafür, wie sehr das Land die kulturellen Ressourcen zu schätzen und bewahren weiß. Genauso wie die vielen gelebten Traditionen: Allein im oberösterreichischen Brauchtumskalender sind 114 verschiedene Bräuche aufgelistet.

Nachhaltigkeit in der Kultur

Ein Ausdruck der nachhaltigen Kultur ist Architektur in Österreich, die die Identität der regionalen Bevölkerung bewusst zum Ausdruck bringt. Ein Beispiel ist die Vorarlberger Holzbauweise, die ihren Ursprung in der regionalen Holzlandwirtschaft hat. Die Dichte an Holzbauten hier ist im weltweiten Vergleich am höchsten. Dadurch wird eine ökologische als auch kulturelle Nachhaltigkeit garantiert – schließlich ist der Holzbau nicht nur umweltfreundlich, sondern auch Ausdruck der Mentalität der Einheimischen.

Nachhaltigkeit in der Kulinarik

Österreich ist Europameister in der biologischen Landwirtschaft: Mehr als 20.000 österreichische Bäuerinnen und Bauern bekennen sich bereits zur biologischen Produktionsweise; 20% der ökologischen Anbaufläche des Landes werden biologisch bewirtschaftet – das Vierfache vom EU-Durchschnitt, der bei 4,7 % liegt. Beinahe 10% der Weinanbaufläche des Landes wird bereits biologisch bewirtschaftet, während es in Deutschland nur 5,2 %, in Italien 6,8%  und in Frankreich 6% sind.

Nachhaltigkeit in der Kulinarik

Die Nachhaltigkeit in punkto Ernährung zeigt sich auch an der Regionalität der verwendeten Produkte. Es gibt kaum mehr ein gehobenes Restaurant, das nicht auf regionale und saisonale Produkte setzt. Und auch bei Fair-Trade-Produkten ist Österreich ein Vorzeigebeispiel: Gemessen am Pro-Kopf-Umsatz liegt unser Land weltweit unter den Top 5 Märkten.

Nachhaltigkeit in der Regeneration

Österreich verfügt über ein besonders umfangreiches traditionelles Heilwissen. Im Bereich der Regeneration werden die natürlichen Ressourcen des Landes sowie das von Generation zu Generation weiter gegebene Erfahrungswissen oft und gerne genutzt. Weltweit einzigartig ist etwa die Idee, die heilende Kraft natürlicher Wasserfälle therapeutisch zu nutzen: Die wohltuende Wirkung der „Wasserfall-Elektrizität” bei Asthma und Allergien wurde bei den Krimmler Wasserfällen erstmals untersucht und wird dort auch bereits erfolgreich angewendet.

Nachhaltigkeit in der Regeneration

Weitaus bekannter ist die gesundheitsfördernde Wirkung von Thermal- und Heilquellen, die in der steirisch-burgenländischen Thermenregion in besonders hoher Dichte vorkommen und mehrfach genutzt werden: Im Sinne der Nachhaltigkeit wird die Abwärme der natürlichen Quellen auch zum Heizen der Thermalanlagen oder benachbarter Gebäude genutzt. Die Therme Bad Loipersdorf strebt sogar als erste Therme Europas eine Klimazertifizierung an.

Nachhaltigkeit in den Begegnungen

Die Qualität der Begegnungen zwischen Gast und Gastgeber ist für das Urlaubserlebnis entscheidend: Ein angenehmes, herzliches Miteinander trägt wesentlich zum Erholungsfaktor bei. Dass die Begegnungsqualität in Österreich besonders hoch ist, beweist eine aktuelle Umfrage des internationalen Reiseportals Zoove: Österreich wurde dabei zum gastfreundlichsten Land Europas gewählt – sowohl von internationalen Besuchern, als auch von deutschen Urlaubsgästen.

Nachhaltigkeit in den Begegnungen

Interessant ist auch das Ergebnis einer Studie des Beratungsunternehmens mhc international, bei dem das Prinzip des „Corporate Social Responsibility“ auf ganze Nationen umgelegt wurde. Um den „National Social Responsibility Index“ eines Landes zu erstellen, wurden drei Hauptkriterien geprüft: ob ein Staat seine Bürger fair behandelt, sich um ihr Wohlergehen kümmert und mit Fremden respektvoll umgeht. Österreich belegte von 180 Ländern den 12. Platz – vor Deutschland, Großbritannien und Frankreich.